Schlagwort: Garage Punk

Metz

Metz – Up On Gravity Hill

Es hat sich angekündigt, im besten Sinne: Bereits auf „Atlas Vending“ wagten Metz zumindest kleine Zugeständnisse hinsichtlich Eingängigkeit, ohne dabei auf ihren räudigen, angepunkten Noise-Sound zu verzichten. Davon wollen sich die drei Kanadier auch keinesfalls entfernen, zeigen sich nun aber deutlich breiter aufgestellt, fast schon ‚erwachsener‘, um dieses böse Wort zu verwenden. Dass hier Alex Edkins‘ Erfahrungen mit seinem poppigeren Soloprojekt Weird Nightmare sowie den diversen Arbeiten an Soundtracks zumindest eine gewisse Rolle spielen, lässt sich nicht von der Hand weisen. Und doch ist „Up On Gravity Hill“ ein vielschichtiges, persönliches und gewohnt kaputtes Bandalbum geworden.

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Upploppet

Upploppet – Road Runner

Die skandinavische Rockszene bekommt potenzielle neue Lieblinge. Upploppet haben das Zeug, mit ihrem Mix aus Garage Rock, Punk Rock und Rock’n’Roll in einer Liga mit Gluecifer, The Hellacopters und Backyard Babies mitzuspielen. Bereits ihre 2022 veröffentlichte EP „You Wish This Was Live“ sorgte für Furore, nun wird nachgelegt. „Road Runner“, das erste Album des Quintetts aus Göteborg, versteht sich auf kompromisslosen, mitreißenden und leicht schrammeligen Rock, der die Würze in der sprichwörtlichen Kürze sucht … und findet.

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Meltheads

Meltheads – Decent Sex

Einer der heißesten Live-Acts Belgiens bündelt seine geballte Wucht endlich auf Platte. Meltheads legen seit einigen Jahren diverse Benelux-Bühnen mit ihrem wilden Mix aus Garage Punk, Indie, Post Punk und Rock’n’Roll in Schutt und Asche, ihre bisherigen Singles hallen immer noch nach. Nach einer Support-Tour für dEUS, die sie unter anderem nach Deutschland, Frankreich und Großbritannien brachte, startet nun die nächste große Offensive. „Decent Sex“ ist ihr Einstand auf Albumlänge, der es tatsächlich schafft, die rebellische, abgedrehte Energie ihrer Shows standesgemäß festzuhalten.

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Sprints

Sprints – Letter To Self

Das neue Jahr ist nur wenige Tage alt und hat bereits sein erstes musikalisches Glanzlicht. Sprints aus Irland entwickelten ihre ureigene Punk-Vision über mehrere Jahre, unter anderem von einem Savages-Auftritt im Jahr 2016 inspiriert. Die bisherigen Kleinformate sind inzwischen begehrte Sammlerstücke und zeigen eine Band, die sich schrittweise fand, was sich nicht nur in den betont persönlichen, ehrlichen Lyrics von Karla Chubb zeigt. Nunmehr bei City Slang unter Vertrag, gelingt mit dem ersten regulären Album „Letter To Self“ ein absoluter Volltreffer.

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The Manikins

The Manikins – Swedish Woods

Wer The Manikins kennt, ist an längere Pausen gewöhnt. Die schwedische Garage-Punk-Formation kann schon mal komplett von der Bildfläche verschwinden, nur um aus dem Nichts eine neue Platte aus dem Ärmel zu schütteln. Die aktuelle längere Pause hatte aber unter anderem mit der räumlichen pandemischen Trennung zu tun, die sich nach der letzten Tour ergab. In dieser Zeit sammelte sich einiges an Material an, von letztlich 26 aufgenommenen Tracks haben es derer zwölf auf ihr sechstes Album geschafft. Auf „Swedish Woods“ wollen sie insgesamt etwas traditionellere Rock’n’Roll-Sounds erkunden, ohne sich vom zuweilen punkigen Elan abzuwenden.

