Schlagwort: Post Punk

Future Faces – Revolt

Beinahe vier Jahrzehnte nach dem ersten Aufflammen entsprechender musikalischer Ideen scheint Post Punk stärker und populärer denn je zu sein. Reihenweise junge Bands verschreiben sich einem Sound, der jahrelang verschwunden schien und mittlerweile Popper und Metaller vereint. Future Faces zählen zu eben jenen Nachwuchshoffnungen. Das Schweizer Trio gibt es erst 2015, die hypnotische EP „Revolt“ ist ihr erster Output.

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Dreamcar – Dreamcar

No Doubt ohne Sängerin Gwen Stefani, dafür verstärkt durch das Organ von AFI-Vokalist Davey Havok? Zumindest von der Besetzung her könnte man das US-amerikanische Quartett Dreamcar auf diese simple Weise umschreiben, den musikalischen Kern würde man damit aber nur unzureichend treffen. Die 2014 gegründete Band erinnert nämlich allerhöchstens dezent an den punkigen Pop-Rock von No Doubt, während Post-Hardcore à la AFI hier gar keine Rolle spielt. Stattdessen geht die Reise auf dem Debütalbum „Dreamcar“ zurück in die 80er: New Wave, Post Punk und besonders New Romantic geben hier musikalisch den Ton an, angereichert durch einen dezenten Zuckerguss neuzeitlicher Elemente. Ob Dreamcar im Zuge des grassierenden 80er-Booms mit dieser Mischung eigene Akzente setzen können?

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Nathan Gray Collective – Until The Darkness Takes Us

Nathan Gray ist immer wieder für Überraschungen gut. Neben der Boysetsfire-Reunion, die seit mehreren Alben kreative Meisterleistungen ausspuckt, bemüht der Sänger nun auch ein Alter Ego. Bereits 2014 legte er den Grundstein für einen deutlich düsteren Sound, nun wagt er sich mit Daniel E. Smith und seinem Nathan Gray Collective gen Dark Wave, Industrial und Gothic vor. Wer die NTHN GRY EP mochte, wird das kompromisslose „Until The Darkness Takes Us“ lieben.

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Fufanu – Sports

Kaktus Einarsson und Gulli Einarsson sind Schulfreunde, nicht verwandt, die sich 2008 trafen und schnell eine enge musikalische Verbindung aufbauten. Bei Studio-Sessions gaben sie sich den Namen Captain Fufanu (der Captain ist mittlerweile von Bord gegangen), später waren sie als DJs in Reykjavik tätig und wurden schließlich von Damon Albarn zu Aufnahmen und auf Tour eingeladen. In der Zwischenzeit zur Band gewachsen, entdecken Fufanu auf „Sports“ ihr Faible für Post Punk und New Wave der 80er Jahre.

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Der Ringer – Soft Kill

Nach diversen Kleinformaten sowie einer gemeinsamen EP mit den neuen Besties von Isolation Berlin starten Der Ringer nun wieder im Alleingang durch. Musikalisch irgendwo zwischen Cloud-Pop, New Wave und Post Punk beheimatet, befassen sie die Herren aus Hamburg mit Machtfantasien, Sinnsuche und einem Hauch von Dystopie. „Soft Kill“ ist Rockmusik, ohne Rock zu sein, und sucht den Kosmos nach unerklärlich-vertrauten Phänomenen ab.

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Klez.e – Desintegration

Funkstille ist doof. Das haben – glücklicherweise – auch Klez.e endlich erkannt und präsentieren ihr erstes Album seit 2009 („Vom Feuer der Gaben“). Auf „Desintegration“ reisen sie zurück ins Jahr 1989, lassen für kurze Momente die Mauer wiederauferstehen und setzen sich gewissermaßen mit der Kindheit und Jugend von Mastermind Tobias Siebert im Osten Deutschlands auseinander. Mehr noch, 1989 war auch das Jahr, in dem das legendäre Cure-Album „Disintegration“ erschien.

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Nicole Sabouné – Miman

In ihrer schwedischen Heimat durchaus bestens bekannt, bläst Nicole Sabouné nun auch zum Angriff auf den Rest Europas. Ihr düsterer, bedrohlicher Sound erinnert ein wenig an die finsteren Größen der 80er Jahre, wie Dead Can Dance und Cocteau Twins. Mit ein wenig Verzögerung erhält nun Sabounés zweites Album „Miman“ den verdienten Deutschland-Release. Inspiriert von einem Gedicht Harry Martinsons aus dem Jahr 1956, behandelt sie die Gier der Menschheit und deren Pfad zur Selbstzerstörung.

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Abattoir Blues – Sense

Eine Band, die sich nach einem Nick Cave-Album benennt, kann so schlecht nicht sein. Mit dem drastischen, wuchtigen Auftreten von Abattoir Blues dürfte der australische Großmeister höchst zufrieden sein, musikalisch orientiert sich das Quintett aus dem britischen Brighton jedoch eher an wütenden Post Punk-Klängen gepaart mit fieberhaftem Alternative Rock und bissigen, pointierten Texten. Ihre neueste Single „Sense“ wird zum bisherigen Prunkstück des Abattoir’schen Schaffens.

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Teksti-TV 666 – 1,2,3

Fünf bis sechs Gitarren gleichzeitig auf der Bühne und Songs, die wie zu schnell abgespielte Shoegaze-Versionen alter Ramones-Tracks klingen: Teksti-TV 666 zählen in ihrer finnischen Heimat aktuell zu den beliebtesten Live-Bands. Nachdem ihre ersten drei EPs in Windeseile ausverkauft waren – der dritte Teil sogar in der Preorder-Phase -, erscheint nun eine Compilation aller Songs unter dem Titel „1,2,3“, und das auch außerhalb Finnlands.

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Karies – Es geht sich aus

Mechanische Kälte und lärmendes Anti-Verständnis umweht den Sound von vier Herren, die auf den schmerzbehafteten Namen Karies hören und gelegentlich ein wenig nach Bohrer klingen. Ihr von Post Punk, Noise und No Wave dominiertes Debüt „Seid umschlungen, Millionen“ ist gerade einmal 13 Monate alt und hallt in seiner konsequenten, kaputten Verweigerungshaltung weiterhin nach. „Es geht sich aus“ schlägt nun ein neues Kapitel auf.

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