Schlagwort: Indie Pop

Strand Of Oaks – HEAL

Irgendetwas fühlt sich anders an, wenn man „HEAL“ einlegt. Rohes Understatement war lange Zeit das Markenzeichen von Strand Of Oaks, bevor Mastermind Tim Showalter mit einer schweren persönlichen Krise zu kämpfen hatte. Mitten in einer zwei Jahre andauernden Tour, in einer Herbstnacht im schwedischen Malmö, realisierte er die Beweggründe für seine Flucht: eine unter dem Musikerleben leidende Ehe, ein alles andere als perfektes Album und generelle Unzufriedenheit mit sich selbst. Der Heilungsprozess, den dieses Album nun mit sich bringt, bezieht sich ebenso auf einen schweren Autounfall vergangene Weihnachten, den Showalter und seine Frau mit Glück überlebten. Nun also „HEAL“, dieses überraschend bedrohliche, überbrandende und doch in sich gekehrte Monster.

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Papercuts – Life Among The Savages

Seit „Mockingbird“ 2004 führt Jason Quever Popmusik zurück zur verträumten Ursprünglichkeit längst vergangener Zeiten. Als Papercuts schnitzt er Songperlen am laufenden Band, zuletzt vor drei Jahren auf „Fading Parade“. Erneut hat der US-Amerikaner das Label gewechselt, seinem leichtfüßigen Dream-Pop mit hypnotischen Untertönen bleibt er aber treu. Mehr noch: „Life Among The Savages“ geht noch stärker, noch direkter unter die Haut als sämtliche bisherigen Releases zusammen.

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School Of Language – Old Fears

Neben seinen extensiven Field Music-Aktivitäten fand David Brewis zwischendurch Zeit, sein Nebenprojekt School Of Language zu reaktivieren und einen Nachfolger für das 2008 erschienene „Sea From Shore“ zu schreiben. „Old Fears“ wurde zwischenzeitlich um ein Monat verschoben, vollbringt aber auch mit Verspätung eine Punktlandung zwischen obskurem Indie Pop/Rock mit elektronischer Schlagseite und einem Händchen für an Math-Patterns orientierten Gitarren.

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Nausica – The Molecules Fall Closer

Vier Musiker, drei Länder, eine Vielzahl an Genres: Nausica trafen sich an der Musikhochschule im Arnheim (neben den Niederlanden kommt man ebenso aus Deutschland und Polen) und brachten verschiedenste Einflüsse sowie unterschiedlische geographische Bedingungen in einen gigantischen Melting Pot ein. Die letztjährige, eponyme EP gab sich bereits verheißungsvoll, nun explodiert jedoch der eklektische, experimentelle Stil des Quartetts mit seiner Basis irgendwo im weiten Indie Pop/Rock-Feld. „The Molecules Fall Closer“ lässt sich so schnell in keine Schublade stecken.

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Embrace – Embrace

Immer länger und länger wurde die Pause von Embrace nach dem großen kommerziellen Erfolg von „This New Day“ in der britischen Heimat. Mit einem Album abermals an der Spitze der Charts und einer Single in den Top 3 lief es zwar wunderbar, musikalisch und seelisch fühlte man sich jedoch fehl am Platze. Der Reboot dauerte schließlich bis Anfang diesen Jahres, als mit ersten Hörproben und einer digitalen EP das Comeback eingeläutet wurde. Nun ist das schlicht „Embrace“ betitelte Album da und zeigt, dass das Quintett aus Leeds nichts verlernt hat.

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Farewell Dear Ghost – We Colour The Night

Tim Bendzko singt nur davon, die Welt zu retten – Philipp Szalay versucht es tatsächlich mit seinem live von drei Mitstreitern unterstützten Projekt Farewell Dear Ghost. Der Grazer bewegt sich im Spannungsfeld zwischen Gitarrenpop, Pathos, Bombast und britischem Schönklang mit einer Prise Weltschmerz. „We Colour The Night“ heißt sein Debütalbum und bringt tatsächlich Farbe an jeden noch so dunklen Ort mit zehn überlebensgroßen Songs.

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Foster The People – Supermodel

Mit kräftiger Verzögerung stürmten Foster The People weltweit die Charts. Die Top-3-Platzierung von „Pumped Up Kicks“ in den USA ließ Kritiker gar die ‚Auferstehung des Indie-Genres‘ herbeischreiben. Hierzulande konnte nach der Top-10-Single kein erfolgreicher Nachfolger platziert werden, obwohl entsprechend hitverdächtiges Material ausreichend vorhanden war. Nach dem internationalen Durchbruch legt das Trio aus Los Angeles nun das vermeintlich schwierige zweite Album „Supermodel“ nach.

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Embrace – Refugees EP

Kommerzieller Selbstmord – so und nicht anders nimmt man das wahr, was Embrace mit ihrer Karriere nach ihrem endgültigen Durchbruch 2006 anstellten. Das Album „This New Day“ war gerade erneut an die Spitze der britischen Charts gegangen, darüber hinaus schafften es gleich zwei Singles in Folge in die dortigen Top 3. Gefangen in der Musikmaschinerie, wollte sich das Quintett eine halbjährige Pause nehmen, die länger und länger wurde. Acht Jahre nach der letzten Platte erscheint am 25. April „Embrace“. Eine erste Hörprobe gibt es bereits jetzt in Form der EP „Refugees“.

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Sophie Ellis-Bextor – Wanderlust

Nein, glorreich waren die letzten Jahre für Sophie Ellis-Bextor nicht. Nach ihrem fulminanten Durchbruch mit Songs wie „Groovejet (If This Ain’t Love)“ oder „Murder On The Dancefloor“ vor über einem Jahrzehnt, ebbte der Erfolg ab. Obwohl die nunmehr 34-jährige Britin zuletzt mit Musikgrößen wie Calvin Harris, Armin van Buuren oder Bob Sinclar zusammenarbeitete, nahm die Öffentlichkeit in ihrer Heimat davon kaum Notiz. In Osteuropa und Russland hingegen fand die Sängerin eine Anhängerschaft, die die Produktion ihres nunmehr fünften Albums „Wanderlust“ maßgeblich beeinflusste. Der Disco-Sound ist verschwunden und hat folkloristischen Klängen, denen sie auf den Reisen durch Osteuropa begegnete, Platz gemacht.

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School Of Language – Between The Suburbs

David Brewis ist ein Arbeitstier. Nicht nur, dass der Musiker aus dem britischen Sunderland mit seiner Band Field Music regelmäßig starke Alben veröffentlicht, er produzierte auch die neue Maximo Park-Platte „Too Much Information“, die am 31. Januar erscheint. Nun gibt es Brewis auch solo: „Old Fears“ heißt das Debüt seines Projektes School Of Language, das am 11. April auf den Markt kommt. Schon jetzt gibt es in Form von „Between The Suburbus“ einen ersten Vorgeschmack – vorläufig noch als Gratis-Download, zusätzlich auch als Download-Single erhältlich.

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