Schlagwort: Pop/Rock

Deacon Blue – Believers

Hoffnung in einer unsicheren Zukunft. Zwei Seiten – und die stetige Problematik, sich für eine von beiden zu entscheiden. Deacon Blue, die schottische Band, die nun auch schon seit 30 Jahren als ein Garant für eingängige Popmusik mit Botschaft gilt, beschäftigt sich auf ihrem neuem Album mit den ganz großen Themen, die derzeit die Welt bewegen. Dabei beziehen sie klar Position, auf welcher Seite sie stehen wollen – und das ist nicht jene Seite, auf der die besorgten Bürger mit ihrer egozentrischen Weltsicht und Angst vor Veränderungen stehen, sondern jene, auf der man an eine bessere Zukunft glaubt und sich für diese auch stark macht. So hat das neue Werk, das nach „The Hipsters“ und „A New House“ den dritten Teil einer Trilogie darstellt, dann auch prompt den passenden Namen „Believers“ erhalten.

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I Am Jerry – Habicht

I Am Jerry wollten jenes Album aufmnehmen, das sie in Deutschland vermissen. Die vier Herren aus Sprockhövel und Bochum kennen sich bereits seit der Schulzeit und sammelten in knapp zehn Jahren über 100 Songs an. Zwölf davon landen nun auf dem Debütalbum „Habicht“, das mit klassischen Genre-Schubladen bricht. Pop, Indie, Alternative, Electro, Synth und handgespielte HipHop-Beats überraschen auf kuriose Weise, und das stets aufs Neue.

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Haley Bonar – Impossible Dream

Dass Haley Bonar einst halbwegs im Low-Fahrwasser unterwegs war, hört man heute kaum. Mittlerweile vermischt die US-Amerikanerin Pop/Rock mit Indie- und Alternative-Klängen, dazu gesellen sich kleinere Überreste ihrer früheren Karriere. „Last War“, ihr Einstand für Memphis Industries, trumpfte vor knapp zwei Jahren mit einer Reihe richtig guter, kleiner Songperlen auf. Bonar baut mit „Impossible Dream“ darauf auf und öffnet sich endgültig.

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Garbage – Strange Little Birds

Mit Garbage ist es schon ein kleines Kuriosum. Da sind Shirley Manson, Butch Vig und Konsorten immer wieder jahrelang weg, tauchen plötzlich auf und werden für ihren nach wie vor frischen Sound verdient bejubelt. Wer sich über zwei Dekaden immer wieder neu erfindet und sich dabei dennoch treu bleibt, hat das auch verdient. „Strange Little Birds“ kehrt stellenweise ein wenig zur musikalischen Präsentation des Debüts zurück und setzt verstärkt auf Elektronik.

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LFNT – Time To Bleed

Als Teil von Asaf Avidan & The Mojos hatte Ran Nir einen tanzbaren, wankelmütigen Welthit. Während Avidan seit dem Split solo weitermacht, kümmert sich Nir um die Belange seiner Band LFNT, bei der er auch den Gesang übernimmt. Ein erstes Album wurde 2012 in der israelischen Heimat veröffentlicht, der Nachfolger entstand rund um den Umzug nach Berlin. „Time To Bleed“ spielt sämtliche Pop/Rock-Stückchen, ist dabei aber eigenständig und anspruchsvoll genug, um sich von der gängigen Radiopampe abzuheben.

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Graham Candy – Plan A

In seiner Jugend schwänzte Graham Candy die Schule, um eigene Songs zu schreiben. Als ihm sein Direktor zu einer Ausbildung und einem Plan B riet, meinte der Neuseeländer keck, dass sein Plan A vollkommen ausreichen würde. Vor knapp zwei Jahren hatte Candy schließlich gemeinsam mit Alle Farben einen europaweiten Hit, in Deutschland mit Gold ausgezeichnet. Mittlerweile in Deutschland ansässig, erscheint nun das Debütalbum. Der Titel, natürlich: „Plan A“.

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Siamese – Siamese

Bloß keinen Trends folgen und Genre-Konventionen erst einmal konsequent ignorieren: Den Dänen Siamese ist ziemlich piepegal, was andere von ihnen halten. Was (Rock-)Musik ist, definiert das Sextetts für sich ganz neu. Zwischen balladeskem Pop und seltenen Post-Hardcore-Wutausbrüchen bedienen sie die ganze Palette. Ohne Verstärker und mit Zitaten aus der Rap-Welt statten sie nun ihr zweites Album „Siamese“ aus. Prog und Math duellieren sich mit RnB, Rock-Breitseiten treffen auf OneRepublic-Klänge – eine aufregende Grenzerfahrung.

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Trixie Whitley – Porta Bohemica

Stetes Pendeln zwischen Belgien und New York, erste Erfolge bereits mit 16, dazu gemeinsame Auftritte mit Marianne Faithful und Robert Plant – Trixie Whitleys Leben ist alles andere als langweilig. Die gebürtige Belgierin, Tochter des viel zu früh verstorbenen Blues-Musikers Chris Whitley, lebt heute in Brooklyn und versucht sich mit ihrem neuen Album „Porta Bohemica“ neuzuerfinden. Unter dem Banner der einstigen Zugverbindung zwischen Deutschland und Österreich lässt sich die 28jährige von ihren Reisen inspirieren.

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blek le roc – The Irony

Nach der Veröffentlichung des eponymen Debütalbums kam das Unternehmen blek le roc erst einmal ins Stocken. Das Label war Vergangenheit, die gemeinsame Bandzukunft ungewiss. Die drei Münchner beschlossen ungezwungen drauflos zu spielen und fanden sich wieder. „The Irony“ heißt ihre zweite Platte, produziert von Alex Klier (Die Ärzte, Sportfreunde Stiller), horbär von Notwist-Produzent Mario Thalers Handschrift durchzogen.

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Haley Bonar – Last War

Es ist eine Geschichte wie aus einem Film – zumindest anfangs. Bei einer Open Mic Night in Duluth, Minnesota entdeckte Low-Sänger Alan Sparhawk die damals 19jährige Haley Bonar und lud sie auf eine gemeinsame Tour ein. Nur eine Woche später begab sie sich auf eine Reise quer durch die USA. Seither sind mehr als zehn Jahre vergangen, in denen Bonar Album über Album veröffentlichte. Der ganz große Wurf gelang ihr zwar nie, der Wandel von Alternative Country und Slowcore hin zu deutlich bekömmlicheren (Indie) Pop/Rock-Klängen ist dafür geglückt. Mit „Last War“ ist sie nun bei Memphis Industries gelandet.

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