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Coach Party

Coach Party – Killjoy

Die kleine, aber definitiv feine Musikszene der Isle of Wight bringt neue Held*innen hervor. Wobei, so ganz ’neu‘ sind Coach Party keinesfalls, erschien ihre erste Single doch bereits 2019. Nach weiteren Tracks und insgesamt drei EPs wagt sich das Quartett nun ans erste komplette Album, das zugleich ihre bislang härtesten Songs beinhalten sollen. Irgendwie zwischen Indie-, Alternative-, Punk-, Rock- und Power-Pop-Gefilden verhaftet, verausgabt sich „Killjoy“ in einer knappen halben Stunde und rechnet dabei mit den ärgerlichen, unangenehmen Gewohnheiten sowie den richtig miesen Seiten ihrer Mitmenschen ab.

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Be Your Own Pet

Be Your Own Pet – Mommy

Ihr Stern ging schnell auf, leuchtete hell und verglühte ebenso plötzlich. Nach nur zwei Alben und zig wilden, umjubelten Live-Shows gingen die damals blutjungen Be Your Own Pet getrennte Wege. 2021 bat Jack White die vier Musiker*innen um Support für einen Gig in Nashville. Im Proberaum war die Magie sofort wieder da, man schrieb schnell neue Songs und dehnte den ursprünglichen One-Off zu einer kompletten Tour aus. Mittlerweile bei Whites Label Third Man Records (Frontfrau Jemina Pearls Ehemann Ben Swank ist ein Mitbesitzer) unter Vertrag, folgt mit „Mommy“ das erste Album seit über 15 Jahren.

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Have You Ever Seen The Jane Fonda Aerobic VHS?

Have You Ever Seen The Jane Fonda Aerobic VHS? – Maine Coon

Starker Bandname mit musikalischer Substanz: Have You Ever Seen The Jane Fonda Aerobic VHS? sind natürlich ein Hingucker und erzeugen Aufmerksamkeit. Hinter der sperrigen Dehnung stecken drei finnische Musiker:innen mit einem Faible für Garage Rock, dem ein wichtiges Instrument fehlt: die Gitarre. Stattdessen werden Synthesizer eingesetzt, die den Throwback-Aspekt des Trios zu unterstützen wissen. Auf „Maine Coon“ setzt es eine halbe Stunde zwischen Garage, Punk, Indie, Pop, Grunge und Alternative mit himmlischen Melodien und abgründgigen Texten.

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PUP

PUP – The Unraveling Of PUPTHEBAND

Raus aus dem Keller, rein in … eine schäbige Villa? PUP gönnten sich für ihr viertes Album immerhin ein Mini-Upgrade – nach Awards und Fernsehauftritten rund um „Morbid Stuff“ ist das durchaus vertretbar. Auch musikalisch wagen die Kanadier ein kleines Update. Sie erkannten, dass nicht alleine die Instrumentierung PUP-Songs zu PUP-Songs macht, und packten einfach mal ein paar neue Ideen dazu. Zudem holte man sich diverse Freund*innen ins Studio, um in der Isolation richtig Spaß zu haben. Und doch bleibt das Chaos, die Lust am Scheitern im Mittelpunkt, wofür bereits der Titel steht: „The Unraveling Of PUPTHEBAND“.

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Together Pangea

Together Pangea – DYE

Sozial distanziertes Songwriting und Aufnehmen von Demos stellte Together Pangea vor eine neue Herausforderung. Man konnte für den Feinschliff nicht ins Studio gehen, also schickte man die ersten acht Demos dem A&R-Mitarbeiter ihres Labels … der sie herausforderte, komplett neue Songs zu schreiben. Anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, beflügelte diese Ansage die Band. Zehn weitere Tracks entstanden, der Großteil von ihnen landete tatsächlich auch auf der neuen Platte. „DYE“ zeigt ein Trio, das deutliche mehr Zeit für Songwriting, Proben und Aufnahmen hatte, das zugleich aber keinen Hehl darum macht, sich ohne Tour-Aktivitäten eingesperrt zu fühlen.

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