Schlagwort: Heavy Metal

Dio – Live In London – Hammersmith Odeon 1993

Auch mittlerweile vier Jahre nach seinem Tod purzeln immer wieder neue Dio-Releases in die Läden. Das Eindrucksvolle daran: Qualitative Schwankungen sind kaum festzumachen, was für den legendären Sänger an sich und auch für seine Nachlassverwalter (insbesondere seine Frau Wendy Dio) spricht. Nach einem Tribute-Sampler für Dios Krebs-Stiftung gibt es nun – wieder mal – Live-Material. Auf „Live In London“ wurde der Abschlussgig der Europa-Tour 1993 aus dem Londoner Hammersmith Odeon zu Dios sechstem Studioalbum „Strange Highways“ festgehalten.

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Fozzy – Lights Go Out

Nicht erst seit dem Wechsel zu Century Media sind Fozzy ein durchaus bekannter Name der internationalen Metalszene geworden. Die ehemalige Coverband um Frontmann und Profi-Wrestler Chris Jericho sowie Stuck Mojo-Gitarrist Rich Ward gibt es zwar bereits seit 15 Jahren, der Durchbruch gelang jedoch erst mit den letzten beiden Alben „Chasing The Grail“ und „Sin And Bones“. Noch im Juli soll eine neue Platte erscheinen mit dem Titel „Do You Wanna Start A War“, Konzerte rund um den Globus davor und danach inklusive. Der Appetithappen „Lights Go Out“ lässt neben bewährten Trademarks auf Experimente hoffen.

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Freedom Call – Beyond

Man nehme die Essenz von Helloweens Keeper-Alben, gebe noch einen ordentlichen Schuss Fröhlichkeit hinzu und verrühre das ganze mit einer Großpackung Antidepressiva – fertig ist das neue Freedom Call-Album. Tatsächlich lässt sich das Nürnberger Melodic Metal-Quartett ohne weiteres als fröhlichste Band der deutschen Metal-Szene betiteln. Nach dem letztjährigen Best of-Album „Ages Of Light“ und mehreren Besetzungswechseln (unter anderem belegt Gründungsmitglied Ilker Ersin nun wieder den Posten des Bassisten) melden sich Freedom Call nun mit „Beyond“, ihrem achten Studioalbum, zurück, das beweist, dass sie auch nach 16 Jahren Bandgeschichte immer noch zur Elite der Happy Metal-Szene gehören.

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Axel Rudi Pell – Into The Storm

Keine Experimente! Konrad Adenauers Wahlspruch trifft wohl auf keinen anderen Rockmusiker der heutigen Zeit so sehr zu wie auf Axel Rudi Pell (von Rock ‚N‘ Rolf vielleicht mal abgesehen). Wer sich eine neue Scheibe vom Wattenscheider Hartwurstfabrikanten zulegt, weiß, was ihn erwartet, denn oft unterscheiden sich die Alben nur in Nuancen. Auch wenn dies mitunter nicht ganz unberechtigt kritisiert wird, liefern Axel und seine Begleitmusiker letztlich mit jedem Album genau den Sound, den die nicht gerade kleine Fangemeinde wünscht – erdigen Hard Rock an der Grenze zum Heavy Metal, angesiedelt irgendwo zwischen alten Rainbow- und Dio-Alben. Zudem ist der Band das Kunststück geglückt, auch nach 25 Jahren kein einziges schwaches Album zu veröffentlichen, und an diesem Grundsatz ändert sich auch im Jubiläumsjahr nichts, was „Into The Storm“ lautstark unter Beweis stellt.

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Running Wild – Resilient

Für viele alteingesessene Running Wild-Fans dürfte die letztjährige Comeback-Scheibe eine ziemliche Enttäuschung gewesen sein. Nicht etwa, weil „Shadowmaker“ ein schlechtes Album gewesen wäre, denn qualitativ konnte man der Band tatsächlich keinen Vorwurf machen. Vielmehr war es die Hard Rock-lastige, nur noch phasenweise metallische Ausrichtung des Materials, die die Anhänger der Band daran zweifeln ließ, es wirklich noch mit Rock ‚N‘ Rolfs Hauptband zu tun zu haben. Als Mr. Kasparek in diesem Jahr unter dem Banner Giant X auch noch eine reinrassige Rock-Platte aufgenommen hat, waren Running Wild zumindest für Die Hard-Metalfans endgültig abgeschrieben. Mit vorschnellen Urteilen sollte man jedoch vorsichtig sein, denn mit dem neuen Album „Resilient“ schippert der Piratenkahn auf einmal wieder in gewohnt stürmischen Gewässern.

