Schlagwort: Garage Rock

The Virginmarys – King Of Conflict

Gute Gitarrenmusik braucht keine Gimmicks, keine Hochglanz-Produktion, keine ausladenden Arrangements – sie muss von Herzen kommen und gepflegt ins Sitzfleisch treten. The Virginmarys haben diesen ‚Berufsethos‘ offenbar mit der Muttermilch aufgesogen. Das Trio aus Macclesfield, einer Satellitenstadt Manchesters, wenn man so will, trat unter anderem bereits mit Slash, We Are Scientists und Ash auf, verkaufte seine EPs im Eigenvertrieb und war sogar im Frühstücksfernsehen und auf dem Soundtrack eines Computerspiels vertreten. Dass ihr herzhafter Rock’n’Roll für größere Dinge bestimmt ist, wird beim Durchhören ihres Debütalbums „King Of Conflict“ klar.

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The Black Keys – Little Black Submarines

Auch wenn ihr Sound mit jeglicher Mainstream-Konzeption nach wie vor herzlich wenig zu tun hat, sind The Black Keys mittlerweile zu Stammgästen der internationalen Chartlandschaft geworden, gerade nach der Grammy-Auszeichnung für ihr letztes Album „Brothers“ kaum verwunderlich. So schaffte es die aktuelle Platte „El Camino“ in den USA bis auf Platz 2, erreichte hierzulande immerhin die Top 30 und hielt sich ganze drei Monate in den Album-Charts. Wie abwechslungsreich besagter Longplayer geworden ist, zeigt die dritte Auskopplung „Little Black Submarines“, die mit dem Shuffle von „Lonely Boy“ und dem Funk-Rock von „Gold On The Ceiling“ herzlich wenig zu tun hat.

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Metz – Metz

So eine Band kann nur via Sub Pop erscheinen: Metz aus Toronto putzten geraume Zeit Klinken in kleinen Clubs, erspielten sich im Laufe der letzten drei Jahre Support-Gigs für Mudhoney, Mission Of Burma und Death From Above 1979, und ernteten unter anderem Lob von Einstürzende Neubauten-Bassist Alexander Hacke. Das Konzept des Trios ist relativ simpel: Verstärker laut aufdrehen, einfach darauf los spielen und in den eigenen Feedback-Schleifen ersaufen. „Metz“ heißt das von Graham Walsh (Holy Fuck) und Alexandre Bonenfant produzierte Debüt, das den guten alten Rock’n’Roll durch Noise und Punk zerrt. Fans von Shellac, Public Image Ltd., The Pixies und The Jesus Lizard sollten Augen und Ohren weit aufsperren.

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The Vaccines – No Hope

Als Lieblinge der britischen Hype-Presse sollten The Vaccines im vergangenen Jahr den guten alten Rock’n’Roll retten. Was mit „Wreckin‘ Bar (Ra Ra Ra)“, den 84 besten Sekunden Gitarrenmusik der letzten Jahre, viel versprechend begann, entpuppte sich auf „What Did You Expect From The Vaccines?“ zwar nicht als Allheilmittel, wohl aber als kurzweiliges, unterhaltsames Debüt, das hierzulande jedoch mit einem Einstieg auf der #82 gnadenlos floppte. In der Heimat ist man beliebt, als Club-Band ebenso, dazu steht mit „The Vaccines Come Of Age“ für September bereits ein zweites Album in den Startlöchern. Hitverdächtige Weiterentwicklung verspricht die Vorabsingle „No Hope“.

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The Raconteurs – Live At Montreux 2008

Seit mittlerweile vier Jahren – genauer gesagt: seit der Tour zum zweiten und bislang letzten Album „Consolers Of The Lonely“ – ist es relativ ruhig geworden um The Raconteurs, die Allstar-Truppe um Brendan Benson und Jack White. Ob und wann es neues Material gibt, steht noch in den Sternen, da beide Frontmänner aktuell mit ihren Soloalben beschäftigt sind. Die Wartezeit auf eine eventuelle dritte Platte überbrückt nun die DVD „Live From Montreux 2008“, die einen 90 Minuten langen Auftritt vom Montreux Jazz Festival mit sämtlichen Hits beider Alben beinhaltet.

