Schlagwort: Post Rock

Monza

Monza – Der Tag an dem Berge aus dem Himmel wuchsen

Monza liegt neuerdings in Bayern. Oder liegen in Bayern, wobei die drei Herren hinter diesem Pseudonym alles andere als auf der faulen Haut liegen. Vor sieben Jahren in München gegründet, befinden sie sich meilenweit entfernt von jeglichem Szenedenken und stellen sich geschickt quer, wenn es darum geht, ihre Musik in irgendeiner Form zu kategorisieren. Auf ihrem Debütalbum „Der Tag an dem Berge aus dem Himmel wuchsen“ – neben dem Digital-Release nur auf Vinyl erhältlich – treffen Alternative, Post-Something, ein wenig Prog und bärbeißige Riffs aufeinander.

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Atlas : Empire – The Stratosphere Beneath Our Feet

Nach extensiver Vorarbeit in Form von mehreren Kleinformaten breiten Atlas : Empire nun endlich den Landeanflug vor. Das Trio setzt die schottische Alternative Rock-Tradition fort, spielt aber ebenso mit Post Rock und gelegentlichen Prog-Ausflügen. Wie komplex und dennoch eingängig Musik sein kann, stellt nun das erste Studioalbum unter Beweis. Auf „The Stratosphere Beneath Our Feet“ findet sich gleich eine volle Stunde Musik – teils bereits bekannt, überwiegend angenehm neu und frisch.

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Go March – II

Mogwai meets Kraftwerk – diese spannende Umschreibung war vor drei Jahren in der Fachpresse zu hören, als Go March ihr Debütalbum vorstellten. Die Band aus dem belgischen Antwerpen versteht sich auf Post-Math-Rock – progressive, vertrackte Strukturen mit deutlich elektronischem Einschlag. Mehrere Tourneen durch Europa und Asien mit echten Szenegrößen sollten folgen, begleitet von spektakulären Remixen. Nun meldet sich das Trio mit „II“ zurück und setzt auf bewährt entstellte Songstrukturen, die abermals geschickt mit sämtlichen Erwartungen brechen.

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Self Defense Family – Have You Considered Punk Music

Ein neues Album der Self Defense Family ist ein Erlebnis für sich. Wer ist neben Sänger Patrick Kindlon zu hören? Wer aus dem großen Künstlerkollektiv begleitet ihn demnächst auf Tour? Sieben Musiker sind auf dem aktuellen Bandfoto zu sehen, auf Platte klingt das – wie üblich, möchte man mittlerweile sagen – deutlich reduzierter. „Have You Considered Punk Music“ folgt abermals dem Prinzip der narrativen One-Take-Präsentation, von einem lyrischen Stream of Consciousness und geschickt inszeniertem musikalischen Kargland begleitet.

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Scraps Of Tape – The Will To Burn

Die schönsten musikalischen Momente tauchen oft aus dem kompletten Nichts auf. Wobei, ganz unbekannt sind Scraps Of Tape nun auch nicht. Seit 2000 veröffentlichen die Schweden in schöner Regelmäßigkeit süßlich-sperrigen Post Rock mit Alternative-, Math- und sogar Post-Hardcore-Einschlag. Für das mittlerweile sechste Studioalbum „The Will To Burn“ verbarrikadierte sich das Quintett in einer alten Schule auf dem Land und nahm ihr bislang stärkstes Werk auf.

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And So I Watch You From Afar – The Endless Shimmering

Zurück zu den Wurzeln mit Karacho – so oder so ähnlich könnte aktuell das Motto von And So I Watch You From Afar lauten. Die nordirischen Instrumentalisten verlagerten sich zuletzt mehr und mehr auf musikalische Experimente, die ein wenig den Math- und Post-Rock-Rahmen sprengten. Auf ihrem fünften Studioalbum will sich das Quartett nun aber auf seine Wurzeln besinnen. „The Endless Shimmering“ bringt den perfekt strukturierten Wahnsinn der Afars auf den Punkt.

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Frère – Void

Ein Songwriter, mit seiner Gitarre und einem Stift bewaffnet, beginnt seinen Alltag zu Papier zu bringen. Drei Jahre und ca. 150 Gigs später, steht der Bochumer Alexander Körner als Frère gemeinsam mit Band auf den Bühnen des Landes und kreuzt elektronisch befeuerten Folk mit Post-Rock-Elementen. Das nunmehr erscheinende Debütalbum „Void“ kleidet die Schönheit des Moments in ausladende, clever umherwogende Arrangements.

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First Breath After Coma – Drifter

First Breath After Coma – sounds relatable. Hinter dem ominösen Bandnamen steckt ein junges Quintett aus Portugal, das aktuell die internationale Post-Rock-Szenerie im Sturm erobert. Mit ihrem fragilen Mix aus beinahe proggiger Sinnsuche, ausladenden Sinnstrukturen und auf Atmosphäre ausgelegtem Art-Rock nehmen sie aktuell keine Gefangenen. Dass das Durchschnittsalter bei 24 Jahren liegt, passt beinahe ins Bild. Ihr zweites Album „Drifter“ macht Laune.

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Mt. Wolf – Aetherlight

Gäbe es eine Band wie Mt. Wolf nicht, man müsste sie erfinden. Die schroffe Hibbeligkeit von Holy Esque trifft auf die verklärte Elektronik von Bon Iver und M83, die wiederum mit charmantem Indie-Pathos Marke Elbow kollidiert. Klingt komisch, funktioniert aber. Elektronisch behafteter, zuweilen dezent avantgardistisch angehauchter Folk-Sound mit glockenhellem Gesang wagt schwierige Experimente. Auf „Aetherlight“ trifft viel Licht auf so manchen Schatten.

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Caspian Sea Monster – Caspian Sea Monster

Stolze fünf Jahre versuchten Musiker der Chemnitzer Bands Playfellow, Calaveras und Might Sink Ships eine gemeinsame Platte auf die Beine zu stellen, viel zu oft von den jeweiligen Hauptschauplätzen unterbrochen. Caspian Sea Monster, der Spitzname eines russischen Bodeneffektfahrzeugs, wird nun zur Überschrift für spektakuläre gemeinsame Unternehmungen zwischen Post Rock und emotional aufgeladenen Alternative-Klängen. Das Album heißt schlicht und ergreifend wie die Band und zählt zu den bislang größten Entdeckungen des Jahres.

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