Schlagwort: Indielectro

Little Cub – Still Life

Das Zusammentreffen der treibenden musikalischen Kräfte hinter Little Cub 2013 vermengte familiäre Todesfälle, Re-Emigration und einen berühmten Londoner Techno-Club. Ähnlich komplex und doch in sich stimmig, verhält sich auch die Musik der Briten, die anfangs über E-Mail geschrieben wurde, bis Duncan Tootill seinen Platz an einer New Yorker Musikschule aufgab, um für die Band zurück in die Heimat zu gehen. Über ein Treffen in einem Buchladen kam schließlich der Vertrag mit Domino zustande, wo nun, einige Jahre später, das Debüt „Still Life“ erscheint.

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San Fermin – Belong

San Fermin sind so etwas wie eine Indie-Big-Band – sieben MusikerInnen und ebenso vielfältige wie bunte Einflüsse. Von Songwriter und Mastermind Ellis Ludwig-Leone gegründet und zusammengehalten, wurde aus dem einstigen Soloprojekt mit Sitz in Massachusetts längst eine unwahrscheinlich spannende Band, die immer wieder für Überraschungen gut ist. Zwei SängerInnen, Trompete, Violine und Saxophon sorgen neben dem typischeren Teil des Line-ups für ungewöhnliche Arrangements. Das bereits dritte Album „Belong“ sprüht nur so vor Spielfreude.

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Cut Out Club – Cut Out Club

Tel Avivs erfrischen bunte Muskszene wirft acht besonders schräge Vögel ab. Cut Out Club spielen in verschiedenen Formationen zusammen und haben sich vor allem als Liveband einen hervorragenden Ruf erarbeitet. Aber auch auf Platte machen die Israelis unheimlich viel Laune. Rock’n’Roll, Funk, Glam und Disco geben sich auf dem schlicht „Cut Out Club“ betitelten Album die Klinke in die Hand. Zeit für eine riesige Party!

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The Invisible – Patience

Die bloße Existenz von „Patience“ ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Während den Aufnahmen zum Vorgänger „Rispah“ starb Dave Okumus Mutter, kurz vor Album-Veröffentlichung erlitt er einen lebensbedrohlichen Stromschlag auf der Bühne. Aber auch diverse Nebenschauplätze holten die Musiker ein, darunter Performances als Backingband (Adele, Lianne La Havas), Verpflichtungen in anderen Gruppen und Producer-Arbeiten. Nun sind sie endlich wieder da: als The Invisible.

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The Kills – Ash & Ice

Stolze fünf Jahre sind seit dem Release von „Blood Pressure“ vergangen. Beinahe wäre es das letzte Kills-Album in dieser Form gewesen, denn Gitarrist und Songwriter Jamie Hince musste nach mehreren Handoperationen um seine Profession bangen. Erfreulicherweise geht es nun doch weiter, wobei jene elektronische Spielereien, die Hince in Zeiten der Ungewissheit auf seinem iPad unternahm, auch auf „Ash & Ice“ ihre Verwendung finden.

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Recreations – Baby Boomers 2

Get Cape. Wear Cape. Fly ist tot, es lebe Recreations. Sam Duckworth hat sich ein neues Pseudonym zugelegt, das musikalisch eine Spur lockerer und elektronischer unterwegs ist, sich dabei seinen Songwriter-Ethos aber bewahrt. Unter neuem Moniker kündigt er nun direktere, emotionalere Texte an, nimmt sogar das Unwort ‚Emo‘ in den Mund. „Baby Boomers 2“ könnte sein „Digital Ash In A Digital Urn“ werden.

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White Arrows – In Bardo

Seine ersten musikalischen Gehversuche unternahm Sänger und Gitarrist Mickey Church auf einem batteriebetriebenen Keyboard. Über Freunde gelangte der Track bis zu verschiedenen Plattenfirmen, deren Angebote der junge Mann aus Los Angeles jedoch ausschlug, um zunächst die Schule abzuschließen. 2012 erschien schließlich das Debütalbum seiner Band White Arrows, die seither zum Festival-Dauergast wurde und unter anderem das Coachellla beehren durfte. „In Bardo“ ist nun das große Follow-Up-Werk.

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Clap Your Hands Say Yeah – Only Run

Clap Your Hands Say Yeah – war das nicht die Band mit der raspeligen Fistelstimme? „In This Home On Ice“, „The Skin Of My Yellow Country Teeth“ und „Satan Said Dance“; Alec Ounsworth lebt die Zukunft jetzt – und das ohne Band. Die Brüder Lee und Tyler Sargent sowie Robbie Guertin stiegen 2012 aus, womit dem 36jährigen aus Philadelphia nur noch Schlagzeuger Sean Greenhalgh zur Seite steht. Für Ounsworth ist das kein Problem, er nimmt auch weitestgehend autark spannende Platten auf. Album Nummer Vier, „Only Run“, wehrt sich einmal mehr gegen sämtliche Kategorisierungsversuche.

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Bombay Bicycle Club – So Long, See You Tomorrow

Es gab sie tatsächlich, die erste Minipause im Schaffen des Bombay Bicycle Club. Nachdem die Mittzwanziger zuvor drei Alben innerhalb von 25 Monaten veröffentlicht hatten, wurde durchgeatmet und Anlauf genommen. Die jungen Briten fangen quasi von vorne an und präsentieren ein Konzeptalbum, für das man eineinhalb Jahre und neue Ideen investierte. Keyboards, Loops und Synthetik sind ein fixer Bestandteil von „So Long, See You Tomorrow“, mit dem sich Jack Steadman und Konsorten von Indie, Akustik und Folk ein wenig distanzieren.

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Delphic – Baiya

Mit ihrer eingängigen Mischung aus Indie Rock und Electro-Klängen überzeugten Delphic nicht nur Kritiker, in UK verkaufte sich ihr Debütalbum „Acolyte“ in die Top 10, während es hierzulande – keine Verwunderung – bestenfalls verhalten lief. Seit dem Release sind ziemlich genau drei Jahre vergangen, die unter anderem mit der Veröffentlichung von „Good Life“, einer von fünf offiziellen Singles zu den Olympischen Sommerspielen in London, gefüllt wurde. Für das zweite Album „Collections“ gestaltet sich der Sound nun offener: weniger Rock, mehr Electro, dazu ein wenig RnB und House. Zeitlich erscheint „Baiya“ als Download-Single.

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