Schlagwort: Pop/Rock

Eliza Shaddad

Eliza Shaddad – The Woman You Want

Im Abspann des britischen Netflix-Thrillers „Behind Her Eyes“ ertönte eine magische, beschwörende Version des Nina Simone-Klassikers „Don’t Let Me Be Misunderstood“. Die Stimme dahinter: Eliza Shaddad, Kind einer sudanesischen Astrophysikerin und eines schottischen Diplomaten, in sieben verschiedenen Ländern aufgewachsen. Entsprechend ‚globalisiert‘ wirkt ihr Sound, der das Beste aus Indie, Pop, Rock, Folk, Singer/Songwriter und Art mitbringt. „The Woman You Want“ ist ihr zweites Studioalbum, das sich abermals auf keinen bestimmten Sound festlegen lassen will.

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Charli Adams

Charli Adams – Bullseye

Charli Adams nützt die Kraft der Musik, um ihren toxischen Wurzeln endgültig zu entfliehen. Sie wuchs in überaus konservativen Kreisen in Alabama auf und versuchte stets, es allen anderen recht zu machen, anstatt ihre eigene Identität zu finden. Ein Umzug nach Nashville, einhergehend mit dem Start ihrer Musikkarriere, ließ Adams aufblühen und sorgte für umfassendes Kritikerlob. Entsprechend ringt sie auf ihrem Debütalbum mit gewaltigen Vorschusslorbeeren, die Vergleiche mit Phoebe Bridgers, Taylor Swift und beabadoobee heraufbeschwören. „Bullseye“ spielt sich von allem frei.

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Garbage

Garbage – No Gods No Masters

So etwas wie Stress oder unnötige Eile kennen Garbage nicht. Shirley Manson, Butch Vig und Konsorten lassen ordentlich Zeit zwischen ihren Platten vergehen, „Strange Little Birds“ hat fast auf den Tag genau fünf Jahre auf dem Buckel. Jetzt ist das Alternative-Quartett doch wieder da und kann nach mehr als einem Vierteljahrhundert im Geschäft tatsächlich noch überraschen. „No Gods No Masters“ ist ein Werk, das auf musikalischer sowie textlicher Ebene teils unerwartete Wege geht und damit alles richtig macht.

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James

James – All The Colours Of You

Die unkaputtbaren James bestehen bereits seit 1982, eine mehrjährige Pause nach dem zwischenzeitlichen Ausstieg von Sänger Tim Booth ausgeklammert, und sind aktuell in bestechender Form. Sie schwammen einst auf der großen Madchester-Welle mit und sind weiterhin eine Indie-Institution, die zumindest in der britischen Heimat regelmäßig für Top-10-Alben sorgt. Die Aufnahmen zu „All The Colours Of You“ zogen sich ein wenig, zumal der Frontmann seit geraumer Zeit in den USA lebt. Irgendwann fanden sich die sieben Musiker doch zusammen für ein Werk, hinter dessen gewohnt großen Melodien bissige, pointierte Texte stecken.

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Benny Sings

Benny Sings – Music

Tim van Berkestijn ist wohl einer der bekanntesten Unbekannten im weiten Alternative-Pop-Feld. 1999 nahm der Niederländer den Bühnennamen Benny Sings an, damals noch als Bassist von Abstract Dialect. Seit 2003 veröffentlicht van Berkestijn Soloalben und gilt zudem als beliebter Songwriter, Produzent und Kollaborateur für so unterschiedlische Musiker wie Mayer Hawthorne, Mac DeMarco und Rex Orange County, an dessen Platin-Single „Love Is Easy“ er mitwirkte. Davon komplett unbeeindruckt, landet nun bereits das achte Studiowerk, schlicht und ergreifend „Music“ genannt.

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You Me At Six

You Me At Six – Suckapunch

Seit einem Jahrzehnt sind You Me At Six Dauergäste in den britischen Album-Top-10. Freilich hat sich der Sound des Quintetts mittlerweile deutlich gewandelt. Von den Anfängen zwischen Pop-Punk und Emo blieb wenig übrig, man experimentierte immer mehr und tauchte verstärkt in tanzbare Gefilde ab, ohne dabei auf Gitarren zu verzichten. Den vorläufigen Höhepunkt dieser Entwicklung bildet das siebte Album der Band. „Suckapunch“ ist noch elektronischer, spielt zugleich mit HipHop und RnB, bleibt dabei aber stets eine Rock-Platte. Mehr oder minder.

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King Mothership

King Mothership – The Ritual

Zwischen den ersten beiden Alben seiner Hauptband Periphery begann Sänger Spencer Sotelo still und heimlich mit den Arbeiten an einem Soloprojekt. Sotelo veröffentlichte ein paar Demos über Soundcloud, bevor er keinen Bock mehr auf die eingeschlagene Richtung hatte und die Songs ins Archiv packte. Immer wieder von Fans darauf angesprochen, grub er die Sessions vor ein paar Jahren erneut aus und entschloss sich, das King Mothership getaufte Soloprojekt zu komplettieren und neu abzumischen. Neun Jahre nach der ersten geschriebenen Note landet „The Ritual“ nun endlich.

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Ali Barter

Ali Barter – Hello, I’m Doing My Best

Was, wenn sich Avril Lavigne nach ihrem Debütalbum entschlossen hätte, ihrer Musik Ecken und Kanten zu verpassen? Vermutlich wäre sie heute dort angelangt, wo sich aktuell Ali Barter befindet. Die australische Sängerin, Songwriterin und Gitarristin erinnert mit ihrem kompromisslosen Pop/Rock-Vibe, der durchaus aus den frühen 2000ern stammen könnte, unter anderem an Charly Bliss. Auf ihrem zweiten Album „Hello, I’m Doing My Best“ zeigt sie sich nicht ganz so wütend und angsty wie zuletzt, bleibt aber angriffslustig, introspektiv und selbstironisch.

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Zac

Zac – Zac

„Thou shalt not judge a book by its cover“ – Scroobius Pip weiß, wovon er spricht. Die Band Zac hatte er dabei allerdings sicher nicht im Hinterkopf. Giuda-Kreativkopf Lorenzo Moretti und Multi-Instrumentalist Tiziano Tarli widmen sich unter diesem ominösen Namen Beat- und Mod-Musik der 60s und 70s. Diese Musikrichtung würde man nun nicht gerade in Italien vermuten, das Label kommt immerhin aus London und das Debütalbum heißt wie die Band. Alles klar? Nein? Auch egal.

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Muse – Simulation Theory

Wie interessant und/oder relevant sind Muse 2018 überhaupt noch? Zumindest vom Rock-Radar scheinen sie mittlerweile komplett verschwunden und in einem Sumpf aus Grandezza und kruden Abhandlungen über Science-Fiction und Verschwörungstheorien untergegangen zu sein. Und dann, siehe da, erscheint die eine oder andere Single mit Unterhaltungswert, wenngleich meilenwert von der kreativen Hochphase der ersten vier Alben entfernt. Reicht das für eine kleine Renaissance? „Simulation Theory“ simuliert den kreativen Ernstfall.

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