Schlagwort: Pop/Rock

Zac

Zac – Zac

„Thou shalt not judge a book by its cover“ – Scroobius Pip weiß, wovon er spricht. Die Band Zac hatte er dabei allerdings sicher nicht im Hinterkopf. Giuda-Kreativkopf Lorenzo Moretti und Multi-Instrumentalist Tiziano Tarli widmen sich unter diesem ominösen Namen Beat- und Mod-Musik der 60s und 70s. Diese Musikrichtung würde man nun nicht gerade in Italien vermuten, das Label kommt immerhin aus London und das Debütalbum heißt wie die Band. Alles klar? Nein? Auch egal.

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Muse – Simulation Theory

Wie interessant und/oder relevant sind Muse 2018 überhaupt noch? Zumindest vom Rock-Radar scheinen sie mittlerweile komplett verschwunden und in einem Sumpf aus Grandezza und kruden Abhandlungen über Science-Fiction und Verschwörungstheorien untergegangen zu sein. Und dann, siehe da, erscheint die eine oder andere Single mit Unterhaltungswert, wenngleich meilenwert von der kreativen Hochphase der ersten vier Alben entfernt. Reicht das für eine kleine Renaissance? „Simulation Theory“ simuliert den kreativen Ernstfall.

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Thomas Dybdahl – All These Things

Nach den nicht enden wollenden Arbeiten an „The Great Plains“, einer Annäherung an musikalischen Perfektionismus, wollte es Thomas Dybdahl nun ganz genau wissen. Und deutlich schneller. Gemeinsam mit allerlei Studio-Prominenz – darunter Musiker, welche mit so illustren Künstlern wie Fiona Apple, Tracy Chapman und Sheryl Crow aufnahmen – klatschte er „All These Things“ förmlich hin. Bloß hört man das dieser überaus smoothen, bluesig und jazzig angehauchten Singer/Songwriter-Platte überhaupt nicht an.

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MIK – New Room

Über ein Jahrzehnt schlug Mik Tanczos mit seiner Band Zeronic die Brücke zwischen Radio-Hit und Alternative-Charme. Nun bewegt sich der Sänger, Songwriter, Produzent und Multiinstrumentalist auf Solopfaden. Sein Debüt „New Room“, in der österreichischen Heimat bereits vor ein paar Monaten erschienen, schafft endlich den verdienten Weg nach Deutschland. Nun unter dem Künstlernamen MIK unterwegs, denkt Tanczos den Zeronic-Sound weiter.

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Kim Wilde – Here Come The Aliens

Die neben Madonna und Tina Turner hierzulande erfolgreichste englischsprachige Sängerin der 80er Jahre meldet sich zurück! Die Rede ist natürlich von Kim Wilde, der damals das Kunststück glückte, nach ihrer erfolgreichen New Wave-lastigen Frühphase zur Hochzeit des Synthie-Pops Mitte der 80er ein furioses Comeback hinzulegen. Nachdem es in den 90ern ruhiger um die Britin wurde, gab es 2010 und 2011 mit den Alben „Come Out And Play“ und „Snapshots“ die letzten beiden Comeback-Versuche – zumindest mit Ersterem gelang ihr in Deutschland ein Top 10-Erfolg. Jetzt, nach einer weiteren längeren Pause, will sie es noch mal so richtig wissen: „Here Come The Aliens“ ist musikalisch nicht nur eine Rückbesinnung auf ihre Frühphase, sondern auch der Beweis, dass die wilde Kim auch auf rockigem Terrain bestehen kann.

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The Cranberries – Something Else

Best-Of-Alben sind für langjährige Fans oft eine zwiespältige Sache. Wer sämtliche Alben einer Band besitzt, der benötigt die Zusammenstellung der größten Hits nicht, hat andererseits aber natürlich Interesse an den zumeist ein bis zwei neuen Songs der Greatest Hits-Scheiben?. Derartige Konflikte werden bei „Something Else“, der neuen Best Of-CD der Cranberries, gar nicht erst aufkommen. Da die vier Iren mit „Stars – The Best Of 1992 – 2002“ und „Dreams – The Collection“ aus dem Jahr 2013 bereits zwei reguläre Greatest Hits-Scheiben veröffentlicht haben, handelt es sich bei der neuen Scheibe um etwas Besonderes: Die Hits der Band und drei neue Songs finden sich darauf nämlich – und hier wird es auch für Alt-Fans interessant – in völlig neu arrangierten, orchestralen Akustikversionen.

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Pictures – Promise

Hamburg, Berlin, Bad Ems bei Koblenz. Jonas, Union Youth, das Umfeld von Blackmail. Die vier Herren hinter Pictures sind geographisch weit voneinander entfernt und musikalisch doch so nahe beisammen. Man spielte und arbeitete in verschiedenen Konstellationen zusammen, zwischendurch mit einer knappen Dekade Pause. Nun also Pictures, das neue Projekt, sogleich mit einer Doku („Die Könige der Welt“ erscheint im Laufe des Jahres) und dem Debütalbum „Promise“ vorgestellt.

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Deacon Blue – Believers

Hoffnung in einer unsicheren Zukunft. Zwei Seiten – und die stetige Problematik, sich für eine von beiden zu entscheiden. Deacon Blue, die schottische Band, die nun auch schon seit 30 Jahren als ein Garant für eingängige Popmusik mit Botschaft gilt, beschäftigt sich auf ihrem neuem Album mit den ganz großen Themen, die derzeit die Welt bewegen. Dabei beziehen sie klar Position, auf welcher Seite sie stehen wollen – und das ist nicht jene Seite, auf der die besorgten Bürger mit ihrer egozentrischen Weltsicht und Angst vor Veränderungen stehen, sondern jene, auf der man an eine bessere Zukunft glaubt und sich für diese auch stark macht. So hat das neue Werk, das nach „The Hipsters“ und „A New House“ den dritten Teil einer Trilogie darstellt, dann auch prompt den passenden Namen „Believers“ erhalten.

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I Am Jerry – Habicht

I Am Jerry wollten jenes Album aufmnehmen, das sie in Deutschland vermissen. Die vier Herren aus Sprockhövel und Bochum kennen sich bereits seit der Schulzeit und sammelten in knapp zehn Jahren über 100 Songs an. Zwölf davon landen nun auf dem Debütalbum „Habicht“, das mit klassischen Genre-Schubladen bricht. Pop, Indie, Alternative, Electro, Synth und handgespielte HipHop-Beats überraschen auf kuriose Weise, und das stets aufs Neue.

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Haley Bonar – Impossible Dream

Dass Haley Bonar einst halbwegs im Low-Fahrwasser unterwegs war, hört man heute kaum. Mittlerweile vermischt die US-Amerikanerin Pop/Rock mit Indie- und Alternative-Klängen, dazu gesellen sich kleinere Überreste ihrer früheren Karriere. „Last War“, ihr Einstand für Memphis Industries, trumpfte vor knapp zwei Jahren mit einer Reihe richtig guter, kleiner Songperlen auf. Bonar baut mit „Impossible Dream“ darauf auf und öffnet sich endgültig.

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