Schlagwort: Post Punk

Empire Escape – You Are Not Alone

Zugegeben, langweilig wird es bei Empire Escape nicht so schnell. Nach Neugründung 2011 wurde das Post-Rock-Gewand des Vorgängerprojekts abgelegt und gegen melancholisch-poppige Indie-Töne eingetauscht. Nach dem Debütalbum „Colours“ stieg einer der Gitarristen aus, man machte zunächst zu dritt weiter und veröffentlichte eine EP. Nun offensichtlich wieder als Quartett unterwegs, schlägt der Zweitling „You Are Not Alone“ neue Töne an, wirkt insgesamt klarer und geordneter, kitschbefreiter.

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Grave Pleasures – Dreamcrash

Beastmilk sind tot, es leben Grave Pleasures! Der Implosion der Post-Punk-Hoffnungsträger nach dem herausragenden Debüt „Climax“ folgt nun mühevolle Kleinarbeit. Sämtliche Mitglieder des Nachfolgeprojekts sind von zerbrochenen Bands geschädigt – neben den verbliebenen Gründungsmitgliedern Mat „Kvohst“ McNerney und Valtteri Arino sind Linnéa Olsson (ex-The Oath) sowie Uno Bruniusson (ex-In Soltiude) am Start, während Juho Vanhanen der nach vor lebendigen Kraut-Schwarzmetaller Oranssi Pazuzu semi-offiziell aushilft. „Dreamcrash“, dieser programmatisch betitelte Einstand, führt die positiv lethargische Post-Punk-Adaption für Schwermetaller und Goth-Kids souverän fort.

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Grave Pleasures – Crying Wolves

Nach der Implosion der Post-Punk-Hoffnungsträger Beastmilk war Frontmann Mat McNerney aka Kvohst darum bemüht, schnell ein Nachfolgeprojekt auf die Beine zu stellen. Neben Gründungsmitglied Valtteri Arino und der bereits live aktiven Linnéa Olsson (ex-The Oath) kamen noch Uno Bruniusson der aufgelösten In Soltiude sowie, semi-offiziell, Oranssi Pazuzus Juho Vahanen hinzu. Als Grave Pleasures verarbeiten sie ab 4. September den Trennungsschmerz auf „Dreamcrash“ und veröffentlichen mit „Crying Wolves“ schon jetzt einen ersten Vorgeschmack.

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Algiers – Algiers

Als Franklin James Fisher zu den von Post-Punk-Idealen beeinflussten Ryan Mahan und Lee Tesche stieß, infizierte er seine Mitstreiter mit dem Gospel-Virus. Aus dem folgenden Dialog entsprang mit Algiers eine Band, die – nicht nur für Atlanta – untypischer kaum sein könnte. Gospel und Soul treffen auf Post Punk, Industrial, No Wave und politisch motivierte Texte. Das Ergebnis: ein gleichermaßen sperriges wie überwältigend faszinierendes, rastloses Debütalbum, schlicht „Algiers“ betitelt.

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Kesä – Kesä

Was passiert, wenn man New Romanticism, New Wave und Synthi-Pop mit Post Punk, krautigen Soundtracks und Texten in finnischer Sprache kreuzt? So in etwa gestaltet sich der Hintergrund von Kesä (dt. „Sommer“), die sich – nomen est omen – im Sommer 2014 gründeten und nach zwei Singles nun ihr Debütalbum bei Svart Records veröffentlichen. Wo sonst vor allem Doom- und Psychedelic-Bands zuhause sind (aber eben auch die mittlerweile umbenannten Post-Punk-Heroen Beastmilk ihre ersten Schritte wagten), erscheint das schlicht „Kesä“ betitelte Werk.

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Tocotronic – Tocotronic (Das rote Album)

Der Paradigmenwechsel im Hause Tocotronic deutete sich bereits vor zwei Jahren an, als auf die „Berlin“-Trilogie das zwischen Dream-Pop, Psychedelic und Shoegaze pendelnde „Wie wir leben wollen“ die Fühler der deutschen Indie Rock-Institution nachjustierte. Dennoch überrascht das neue, eponyme Werk – kurzerhand mit dem Untertitel „Das rote Album“ versehen – durchaus. Es ist dies die Pop-Platte des Quartetts mit gelegentlichen Ausflügen gen New Order und Depeche Mode.

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Leo Hört Rauschen. – Modern Modern

Post Punk war immer schon integraler Teil des Schaffens von Leo Hört Rauschen. 2011 gegründet, war die im Folgejahr erschienene erste EP „100 Jahre Freizeit“ insgesamt aber deutlich poppiger ausgelegt, vermehrt im Indie-Sektor beheimatet. Neben zwei Besetzungswechsel waren es vor allem die Arbeiten an der ZDF Kultur-Theaterproduktion „Radikal Büchner“ im kühlen, nackten Dessauer Bauhaus, die den Sound des Debütalbums „Modern Modern“ Richtung Karies und, nomen est omen, Bauhaus rücken ließ.

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Vierkanttretlager – Krieg&Krieg

In einer ersten Prognose wurde das vor über drei Jahren veröffentlichte Vierkanttretlager-Debüt „Die Natur greift an“ als mögliches Sturm-und-Drang-Album bezeichnet, als ruppiger Auftakt jener Husumer, die das Zeug zu den künftigen Elder Statesmen des deutschsprachigen Indie Rock-Genres haben. Meinte man, wird nun aber eines Besseren belehrt. „Krieg&Krieg“ vertont die nahende Apokalypse und das Dahinscheiden der letzten Menschen; „Krieg&Krieg“ stellt der neuen Post-Punk-Generation um Die Nerven und Karies die Rute ins Fenster.

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A Place To Bury Strangers – Transfixiation

Existentielle Ängste bestimmen das Erscheinungsbild von „Transfixiation“. Als sich A Place To Bury Strangers nach knapp zwei Jahren auf Tour für den Nachfolger von „Worship“ im Studio einschlossen, um den Live-Schwung mitzunehmen, scheiterten sie beinahe an sich selbst. Nach einem Monat wurden die Sessions, dem Zusammenbruch nahe, abgebrochen. Die Folge: Communication Breakdown, zwei Monate mit beinahe totaler Funkstille. Schließlich raufte sich das Trio zusammen und stellte „Transfixiation“ fertig, das von der Beinahe-Auflösung der Band hörbar geprägt wurde.

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Empire Escape – Empire Escape

Unter dem Motto „Flucht nach vorn!“ wird neue Musik von Empire Escape angekündigt. Die Nachfolgeband der Post-Indie-Rock-Hoffnungsträger Ikaria debütierte vor 14 Monaten mit einem sympathischen eponymen Album, das sich irgendwo zwischen Interpol und Editors platzierte. Seither durchlebte man ein Wechselbad der Gefühle, spielte in ausverkauften Häusern, supportete die Shout Out Louds und trat ebenso vor gerade einmal drei Leuten auf – ein gutes Stichwort, denn Empire Escape sind mittlerweile zum Trio geschrumpft, kündigen aber selbstbewusst für kommendes Jahr ein zweites Album ein. Die EP „Empire Escape“ dient dazu, Münder wässrig zu machen.

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