Schlagwort: New Wave

Keep Dancing Inc

Keep Dancing Inc – Embrace

Drei junge Franzosen bringen Europa wieder das Tanzen bei. Die Mitglieder von Keep Dancing Inc sind erst relativ frisch in ihren Zwanzigern angekommen und veröffentlichten bereits zwei hochklassige EPs, welche die 80er Jahre zurückholten. Das wäre an sich jetzt keine große Neuerung, bloß könnte der Synthie-Sound mit kräftigem New-Wave-Einschlag trotz exakter Zurückverfolgung auf vornehmlich britische Vorväter kaum eingenständiger klingen. Ihre ureigene Vision von Pop und Electro propagieren die Pariser nun erstmals auf Albumlänge in Form von „Embrace“.

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XTR Human

XTR Human – Interior

Eile wird überbewertet, und so ließen sich XTR Human nach ihrem Debütalbum „Atavism“ ordentlich Zeit. Die drei Wahl-Berliner tourten in den sechs Jahren seither fleißig und veröffentlichten eine packende EP, ansonsten hielt man sich mit Grüßen aus dem Studio zurück. Neue Ideen, neue Songs mussten erst reifen, und genau das ist jetzt passiert. „Interior“ dreht sich um Reflektion, um Zerrissenheit und Entfremdung. Dem düster-euphorischen Sound zwischen Post Punk, Indie Rock, Wave und Shoegaze bekommt das prima.

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One True Pairing

One True Pairing – One True Pairing

Nach dem Ende von Wild Beasts fiel Tom Fleming erst einmal in ein tiefes Loch. Er sah sich plötzlich mit seiner Realität konfrontiert, die von gesundheitlichen Problemen und Geldsorgen begleitet war. Er verbrachte einige Tage, wie betäubt, in einem Pub, bevor er sich aus eigener Kraft aus dem Nebel der plötzlichen Leere befreite und zur Musik zurückkehrte. Als One True Pairing ist er nach Hayden Thorpe nun das zweite auf Solopfaden wandelnde Biest. Sein eponymes Debüt setzt sich mit der Wut, Orientierungs- und Richtungslosigkeit seiner britischen Heimat auseinander.

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Subshine

Subshine – Easy Window

Lorraine dürfte dem einen oder anderen noch ein Begriff sein. Die Norweger, später auch als Blackroom bekannt, hatten Anfang der 2000er ein paar kleinere Hits („Heaven“, „I Feel It“) und begleiteten unter anderem Mew und Pet Shop Boys auf Tour. Ole Gunnar Gunderson ist mittlerweile solo unterwegs und widmet sich als Subshine 80s-Pop mit Wave-Einflüssen und einem Hauch von Americana. Entsprechend abwechslungsreich und eingängig gestaltet sich das Debütalbum „Easy Window“.

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Drab Majesty

Drab Majesty – Modern Mirror

Wenn Andrew Clinco nicht gerade am Drum-Hocker von Marriages parkt, widmet er sich unter seinem androgynen Alter Ego Deb DeMure feinsinnigen Synthie- und Wave-Klängen. Drab Majesty tauchen tief in die Reverb-behafteten 80er Jahre ein und lassen sich auf vorzüglichen Klangwolken tragen. „Modern Mirror“, das zweite Album dieses Albums, taucht tief in herrlich anderweltliche und doch vertraute Sounds ein.

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Holygram

Holygram – Modern Cults

Wie so viele andere Künstler (momentan) auch, tauchen Holygram tief in die 80er Jahre ein. Die Kölner beziehen ihre Inspiration aus Post Punk und New Wave, mit etwas Shoegaze und Krautrock gestreckt. Zwischen Düsternis, Tanzbarkeit und etwas Fernweh gefangen, bauen die fünf Newcomer erfolgreich auf ihrer erst 2016 erschienenen ersten EP auf. „Modern Cults“ ist der passende Titel ihres Debütalbums.

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Simple Minds – Walk Between Worlds

Während Schottland heutzutage in populärmusikalischer Hinsicht alles andere als ein unbeschriebenes Blatt ist und viele gute bis großartige Bands, wie Franz Ferdinand, Biffy Clyro, Chvrches, oder Big Country, aus dem britannischen Norden stammen, sah die Lage Ende der 70er wesentlich düsterer aus. Lange Zeit galt Schottland hauptsächlich als Heimat des Dudelsacks – doch 1978 traten die Simple Minds auf die Bildfläche, und mit ihnen unzählige New Wave- und Pop-Hits, wie „Don’t You (Forget About Me)“, „Alive & Kicking“, „Belfast Child“ oder „Let There Be Love“. Auch wenn es um das Sextett um Sänger Jim Kerr zuletzt etwas ruhiger wurde, kann man dem letzten Studioalbum „Big Music“ eine hohe Qualität nicht absprechen und 2018 setzen sie mit „Walk Between Worlds“ noch mal einen drauf.

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Dreamcar – Dreamcar

No Doubt ohne Sängerin Gwen Stefani, dafür verstärkt durch das Organ von AFI-Vokalist Davey Havok? Zumindest von der Besetzung her könnte man das US-amerikanische Quartett Dreamcar auf diese simple Weise umschreiben, den musikalischen Kern würde man damit aber nur unzureichend treffen. Die 2014 gegründete Band erinnert nämlich allerhöchstens dezent an den punkigen Pop-Rock von No Doubt, während Post-Hardcore à la AFI hier gar keine Rolle spielt. Stattdessen geht die Reise auf dem Debütalbum „Dreamcar“ zurück in die 80er: New Wave, Post Punk und besonders New Romantic geben hier musikalisch den Ton an, angereichert durch einen dezenten Zuckerguss neuzeitlicher Elemente. Ob Dreamcar im Zuge des grassierenden 80er-Booms mit dieser Mischung eigene Akzente setzen können?

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Blondie – Pollinator

Als Sängerin Deborah Harry und Gitarrist Chris Stein vor 43 Jahren die US-Band Blondie gründeten, war die New Wave-Bewegung noch nicht mal in ihren Kinderschuhen. Neben Größen wie Ultravox und The Human League waren es schließlich Blondie selbst, die dieser Musikrichtung zum Durchbruch wie auch zum Ruhm verholfen haben. Nach der Trennung 1982 und dem Comeback mit dem 1999er Hit „Maria“, wurde es jedoch wieder ruhiger um Blondie. Die letzten beiden Alben „The Curse Of Blondie“ (2003) und „Panic Of Girls“ (2011) floppten, so dass man anno 2017 beinahe von einem weiteren Neustart sprechen kann. Passend dazu wurde das neue Werk „Pollinator“ in ungewohnter Umgebung eingespielt – es handelt sich um das letzte Album, das im New Yorker Studio „The Magic Shop“, den heiligen Hallen David Bowies, vor deren Schließung aufgenommen wurde.

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Fufanu – Sports

Kaktus Einarsson und Gulli Einarsson sind Schulfreunde, nicht verwandt, die sich 2008 trafen und schnell eine enge musikalische Verbindung aufbauten. Bei Studio-Sessions gaben sie sich den Namen Captain Fufanu (der Captain ist mittlerweile von Bord gegangen), später waren sie als DJs in Reykjavik tätig und wurden schließlich von Damon Albarn zu Aufnahmen und auf Tour eingeladen. In der Zwischenzeit zur Band gewachsen, entdecken Fufanu auf „Sports“ ihr Faible für Post Punk und New Wave der 80er Jahre.

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