Schlagwort: Emo

The Dangerous Summer

The Dangerous Summer – Coming Home

Seit dem Comeback vor fünf Jahren zeigen sich The Dangerous Summer um Gründungsmitglied und Sänger AJ Perdomo sowie Langzeit-Mitstreiter Matt Kennedy in Bestform. Mittlerweile wieder im Band-Line-up unterwegs, scheinen sie musikalisch und menschlich von jeglichen Widrigkeiten unbeeindruckt und behielten ihren Kurs bei. „Coming Home“, das mittlerweile siebte Album und dritte Post-Comeback-Werk, beschreibt das Gefühl, endlich wieder zusammen Musik zu machen und dabei vertraute Klänge – Alternative Rock, Emo und eine Prise Pop-Punk – zu kultivieren.

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Spielbergs

Spielbergs – Vestli

Mit drei hochkarätigen Releases binnen 18 Monaten spielten sich Spielbergs frei und debütierten höchst eindrucksvoll. Und doch singen die Norweger nun plötzlich vom Gefühl des Gefangenseins, was zu ihrem gerne lärmenden Alternative-Sound mit Punk- und Emo-Einschlägen auf den ersten Blick nicht so recht zu passen scheint. Laut Sänger und Gitarrist Mads Baklien geht es darum, im eigenen Kopf, in den eigenen Gedankenwellen gefangen zu sein, von Bedauern, Sorgen und Ängsten zerfressen, regelrecht lahmgelegt zu werden. „Vestli“ ist der Titel des zweiten Albums und zugleich jener Vorort Oslos, in dem Baklien und Bassist Stian Brennskag aufwuchsen. Das Credo: Selbst wenn man Vestli verlassen kann, verlässt einen Vestli nie.

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Cadet Carter

Cadet Carter – Anthems For The Weak

Und sie wachsen weiter: „Perceptions“ katapulierte Cadet Carter in die iTunes-Download-Charts sowie ins Vorprogramm von Basement und Touché Amoré. Auf diesen Lorbeeren könnten sich die Wahl-Münchener natürlich prima ausruhen, tun sie aber – selbstverständlich – nicht. Stattdessen suchen sie mit ihrem Emo-Punk neue Wege der Nachdenklichkeit, um mit der eigenen Vergangenheit sowie mit einer ungewissen Zukunft zurande zu kommen. „Anthems For The Weak“ bemüht sich um den Mut der Verzweiflung und Zweckoptimismus mitten in der Ungewissheit.

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Joyce Manor

Joyce Manor – 40 oz. To Fresno

Eigentlich hatten Joyce Manor eine Pause geplant. Das letzte Album „Million Dollars To Kill Me“ erschien im Herbst 2018, danach wollten die zum Trio geschrumpfte Band etwas durchschnaufen. Die Pandemie kam dazwischen, aus Langeweile griff Sänger und Gitarrist Barry Johnson wieder zum Notizbuch und arbeitete an neuem Material. ‚Neu‘ ist tatsächlich relativ, denn nicht jeder Track wurde eigens für diese Platte geschrieben. Obwohl die Songs für „40 oz. To Fresno“ über einen Zeitraum von acht Jahren erarbeitet wurden, wirkt das Album wie aus einem Guss und bringt den vertrauten Sound zwischen (Pop-)Punk, Indie und Emo aufs Parkett.

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Tree River

Tree River – Time Being

Langsam, aber beständig wuchsen Tree River seit ihrer Gründung im Jahr 2010, ursprünglich als Soloprojekt von Sänger und Gitarrist Trevor Friedman angedacht. Mittlerweile tritt man als Quartett auf – Produzent Kevin Dye von Gates gilt als eine Art fünftes Mitglied – und baute den Mix aus Alternative Rock und Emo-artigen Sounds immer weiter aus. Die Musik zu „Time Being“ wurde noch vor dem ersten Lockdown, die Lyrics erst während der Pandemie geschrieben. Entsprechend ergibt sich ein spannender Spagat zwischen durchaus energiegeladenen Klängen und Texten, die sich mit düsteren, tiefgründigen Dingen befassen.

