Schlagwort: Indie Pop

YAST – My Dreams Did Finally Come True

Schwedens Slacker YAST, vor fünf Jahren in Malmö geschlüpft, stehen für eine neue Indie-Pop-Grenzerfahrung, die mit Distortion und Feedback die versammelte Shoegaze-Meute neben fatalistischer The Cure-Romantik, College-Smartness von Dinosaur Jr. und die vertonte Verführung Yucks abholt. Das hört sich abstrakt an? Gewissermaßen gilt das auch für den Sound des Quintetts, gleichermaßen entspannt, eingängig und doch leicht entrückt. „My Dreams Did Finally Come True“, das zweite Studioalbum, bewegt sich geschickt im musikalischen Überall.

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BOY – We Were Here

BOY, die musikalische Ebene der Freundschaft von Valeska Steiner und Sonja Glass, findet endlich eine Fortsetzung. Vier Jahre ist es bereits her, dass das Debütalbum „Mutual Friends“ sich in den deutschen Charts festsog und sogar die Top 10 erreichte. Airplay-Hits in Dänemark und Japan sowie eine kleine Nordamerika-Tour sollten folgen. Abermals durch Produzent Philipp Steinke unterstützt, widmet sich „We Were Here“ der Weiterentwicklung und bleibt dabei stets dem eigenen Sound treu.

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Yukon Blonde – On Blonde

Als Land der Indie-Wunderwuzzis erfreut sich Kanada bei Liebhabern alternativer Musik großer Beliebtheit. Von Eis, Elchen und Eh ist rein gar nichts zu spüren, wenn Yukon Blonde aufschlagen. Die mittlerweile in Vancouver ansässige Band versteht sich auf kurzweiligen, unterhaltsamen Indie Pop/Rock, der schön eingängig und schon mal tanzbar sein darf. „On Blonde“ ist der Titel ihres dritten Albums, das wunderbar zwischen Foster The People und M83 ins Regal passen würde.

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Inner Tongue – Tz, Ka EP

Eine komplizierte Stimmbandoperation drohte die Karriere des Wiener Mittzwanzigers Inner Tongue aus den Angeln zu heben, noch bevor sie begonnen hatte. Nach geglücktem Eingriff machte sich Unsicherheit breit, ob er das Schweigen je wieder durchbrechen können werde. In dieser Zeit entstanden die drei Songs der EP „Tz, Ka“, die Inner Tongue mit eigenem Gesang begleitet. Die Stimme kehrte zurück, das Happy End war da und findet nun eine musikalische Fortsetzung.

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Raglans – Raglans

Als The Fray Ende vergangenen Jahres durch Deutschland tourten, hatten sie vier junge Iren dabei, die mit radiofreundlichen Indie Pop/Rock-Songs ihre Sache als Einheizer gut machten. Besagte Männer von der grünen Insel sind die 2010 gegründeten Raglans, die auch schon mit Haim und den Libertines auftraten, und nun ihr Debütalbum in hiesige Gefilde tragen. Schlicht Raglans betitelt, wird eingängiger Britrock mit einer Prise Folk und großen Pop-Melodien serviert.

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Dutch Uncles – O Shudder

Die richtige musikalische Schublade für die britischen Indie-Popper Dutch Uncles zu finden, ist gar nicht so einfach, wenn man sich eben nicht ausschließlich auf Allgemeinposten wie Indie-Pop beschränken möchte. Manche sprechen von Math Rock, andere von Prog Pop und wieder andere von Art Rock. Recht haben wohl alle ein bisschen, wenn man das bisherige Œuvre des Quintetts aus Marple mal genauer betrachtet. So lassen sich in ihrer Musik Einflüsse von den Talking Heads über XTC bis hin zu King Crimson finden. Noch komplizierter wird die Einordnung allerdings, wenn man auch noch ihr neuestes, nunmehr viertes Album mit einbezieht, denn die Band um Sänger Duncan Wallis scheint sich neuerdings eine intensive Vorliebe für New Wave-Musik angeeignet zu haben. Ein genauerer Blick auf „O Shudder“ sollte somit einige Überraschungen bereithalten.

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Nörd – Na und? Wir kennen euch doch auch nicht

Nörd, so die Mär, kennen ihr Publikum nicht, und packen diese Feststellung direkt in den Titel ihres Debütalbums „Na und? Wir kennen euch doch auch nicht“. Seit geraumer Zeit tänzeln die Berliner durch das Feuilleton, lieferten den Soundtrack für einen Film mit Uwe Ochsenknecht, begrüßten u.a. Westernhagen und Klaas Heufler-Umlauf als Protagonisten in einem Musikvideo, arbeiteten eng mit Oliver Koletzki zusammen und tourten als Support von Bosse. Für besagten Erstling zähmt man nun das gute alte Pop-(Diana-)Ross von sämtlichen Seiten auf.

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Die Sterne – Flucht in die Flucht

Raus aus der Disco, rein in die Realität: Die Sterne haben ihre intensive Affäre mit dem Club von „24/7“ beendet und kehren zurück zu alten Ufern. Mehr als vier Jahre nach der buntesten Platte der mehr als zwei Dekaden andauernden Bandgeschichte kehren Frank Spilker, Thomas Wenzel und der in Berlin lebende Christoph Leich zurück in den Hamburger Hafen. Unabhängig davon, wie man zum mutigen Vorgänger steht: „Flucht in die Flucht“ fühlt sich wie Heimat an.

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JJ – V

Es muss etwas im Wasser sein – oder in der Luft. Egal, was es ist: Kaum eine andere Nation versteht sich derart präzise auf luftigen Pop jedweder Couleur wie Schweden. JJ, das Duo um Elin Kastlander und Joakim Benon, debütierte 2009 mit einer Mischung aus Indie Pop und HipHop, legte letztere Einflüsse im Laufe der Jahre aber nach und nach ab. Heute sind davon bestenfalls noch Reste zu erkennen, dafür ist die klare Schönheit ihrer Musik geblieben. Ihr drittes Album trägt den etwas kuriosen Titel „V“ und zelebriert die Kraft der Pausen.

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Hanne Kolstø – Stillness And Panic

Seit 2012 veröffentlicht Hanne Kolstø (ehem. Thelma & Clyde) im Jahresrhythmus neue Musik, doch außerhalb ihrer norwegischen Heimat hat man davon bislang kaum Notiz genommen. Die in Sunnmøre residierende Künstlerin wurde unter anderem bereits für den norwegischen Grammy nominiert und durfte für ihre mittlerweile dritte Platte „Stillness And Panic“ gleichermaßen großes Lob von Fans und Kritikern einheimsen. Verdienter Lohn: ein Deutschland-Release dieser faszinierenden Pop-Platte zwischen Indie, Electro und Kammermusik.

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