Schlagwort: Emo

latewaves

latewaves – Hell To Pay

Nach einer langen Nacht im Jahr 2016 wachten Shawna Grabowski und Mike Pellegrino an einem Strand in New Jersey auf und beschlossen, ihren alten Pakt endlich in die Tat umzusetzen. Sie gründeten latewaves, holten ihren alten Freund Howie Cohen ins Boot und siedelten sich irgendwo zwischen Alternative Rock, Emo und etwas Punk an. Einige Tourneen und EPs später steht nun das erste Album in den Startlöchern. Unterstützt von Szeneveteranen wie Brett Romnes (u. a. Produzent für Seaway und Free Throw) sowie Vinnie Caruana (The Movielife, I Am The Avalanche) entstand „Hell To Pay“.

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Watching Tides

Watching Tides – We’ve Been So Close // Yet So Alone

Läuft aktuell ein kleines Midwest-Emo-Revival an? Gefühlt scheinen sich überdurchschnittlich viele Bands mit dem 90s-Sound zu befassen, von tatsächlichen Comebacks ganz zu schweigen. Watching Tides befinden sich ebenfalls in diesem ungefähren Dunstkreis. Das Trio aus Berlin bringt obendrein etwas Post-Hardcore und sogar leicht angepunkten Drive in den Mix ein, der sie bereits auf zwei EPs begleitete. „We’ve Been So Close // Yet So Alone“ ist ihr Debüt auf Albumlänge und rechnet mit diversen Altlasten aus der persönlichen Vergangenheit ab, mit alten Freundschaften und der Heimat.

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Fiddlehead

Fiddlehead – Between The Richness

Sie haben es tatsächlich ein weiteres Mal getan. Eigentlich sollte es mit „Springtime & Blind“ bei einem One-Off bleiben, und selbst diese Platte entstand in einer Zeit, die Sänger Patrick Flynn als ‚lächerlich depriminierend‘ beschreibt. Die Auseinandersetzung mit dem Tod seines Vaters und der Trauer der Mutter erweckte Fiddlehead in einer bitter Ironie des Schicksals zum Leben, und die Texte wurden bei den wenigen Shows verzweifelt mitgesungen. Also gibt es doch noch ein neues Album dieser prominent besetzten Band um aktuelle und ehemalige Mitglieder so ikonischer Acts wie Have Heart, Basement und Youth Funeral: „Between The Richness“.

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Great Escapes

Great Escapes – Okay

Muss immer alles toll und großartig sein? Definitiv nicht, finden Great Escapes, und erklären, dass man absolut mal scheitern darf. Der stete Zwang zur Selbstoptimierung geht dem Trio aus Münster auf den Keks, dem Hang zu Perfektionsmus wird der Mittelfinger gezeigt. Es ist absolut in Ordnung, nicht ganz oben zu stehen, einfach nur man selbst zu sein. Und so trägt das zweite Album der Emo-Punk-Feinschmecker den deutlichen wie versöhnlichen Titel „Okay“.

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ParkWalker

ParkWalker – Distant Phenomena

Klingt so etwa ein Spaziergang durch den Park? Die Gemächlichkeit von Momenten der Idylle inmitten der Wirren des Alltags vertonen ParkWalker, ein 2018 gegründetes Quartett aus Stuttgart und Karlsruhe, bei dem unter anderem Mitglieder von The Tidal Sleep beschäftigt sind. Man versteht sich auf Slowcore, eine besonders entspannte und melodische Form von Pop und Rock mit Indie und Emo als übergreifender Bogen, sehr international klingend und sich dennoch seiner Wurzeln bewusst. „Distant Phenomena“ ist das Debütalbum der Band.

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Everything In Boxes

Everything In Boxes – Heather

Erst seit wenigen Jahren dabei und doch schon so energisch: Vor drei Jahren erschien die erste EP des Karlsruher Trios Everything In Boxes. Auf „Merciless Weather“ stützte man sich auf einen kurzweiligen Mix aus Emo, Indie und Punk – melodisch und zugleich mitreißend. Danach ging es unter anderem mit For Them All, Nervus, Hippie Trim und Elm Tree Circle auf Tour. Zuletzt sah es mit Auftrittsmöglichkeiten natürlich eher suboptimal aus, also konzentrierte man sich aufs Songwriting. „Heather“ vereint vier brandneue Tracks in unter zehn Minuten.

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The Casket Lottery

The Casket Lottery – Short Songs For End Times

Lange Pausen werden überbewertet, denn The Casket Lottery machen einfach weiter, wo sie vor acht Jahren aufhörten. Nach dem Release von „Real Fear“ zog sich die US-Band langsam, aber sicher zurück. Der Vinyl-Re-Release ihrer ersten drei Alben im Jahr 2017 entfachte das Feuer erneut, man ging wieder auf Tour und hatte plötzlich Bock auf Musik. Gitarrist und Sänger Nathan Ellis schrieb „Short Songs For End Times“ mit der Live-Situation im Hinterkopf. Eine große Gitarrenplatte sollte es werden, und genau das ist den Veteranen gut 20 Jahre nach ihrem Debüt tatsächlich gelungen.

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Lester

Lester – Die beste aller Zeiten

Raus aus der Tristesse eines absoluten Mistjahres, vorbei am Stillstand und hin zur Hoffnung auf Glück, auf bessere Tage: Lester liefern die Antithese zu Pein und Pandemie mit zehn Songs zwischen Punk, Indie und 90s-Emo. Was auf dem Debütalbum der vier Münchner bereits recht gut funktionierte, wird nun kultiviert: Mit einem neuen Label im Rücken versucht „Die beste aller Zeiten“ ein Meer aus geplatzten Träumen vergessen zu machen.

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Forkupines

Forkupines – Islands

Klingt wie ein Kleintier mit Gabeln am Rücken, macht aber prima Musik: Forkupines könnten findigen Alternative-Rock-Hörern bereits ein Begriff sein. Das Trio aus Braunschweig veröffentlichte bereits ein starkes Album und diverse Kleinformate, zudem mehrere Songs zwischendurch. Einige davon ergeben nun eine neue Platte – ein Albumzyklus von beinahe einem Jahr ist das Ergebnis. „Islands“ ist aber beileibe keine Compilation, sondern ein in sich geschlossenes Werk über Depressionen, Einsamkeit und Zukunftsangst. In anderen Worten: der perfekte Soundtrack für das Hier und Jetzt, obwohl das Gros des Materials vorher geschrieben wurde. Alle Klarheiten beseitigt?

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Into It. Over It.

Into It. Over It. – Figure

Nach dem Ende einer Europatour zu „Standards“ fand Evan Weiss einen Scherbenhaufen vor. Sein langjähriger Wegbegleiter Josh Sparks verließ die Band endgültig, daheim hatte er weder Job noch Krankenversicherung, saß auf einem Berg an Tourschulden und sah seine Beziehung enden. Als plötzlicher Single in einen Nine-to-Five-Job begann er mit den Fehlern der letzten Jahre zu hadern und fand in der Musik letztlich den Anlass, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. „Figure“ war ursprünglich nicht als Into It. Over It.-Album geplant, nur um das Projekt mit frischem Wind und gereiften Ansichten erneut aufleben zu lassen.

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