Schlagwort: New Wave

Billy Zach

Billy Zach – Struggle On

„Shallow“ – ein Begriff, der mit der Musik von Billy Zach nichts zu tun hat, dennoch die perfekte Überschrift für ihr Debütalbum war. Die schrubbende Düsternis ihrer Post Punk-Visionen, gepaart mit Garage-Gitarren und finsteren Wave-Exkursen, erzeugte direkt einen Sturm im Wasserglas. Nun wird nachgelegt, und zwar in besonders ausladender Form. 73 Minuten Musik bäumen sich auf, wenn „Struggle On“ landet. Ist es tatsächlich ein Kampf, mit dieser Unmenge an neuem Material zu Rande zu kommen? Ja, aber eigentlich nein, so die etatmäßig uneindeutige Antwort.

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Pale Honey

Pale Honey – Some Time, Alone

Die überaus sympathischen Pale Honey zeigen einmal mehr, dass Göteborg längst nicht nur reine Melodic-Death-Metal-Heimatstadt ist. Der Sound der Schweden wirkt im besten Sinne eigentümlich – schroffer, traumwandlerischer Alternative Rock mit deutlichem Pop- und sogar Electro-Einschlag. Für ihr drittes Album wollte das Trio so ehrlich und mutig wie noch nie sein. Eben jenes Selbstbewusstsein ist auf „Some Time, Alone“ omnipräsent.

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Keep Dancing Inc

Keep Dancing Inc – Embrace

Drei junge Franzosen bringen Europa wieder das Tanzen bei. Die Mitglieder von Keep Dancing Inc sind erst relativ frisch in ihren Zwanzigern angekommen und veröffentlichten bereits zwei hochklassige EPs, welche die 80er Jahre zurückholten. Das wäre an sich jetzt keine große Neuerung, bloß könnte der Synthie-Sound mit kräftigem New-Wave-Einschlag trotz exakter Zurückverfolgung auf vornehmlich britische Vorväter kaum eingenständiger klingen. Ihre ureigene Vision von Pop und Electro propagieren die Pariser nun erstmals auf Albumlänge in Form von „Embrace“.

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XTR Human

XTR Human – Interior

Eile wird überbewertet, und so ließen sich XTR Human nach ihrem Debütalbum „Atavism“ ordentlich Zeit. Die drei Wahl-Berliner tourten in den sechs Jahren seither fleißig und veröffentlichten eine packende EP, ansonsten hielt man sich mit Grüßen aus dem Studio zurück. Neue Ideen, neue Songs mussten erst reifen, und genau das ist jetzt passiert. „Interior“ dreht sich um Reflektion, um Zerrissenheit und Entfremdung. Dem düster-euphorischen Sound zwischen Post Punk, Indie Rock, Wave und Shoegaze bekommt das prima.

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One True Pairing

One True Pairing – One True Pairing

Nach dem Ende von Wild Beasts fiel Tom Fleming erst einmal in ein tiefes Loch. Er sah sich plötzlich mit seiner Realität konfrontiert, die von gesundheitlichen Problemen und Geldsorgen begleitet war. Er verbrachte einige Tage, wie betäubt, in einem Pub, bevor er sich aus eigener Kraft aus dem Nebel der plötzlichen Leere befreite und zur Musik zurückkehrte. Als One True Pairing ist er nach Hayden Thorpe nun das zweite auf Solopfaden wandelnde Biest. Sein eponymes Debüt setzt sich mit der Wut, Orientierungs- und Richtungslosigkeit seiner britischen Heimat auseinander.

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Subshine

Subshine – Easy Window

Lorraine dürfte dem einen oder anderen noch ein Begriff sein. Die Norweger, später auch als Blackroom bekannt, hatten Anfang der 2000er ein paar kleinere Hits („Heaven“, „I Feel It“) und begleiteten unter anderem Mew und Pet Shop Boys auf Tour. Ole Gunnar Gunderson ist mittlerweile solo unterwegs und widmet sich als Subshine 80s-Pop mit Wave-Einflüssen und einem Hauch von Americana. Entsprechend abwechslungsreich und eingängig gestaltet sich das Debütalbum „Easy Window“.

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Drab Majesty

Drab Majesty – Modern Mirror

Wenn Andrew Clinco nicht gerade am Drum-Hocker von Marriages parkt, widmet er sich unter seinem androgynen Alter Ego Deb DeMure feinsinnigen Synthie- und Wave-Klängen. Drab Majesty tauchen tief in die Reverb-behafteten 80er Jahre ein und lassen sich auf vorzüglichen Klangwolken tragen. „Modern Mirror“, das zweite Album dieses Albums, taucht tief in herrlich anderweltliche und doch vertraute Sounds ein.

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Holygram

Holygram – Modern Cults

Wie so viele andere Künstler (momentan) auch, tauchen Holygram tief in die 80er Jahre ein. Die Kölner beziehen ihre Inspiration aus Post Punk und New Wave, mit etwas Shoegaze und Krautrock gestreckt. Zwischen Düsternis, Tanzbarkeit und etwas Fernweh gefangen, bauen die fünf Newcomer erfolgreich auf ihrer erst 2016 erschienenen ersten EP auf. „Modern Cults“ ist der passende Titel ihres Debütalbums.

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Simple Minds – Walk Between Worlds

Während Schottland heutzutage in populärmusikalischer Hinsicht alles andere als ein unbeschriebenes Blatt ist und viele gute bis großartige Bands, wie Franz Ferdinand, Biffy Clyro, Chvrches, oder Big Country, aus dem britannischen Norden stammen, sah die Lage Ende der 70er wesentlich düsterer aus. Lange Zeit galt Schottland hauptsächlich als Heimat des Dudelsacks – doch 1978 traten die Simple Minds auf die Bildfläche, und mit ihnen unzählige New Wave- und Pop-Hits, wie „Don’t You (Forget About Me)“, „Alive & Kicking“, „Belfast Child“ oder „Let There Be Love“. Auch wenn es um das Sextett um Sänger Jim Kerr zuletzt etwas ruhiger wurde, kann man dem letzten Studioalbum „Big Music“ eine hohe Qualität nicht absprechen und 2018 setzen sie mit „Walk Between Worlds“ noch mal einen drauf.

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Dreamcar – Dreamcar

No Doubt ohne Sängerin Gwen Stefani, dafür verstärkt durch das Organ von AFI-Vokalist Davey Havok? Zumindest von der Besetzung her könnte man das US-amerikanische Quartett Dreamcar auf diese simple Weise umschreiben, den musikalischen Kern würde man damit aber nur unzureichend treffen. Die 2014 gegründete Band erinnert nämlich allerhöchstens dezent an den punkigen Pop-Rock von No Doubt, während Post-Hardcore à la AFI hier gar keine Rolle spielt. Stattdessen geht die Reise auf dem Debütalbum „Dreamcar“ zurück in die 80er: New Wave, Post Punk und besonders New Romantic geben hier musikalisch den Ton an, angereichert durch einen dezenten Zuckerguss neuzeitlicher Elemente. Ob Dreamcar im Zuge des grassierenden 80er-Booms mit dieser Mischung eigene Akzente setzen können?

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