Schlagwort: Emo

Into It. Over It.

Into It. Over It. – Figure

Nach dem Ende einer Europatour zu „Standards“ fand Evan Weiss einen Scherbenhaufen vor. Sein langjähriger Wegbegleiter Josh Sparks verließ die Band endgültig, daheim hatte er weder Job noch Krankenversicherung, saß auf einem Berg an Tourschulden und sah seine Beziehung enden. Als plötzlicher Single in einen Nine-to-Five-Job begann er mit den Fehlern der letzten Jahre zu hadern und fand in der Musik letztlich den Anlass, sein Leben wieder in den Griff zu bekommen. „Figure“ war ursprünglich nicht als Into It. Over It.-Album geplant, nur um das Projekt mit frischem Wind und gereiften Ansichten erneut aufleben zu lassen.

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Linhay

Linhay – On How To Disappear

Linhay haben ein typisches Emo-Album aufgenommen, so schallt es von den Bäumen. Die vier Kieler, seit Ende 2016 unterwegs, verstehen sich vor allem auf die Midwestern-Schiene des Sounds und liefern doch alles andere als Stangenware – siehe und höre die gemeinsame Split-EP „&“ mit der Band East aus dem vergangenen Jahr. Eine gewisse Eigenständigkeit ist ebenso wenig zu leugnen wie die offenkundigen Referenzen, und so findet der Full-Length-Einstand „On How To Disappear“ frische Ansätze in einem vertrauten Umfeld.

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The Winter Passing

The Winter Passing – New Ways Of Living

The Winter Passing sind ein weiterer Rohdiamant aus Dublins umtriebiger DIY-Szene. Musikalisch irgendwo zwischen Indie, Punk und Emo angesiedelt, arbeitet das Quintett um die Geschwister Kate und Rob Flynn bevorzugt in Eigenregie. Sie produzieren ihre Platten selbst, buchen eigene Shows rund um den Globus. Im vergangenen Jahr erschienen zwei für sich stehende Singles, danach schloss man sich im Studio ein und schrieb das zweite Album „New Ways Of Living“. Mit einem Label-Powerhouse im Rücken setzt es endlich neue Musik.

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Cadet Carter

Cadet Carter – Perceptions

Hallo, schweres zweites Album, we meet again. Über die komplexe, durchaus psychologisch verankerte Welt der Follow-up-Aufnahme wurde viel geschrieben. Cadet Carter ließen sich davon aber erst einmal wenig beeindrucken. Zwar wurde das eponyme Debüt der Münchner gut aufgenommen, Druck von außen ließ man jedoch nicht aufkommen. Die eigene Erwartungshaltung war ein eigenes Thema, und so wurde an vielen Ideen gearbeitet und kräftig aussortiert, bis die neue Platte stand. „Perceptions“ setzt den Indie-Emo-Alternative-Punk-Rock-Weg nun sympathisch fort.

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Boston Manor

Boston Manor – Glue

Stillstand? Nicht mit Boston Manor! Vor vier Jahren explodierten die Briten mit ihrem Debütalbum „Be Nothing.“ förmlich und setzten kurzweiligen Pop-Punk mit Emo-Schlagseite vor. Im Laufe der Jahre, zuletzt auf „Welcome To The Neighbourhood“, wurde der Sound des Quintetts etwas rauer, rockiger und wuchtiger. Mit allerlei Alltagssorgen und der emotionalen Düsternis einer sich schließenden modernen Gesellschaft konfrontiert, passt sich der Drittling „Glue“ den Gegebenheiten an und wagt zahlreiche Experimente. Seinen Eltern, so Sänger Henry Cox, gefalle die Platte nicht so gut wie die beiden Vorgänger. Das macht Sinn.

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December Youth

December Youth – How Are You

Künstler, so heißt es gemeinhin, haben ewig Zeit für ihr erstes Album, aber nur wenig für den Nachfolger. December Youth halten davon herzlich wenig. Nach einer starken EP veröffentlichte das Quintett aus Düsseldorf und Essen 2016 seinen Full-Length-Einstand „Relive“ und zog sich nach einigen Touren und Konzerten erst einmal zurück, um den Zweitling in aller Ruhe zu schreiben. Genau diese bewusste Entschleunigung macht sich nun bezahlt, denn das persönlich geprägte „How Are You“ wirkt in jeder Hinsicht kraftvoller und muskulöser.

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The Deadnotes

The Deadnotes – Courage

In Freiburg am Breisgau freut man sich nicht nur über eine der sympathischsten Profimannschaften des deutschen Fußballs. Hier kommen drei Herren her, gerade mal 23 Jahre jung, und ganz heiße Hoffnungsträger der heimischen Rockszene. Tatsächlich gibt es The Deadnotes bereits seit knapp neun Jahren, 2016 mit dem ansprechenden „I’ll Kiss All Fears Out Of Your Face“ erstmals in Erscheinung getreten. Seither konnte der Mix aus Alternative Rock, Emo und Indie-Punk in allen Belangen kräftig reifen, und so darf sich „Courage“ zu Recht zu Größerem berufen fühlen. Zehn Songs beleuchten das Thema ‚Mut‘ aus den verschiedensten Blickwinkeln.

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Spanish Love Songs

Spanish Love Songs – Brave Faces Everyone

Ihr wunderbar emotionales „Schmaltz“ war mehr als nur ein Szene-Hit, jetzt steht für Spanish Love Songs das Album danach an. Mit ihrem kernigen Emo-Punk und packenden Storytelling traf das 2014 in Los Angeles gegründete Quintett einen Nerv, ein Support-Slot für Hot Water Music sowie ausverkaufte Headliner-Gigs in Deutschland folgten. Auf ihrem dritten Album treibt die US-Band nun den ohnehin bereits wilden Mix auf die Spitze. „Brave Faces Everyone“ befasst sich mit den Erlebnissen auf 30 Wochen Tour und sucht die richtige Balance zwischen Realismus und Optimismus.

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Cold Reading

Cold Reading – ZYT

Auch wenn es immer weiter in den Hintergrund zu rücken scheint, hat das klassische Konzeptalbum im Streaming-Zeitalter weiterhin seine Daseinsberechtigung. Wie es geht, zeigen aktuell Cold Reading aus Luzern. Die fünf Schweizer brechen das Format komplett auf und dritteln es. Der erste Abschnitt – „Past Perfect“ – erschien digital bereits vergangenen Mai, der zweite Teil „Present Tense“ kam im September. Nun gibt es alles, gemeinsam mit dem großen Finale „Future Continous“ (erst in der Vorwoche präsentiert), auf einer großen Platte. „ZYT“ widmet sich nicht nur einer spannenden Geschichte über einen Ausgestoßenen, sondern zeichnet zudem die packende musikalische Entwicklung der Luzerner nach.

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Regarde

Regarde – The Blue And You

Erlebt rockig angepunkter Emo aktuell ein Revival oder war er nie wirklich weg? Wie auch immer dem sei, aktuell finden sich scheinbar monatlich neue Talente und arrivierte Bands mit packenden, emotional aufgeladenen Alben und richtig starkem Songwriting. Regarde aus dem italienischen Vicenza reihen sich in diese Riege ein. Das Quartett ackert seit mittlerweile sechs Jahren durch die Lande und durfte unter anderem bereits Meat Wave und The Flatliners supporten. Nun erscheint ihr zweites Studioalbum „The Blue And You“.

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