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Japandroids – Celebration Rock

Eigentlich hatten Brian King und David Prowse im Herbst 2008 beschlossen, ihre Band Japandroids ad acta zu legen. Die beiden Kanadier organisierten sich ihre Gigs selbst, wollten auch ihr Debütalbum „Post-Nothing“ in Eigenregie veröffentlichen, hatten aber das Gefühl, nicht vom Fleck zu kommen. Letztlich kam es doch anders: Ein kleines kanadisches Label bot den beiden einen Deal an, die Platte wurde dank guter Kritiken und Online-Promo ein Hit, eine ausgiebige Tour und eine Unterschrift bei Polyvinyl folgten. Die Japandroids haben mittlerweile ihre innere Mitte gefunden und genießen ihr Musikerleben. „Celebration Rock“ heißt ihr zweites Album, das vor allem in Hinsicht auf die daran anknüpfenden Konzerte geschrieben und aufgenommen wurde.

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The Enemy – Streets In The Sky

In ihrer britischen Heimat längst etabliert, sind The Enemy aus dem britischen Coventry hierzulande immer noch nicht über einen gewissen Insider-Status hinaus gekommen. Nach dem Platindebüt „We’ll Live And Die In These Towns“ und dem etwas schwächeren Gold-Nachfolger „Music For The People“, die beide die deutschen Charts verpasst haben, war für Tom Clarke und Konsorten ein Tapetenwechsel angesagt. Der Majordeal wurde abgehakt, dafür hat man bei Cooking Vinyl nun sämtliche kreativen Freiheiten, die man „Streets In The Sky“ auch anhört. Auf ihrem dritten Album innerhalb von fünf Jahren geben sich The Enemy deutlich gitarrenlastiger und direkter.

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Paper – Mischmasch

Mit Bandnamen ist es ja so eine Sache. Einprägsam sollten sie sein, gerne kurz und schlagkräftig, möglichst unverwechselbar. Was sich Paper bei ihrer Gründung wohl gedacht haben? Das schwedische Trio um Calle Olsson (The Bear Quartet, Paddington DC) hat sein Debütalbum „An Object“ längst hinter sich gelassen und präsentiert auf dem direkten Nachfolger nun mehr von allem; mehr Garage Rock, mehr Punk, mehr Krautrock, mehr Elektronik. Eben ein echter „Mischmasch“, gleichermaßen komplex wie hitverdächtig, irgendwo zwischen den Hives und Joy Division.

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Maximo Park – Write This Down

Acht Jahre ist das große Post-Punk- und Gitarren-Rock-Revival mittlerweile her. Die Protagonisten knabbern entweder fieberhaft an der Last der Evolution (Franz Ferdinand), sind längst in anderen musikalischen Gefilden angekommen (Bloc Party, Arctic Monkeys) oder gar in der Bedeutungslosigkeit versunken (Art Brut). Maximo Park wagen sich nach dem durchwachsenen dritten Album „Quicken The Heart“, auf dem man gen neue Ufer aufbrechen wollte, zurück zur eigenen Vergangenheit. Die ersten Hörproben von „The National Health“ deuten auf eine spaßige, zuweilen tanzbare Platte im Stil der ersten beiden Werke hin. Während in UK das gitarrenlastige „Hips And Lips“ ausgekoppelt wurde, erscheint in Deutschland „Write This Down“ als erste Single.

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Turbonegro – You Give Me Worms

Turbonegro mustn’t be destroyed: Nach dem Ausstieg von Frontmann Hank Von Helvete 2010 nahmen sich Turbonegro eine kleine Auszeit. Während Helvete wenig später die Supergroup Doctor Midnight & The Mercy Cult um Tim Skold (Marilyn Manson, KMFDM) sowie ehemalige Mitglieder von Satyricon, Celtic Frost, Apoptygma Berzerk und Extol gründete, meldeten sich die Hobbit Motherfuckers vergangenen Sommer mit Neo-Frontmann Tony Sylvester (aka The Duke Of Nothing), Präsident der Londoner Turbojugend, zurück. Nun geht es Schlag auf Schlag: Im Juni erscheint das neue Album „Sexual Harassment“, die erste Single „You Give Me Worms“ – unter anderem mit Tommy Manboy hinter der Schießbude und Rückkehrer Rune Rebellion – ist ab sofort erhältlich.

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