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Proper.

Proper. – The Great American Novel

Schwarz und queer in einer überwiegend cis-männlichen, heterosexuellen Szene zu sein, ist – gelinde gesagt – alles andere als einfach. Proper. packen ihre Erfahrungen in kleine Songperlen zwischen Sturm, Drang und Suche. „I Spent The Winter Writing Songs About Getting Better“ setzte sich vor knapp drei Jahren mit dem Ausbruch aus Erwartungen des eigenen Umfelds auseinander, nun will das Trio gleich ein komplettes Buch vertonen. Jeder Track auf „The Great American Novel“ versteht sich als Kapitel eines Twenty-Something-Protagonisten, der in den 2010er Jahren aufwächst und sich mit der missbräulichen Beziehung seiner Herkunft und seiner Identität auseinandersetzt.

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Shoreline

Shoreline – Growth

Mehr als 200 Shows in ganz Europa mit so illustren Bands wie Hot Water Music, Basement und Spanish Love Songs, dazu eine starke EP und ein nicht minder unterhaltsames Album: Shoreline aus Münster ackern sich seit Jahren nach vorne. Ihr Punk-Sound, der gerne mal in Emo- und Hardcore-Gefilden fischt, ist so zeitlos wie brandaktuell, dazu kommt die Verbindung persönlicher und größerer gesellschaftlicher Themen in den pointierten Texten. Klingt nach den Zutaten für den ganz großen Wurf, und genau diesen hätte sich das Quartett mit „Growth“ mehr als verdient.

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Anxious

Anxious – Little Green House

Für das erste Album, so eine gerne propagierte These, habe man ein ganzes Leben lang Zeit. Eigentlich hätte das bei Anxious anders ausgesehen, denn die 2016 gegründete Band – die Mitglieder besuchten damals noch die Highschool – tourte bereits seit Jahren ausgiebig mit allerlei Heavy-Hittern, wie Lifetime und Fiddlehead. Die ungewollte globale Schockstarre hatte zumindest einen Vorteil für die Herren aus Connecticut, die im Keller von Bassist Sam Allens Mutter in aller Ruhe an sämtlichen Details arbeiten konnten. Benannt nach dem Ort, wo sie ihre Songs schrieben, macht es sich „Little Green House“ in der Emo-, Post-Hardcore- und Alternative-Szene mit 90s-Einschlag bequem.

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Suntitle

Suntitle – In A Dream

Weich, verwaschen, scharfkantig und unvorhersehbar: Suntitle firmieren unter dem Alternative-Emo-Banner, was zugleich alles und nichts heißt. Das US-Quintett, dessen Mitglieder sich auf New Jersey, Pennsylvania und Massachusetts verteilen, tourte zunächst mehrere Jahre, bevor 2020 eine erste EP erschien und nun das Debütalbum vorbereitet wird. „In A Dream“ macht seinem Namen tatsächlich Ehre, denn die unwirkliche Präsentation zwischen beißender Härte, poppigen Hooks und dichter, surrealer Atmosphäre spielt sich geschickt jenseits jeglicher Erwartungen ab.

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Save Face

Save Face – Another Kill For The Highlight Reel

Was, wenn My Chemical Romance „The Black Parade“ auf Kollisionskurs mit „A Fever You Can’t Sweat Out“ von Panic! At The Disco geschickt hätten? Möglicherweise wären dabei Save Face herausgekommen. Das US-Quartett vereint Emo, Screamo und Post-Hardcore mit der Broadway-Musical-Vorliebe von Mastermind Tyler Povanda. Entsprechend dramatisch, abgefahren und unvorhersehbar klingt die Truppe aus New Jersey, die mit „Another Kill For The Highlight Reel“ nun ihr zweites Album präsentiert. Und das geht im besten Sinne an die Substanz.

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