Schlagwort: Pop/Rock

Garbage – Strange Little Birds

Mit Garbage ist es schon ein kleines Kuriosum. Da sind Shirley Manson, Butch Vig und Konsorten immer wieder jahrelang weg, tauchen plötzlich auf und werden für ihren nach wie vor frischen Sound verdient bejubelt. Wer sich über zwei Dekaden immer wieder neu erfindet und sich dabei dennoch treu bleibt, hat das auch verdient. „Strange Little Birds“ kehrt stellenweise ein wenig zur musikalischen Präsentation des Debüts zurück und setzt verstärkt auf Elektronik.

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LFNT – Time To Bleed

Als Teil von Asaf Avidan & The Mojos hatte Ran Nir einen tanzbaren, wankelmütigen Welthit. Während Avidan seit dem Split solo weitermacht, kümmert sich Nir um die Belange seiner Band LFNT, bei der er auch den Gesang übernimmt. Ein erstes Album wurde 2012 in der israelischen Heimat veröffentlicht, der Nachfolger entstand rund um den Umzug nach Berlin. „Time To Bleed“ spielt sämtliche Pop/Rock-Stückchen, ist dabei aber eigenständig und anspruchsvoll genug, um sich von der gängigen Radiopampe abzuheben.

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Graham Candy – Plan A

In seiner Jugend schwänzte Graham Candy die Schule, um eigene Songs zu schreiben. Als ihm sein Direktor zu einer Ausbildung und einem Plan B riet, meinte der Neuseeländer keck, dass sein Plan A vollkommen ausreichen würde. Vor knapp zwei Jahren hatte Candy schließlich gemeinsam mit Alle Farben einen europaweiten Hit, in Deutschland mit Gold ausgezeichnet. Mittlerweile in Deutschland ansässig, erscheint nun das Debütalbum. Der Titel, natürlich: „Plan A“.

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Siamese – Siamese

Bloß keinen Trends folgen und Genre-Konventionen erst einmal konsequent ignorieren: Den Dänen Siamese ist ziemlich piepegal, was andere von ihnen halten. Was (Rock-)Musik ist, definiert das Sextetts für sich ganz neu. Zwischen balladeskem Pop und seltenen Post-Hardcore-Wutausbrüchen bedienen sie die ganze Palette. Ohne Verstärker und mit Zitaten aus der Rap-Welt statten sie nun ihr zweites Album „Siamese“ aus. Prog und Math duellieren sich mit RnB, Rock-Breitseiten treffen auf OneRepublic-Klänge – eine aufregende Grenzerfahrung.

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Trixie Whitley – Porta Bohemica

Stetes Pendeln zwischen Belgien und New York, erste Erfolge bereits mit 16, dazu gemeinsame Auftritte mit Marianne Faithful und Robert Plant – Trixie Whitleys Leben ist alles andere als langweilig. Die gebürtige Belgierin, Tochter des viel zu früh verstorbenen Blues-Musikers Chris Whitley, lebt heute in Brooklyn und versucht sich mit ihrem neuen Album „Porta Bohemica“ neuzuerfinden. Unter dem Banner der einstigen Zugverbindung zwischen Deutschland und Österreich lässt sich die 28jährige von ihren Reisen inspirieren.

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blek le roc – The Irony

Nach der Veröffentlichung des eponymen Debütalbums kam das Unternehmen blek le roc erst einmal ins Stocken. Das Label war Vergangenheit, die gemeinsame Bandzukunft ungewiss. Die drei Münchner beschlossen ungezwungen drauflos zu spielen und fanden sich wieder. „The Irony“ heißt ihre zweite Platte, produziert von Alex Klier (Die Ärzte, Sportfreunde Stiller), horbär von Notwist-Produzent Mario Thalers Handschrift durchzogen.

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Haley Bonar – Last War

Es ist eine Geschichte wie aus einem Film – zumindest anfangs. Bei einer Open Mic Night in Duluth, Minnesota entdeckte Low-Sänger Alan Sparhawk die damals 19jährige Haley Bonar und lud sie auf eine gemeinsame Tour ein. Nur eine Woche später begab sie sich auf eine Reise quer durch die USA. Seither sind mehr als zehn Jahre vergangen, in denen Bonar Album über Album veröffentlichte. Der ganz große Wurf gelang ihr zwar nie, der Wandel von Alternative Country und Slowcore hin zu deutlich bekömmlicheren (Indie) Pop/Rock-Klängen ist dafür geglückt. Mit „Last War“ ist sie nun bei Memphis Industries gelandet.

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Satellites – Satellites.02

Johnny Vic ist einer der Bekanntesten unter den Unbekannten. Seit sieben Jahren ist er Teil von James Blunts Liveband, spielt Bass und trägt Backing Vocals bei. Außerdem arbeitete er bereits mit Künstlern wie Leona Lewis, Christina Aguilera und Olly Murs zusammen. Wenn der Multiinstrumentalist aus Liverpool jedoch mit seinem eigenen Projekt Satellites tätig ist, sind es Radiohead, New Order, The National und Pink Floyd, die ihn beeinflussen. Entsprechend bunt und letztlich doch im Pop verwurzelt, gestaltet sich sein Album „Satellites.02“, das es nun endlich auch nach Deutschland schafft.

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The Asteroids Galaxy Tour – Bring Us Together

Sind The Asteroids Galaxy Tour Hitlieferanten wider Willen? Charterfolg ist für die beiden Dänen eine sympathische Nebenerscheinung und letztlich keine Überraschung, konnte man auf „Fruit“ und „Out Of Frequency“ doch aus einer Unmenge an großartigen Songs wählen. Druck ist für die Mette Lindberg und Lars Iversen ebenso ein Fremdwort. „Bring Us Together“ nahm seine Anfänge auf großer Welttournee und zeugt letztlich vom geglückten Versuch nach dieser wieder zueinanderfinden. Das Ergebnis bricht abermals mit jeglichen musikalischen Erwartungen.

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PHOX – PHOX

In einer Stadt, wo ein „Fahr mit deinem Traktor zur Schule“-Tag zu den Highlights zählt, gibt es, so würde man meinen, wenig zu tun. Die Rede ist von Baraboo im Westen Wisconsins, Heimat von PHOX. Das Sextett kennt sich seit der Highschool, driftete zwischenzeitlich auseinander durch weiterführende Schulen und Jobs, bevor man sich letztlich doch wieder in der Heimat traf und gemeinsam ein Haus bezog. Hier wurde das Fundament zum eponymen Debütalbum gelegt und jener Sound kreiert, der Schubladendenker vor Rätsel stellt.

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