Schlagwort: Emo

Cursive

Cursive – Get Fixed

Fast auf den Tag genau vor einem Jahr veröffentlichten Cursive „Vitriola“, ihr erstes Album seit sechs Jahren und zugleich die verdientermaßen gefeierte Rückkehr von Gründungsmitglied Clint Schnase. Dessen Comeback am Schlagzeug sowie der weltweite Anstieg von toxischem Nationalismus beflügelten Tim Kasher. Eigentlich wäre genug Material für ein Doppelalbum vorhanden gewesen, stattdessen blieb die Band etwas länger auf den Tracks sitzen. Nun landet „Get Fixed“ urplötzlich – als Schwesteralbum und doch so viel mehr.

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Kaptain Kaizen

Kaptain Kaizen – Alles und nichts

Deutschsprachige Punk-Musik war selten so bunt und vielfältig wie heute. Das liegt vor allem an einer Vielzahl von Subgenres und kuriosen bis komplexen Mischungsverhältnissen mit durchaus unerwarteten Auswüchsen. Kaptain Kaizen bringen eine ordentliche Portion Emo mit an Bord. Das gebürtig aus dem Saarland stammende und mittlerweile in Mannheim ansässige Quartett kann bereits auf zwei gutklassige Alben zurückblicken. Nun bei This Charming Man unter Vertrag, erreicht „Alles und nichts“ neue Sphären.

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Ulf

Ulf – Es ist gut

„Vier gute Lieder“ – irgendwo zwischen Selbstbewusstsein und Selbstironie legten Ulf mit dieser 4-Song-Demo den Grundstein für eines der interessanten Debütalben des noch jungen Jahres. 2014 in Hamburg gegründet, setzt das Quintett auf Punk mit Indie- und sogar 90s-Emo-Einschlag. Querverweise auf Captain Planet und Turbostaat kommen von ganz alleine, wenn „Es ist gut“ auf dem Plattenteller landet. Und ja, ‚gut‘ sind diese elf Tracks allemal.

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Free Throw

Free Throw – What’s Past Is Prologue

Pokémon-Referenzen und poppige Hooks im Vordergrund, seelische Abgründe dahinter: Bereits auf „Bear Your Mind“ deutete sich so etwas wie ein Wandel in Cory Castros Texten an, als sich der Free Throw-Frontmann erstmals mit seiner Dysmorphophobie und psychischen Gesundheit auseinandersetzte. Kurz darauf folgte der komplette Zusammenbruch, Bruder und Bassist Justin reichte die helfende Hand. Auf „What’s Past Is Prologue“ blickt die Band nun auf eine überaus schwere Zeit zurück und bezieht beeindruckende Kraft aus dieser.

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Kind Kaputt

Kind Kaputt – Zerfall

Musikalisch klingt das, was Kind Kaputt auf ihrem Debütalbum „Zerfall“ zelebrieren, durchaus vertraut. Alternative Rock, Post-Hardcore und ein wenig Emo mit deutschen Texten erinnern im besten Sinne an Fjørt, Lyvten und Heisskalt. So weit, so gut? Nicht ganz, denn beim Aufbau orientierte sich das Quartett am literarischen Genre des Bildungsromans. Über zwölf Songs wird die Entwicklung einer Figur an der Schwelle zur Reife in steter Kollision mit der harschen Realität ausgebreitet. Klingt anspruchsvoll, ist es auch.

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Cursive – Vitriola

Die bislang längste musikalische Dürreperiode in der gut zwei Jahrzehnte andauernden Bandgeschichte von Cursive ist vorbei: Stolze sechs Jahre vergingen seit „I Am Gemini“. Die Band aus Omaha, Nebraska war aber weiterhin aktiv, u.a. veröffentliche Tim Kasher mehrere Soloalben. Nun, erstmals seit „Happy Hollow“ 2006, arbeitet man wieder mit Saddle Creek-Ikone Mike Mogis zusammen, außerdem ist Schlagzeuger und Gründungsmitglied Clint Schnase zurück an Bord. „Vitriola“ zeigt das Quartett von seiner besten Seite mit dem vielleicht stärksten Album seit 15 Jahren.

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Real Friends – Composure

Mit einem Strauß voller Pop-Punk-Hymnen, begleitet von bittersüßem Emo-Überzug, gelang Real Friends der Sprung in die amerikanischen Album-Charts. Und das gleich zweimal, denn ihre ersten beiden Alben verkauften sich sehr ordentlich. Hierzulande hat man vom Quintett aus Chicago noch relativ wenig Notiz genommen. Ob sich das mit ihrem Drittling ändern wird? „Composure“ strickt die bewährte Formel unverschämt eingängig weiter.

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Moving The Mess – High Wired

Oft kommen die schönsten Überraschungen ganz unerwartet: Eine Band wie Moving The Mess hatte man, zumindest außerhalb Berlins, bis dato kaum auf der Rechnung, und doch kann das Quintett bereits auf 15 Jahre Banderfahrung zurückblicken. Die Punk-Rocker aus der Hauptstadt teilten sich die Bühne unter anderem schon mit Alkaline Trio und The Dirty Nil, erinnern musikalisch stellenweise jedoch an eine andere Berliner Größe. „High Wired“ ist ihr Debütalbum.

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Black Foxxes – Reiði

Erst vor vier Jahren gegründet, gingen Black Foxxes mit ihrem Debütalbum „I’m Not Well“ binnen kürzester Zeit durch die Decke. Ihr emotional aufgeladener Alternative Rock, unter anderem vom Gesundheitszustand von Frontmann Mark Holley beeinflusst (der Brite leidet an Morbus Chron), kratzte und harmonisierte sich zu Radio-Airplay, gut besuchten Tourneen und Festival-Gigs. Vor den Aufnahmen zum Nachfolger reiste er nach Island, um sich frische Inspiration zu holen. Mit „Reiði“ (dt. „Wut“) trägt die Platte sogar einen isländischen Titel.

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Ducking Punches – Alamort

Dass Ducking Punches einst ihre ersten Gehversuche als Solo-Acoustic-Projekt unternahmen, scheint angesichts des heutigen musikalischen Dickichts kaum vorstellbar. Frontmann Dan Allen erweiterte seine Spielwiese um ein komplettes Band-Line-up und widmet sich einem Mix aus Punk, Rock und Folk. Auf „Alamort“ verarbeitet er nun überaus persönliche Themen und steigt schon mal in seelische Abgründe hinab. Entsprechend wuchtig und emotional aufgeladen präsentieren sich die neuen Songs.

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