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Metallica – Through The Never

Die Arbeiten an einem Nachfolger zu „Death Magnetic“ sollen langsam aber sicher anrollen. Das kommende Jahr wollen Metallica mit den Aufnahmen verbringen, zu einer Veröffentlichung soll es allerdings nicht vor 2015 kommen. Ruhig wurde es um die Metal-Pioniere in der Zwischenzeit keineswegs. In den Jahren seit der Veröffentlichung ihres letzten Albums gingen sie immer wieder auf Tour und haben im Zuge dessen die eine oder andere DVD veröffentlicht, im Rahmen der Shows zum 30jährigen Bandjubiläum wurden Outtakes der letzten Aufnahmesessions auf den Markt gebracht und am 3. Oktober kommt schließlich „Through The Never“, der erste Kinofilm Metallicas auf die große Leinwand. Den gleichnamigen Soundtrack gibt es bereits jetzt.

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Volbeat – Outlaw Gentlemen & Shady Ladies

Jahre harter Arbeit haben Volbeat an die Spitze der (nicht mehr ganz so) jungen Garde des Rock und Metal gebracht. Ihr letztes Album „Beyond Hell/Above Heaven“ bedeutete den Durchbruch für die Dänen, schaffte es in Deutschland in die Top 3 und erreichte Platin, die dazugehörige Live-Platte konnte sich ebenfalls in den Top 10 platzieren. Nach der Trennung von Lead-Gitarrist Thomas Bredahl – live wurde man von Mercyful Fate-Veteran und Band-Intimus Hank Shermann unterstützt – ging man als Trio ins Studio unter der Aufsicht von Jacob Hansen und Ex-Anthrax-Saitenhexer Rob Caggiano. Letzteren konnte Frontmann Michael Poulsen schließlich dazu überzeugen, fix bei Volbeat einzusteigen. Nicht nur deswegen sind die Erwartungen an „Outlaw Gentlemen & Shady Ladies“ besonders hoch.

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Saxon – Sacrifice

Eine Band wie Saxon, die ihr Können nun schon seit annähernd 35 Jahren unter Beweis stellt, muss sich für gar nichts mehr rechtfertigen. Alle Höhen und Tiefen einer Rockerkarriere haben die fünf Herren aus Barnsley, Großbritannien, schon durchlebt – phänomenale Flops und Anbiederungen an den Kommerz, aber auch gigantische Triumphe in ihren frühen Jahren und ein erfolgreicher Comebackversuch inklusive. Anno 2013 haben es Saxon derweil überhaupt nicht nötig, aktuellen Trends hinterherzulaufen und somit ziehen sie ihr Ding ganz konsequent durch. Seit 1979 steht der Name Saxon für reinrassigen Heavy Metal wie kaum ein anderer, und somit ahnt der geneigte Leser vermutlich auch schon, was ihn auf „Sacrifice“, dem 20. Album der Band, zu erwarten hat.

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Helloween – Straight Out Of Hell

Nach mehreren Jahren des Darbens, in denen Helloween durch größtenteils mittelklassige, bestenfalls gute Alben auffielen, war der Band vor gut zwei Jahren mit „7 Sinners“ endlich mal wieder ein richtiger Volltreffer geglückt, der sich mit den musikalischen Sternstunden der Band messen lassen konnte. So frisch, so hart, so energiegeladen hatte man die Hamburger schon seit Jahren nicht mehr erleben können, manche bezeichnen es gar als bestes Album der Deris-Ära. Helloween hatten sich in die Königsklasse des europäischen Power Metals zurückgekämpft und dementsprechend verwundert es kaum, dass die Erwartungen an die Band seitdem wieder deutlich gestiegen sind. „Straight Out Of Hell“, das vierzehnte Album der Bandkarriere, tritt somit ein schweres Erbe an.

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Red Lamb – Red Lamb

Ex-Anthrax-Leadgitarrist Dan Spitz und Megadeth-Boss Dave Mustaine – zwei absolute Größen im Thrash Metal-Genre, und doch treten ihre Namen auf dem Red Lamb-Debütalbum eher in den Hintergrund, da es bei diesem Projekt vielmehr um die Vermittlung einer gesellschaftlichen Botschaft geht. Dan Spitz‘ Söhne sind von Autismus betroffen, weshalb er es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Welt über dieses nach wie vor sehr einseitig beleuchtete Störungsbild zu unterrichten. Folglich handelt es sich bei „Red Lamb“ um eine Mischung aus Familientherapie und Aufklärungsmission. So ungewöhnlich die Thematik, so berechenbar der Sound, denn musikalisch betreten Red Lamb genau jene Pfade, die man angesichts der Hauptbeteiligten erwarten konnte – geboten wird nicht weniger als reinrassiger Heavy Metal mit einer ordentlichen Schippe Thrash.

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