Schlagwort: TripHop

Mirrors For Princes

Mirrors For Princes – What We Do With What Others Have Done To Us

Seit 2022 arbeiten Mirrors For Princes an ihrem ureigenen Rockentwurf. Das Trio aus Berlin schätzt Indie- und Alternative-Klänge, hat aber ebenso ein Herz für Elektronik und TripHop. Garbage, Siouxsie Sioux, Paramore und die Yeah Yeah Yeahs standen unter anderem Pate, wenngleich sofort klar wird, dass hier jemand seinen eigenen Sound gefunden hat. Aufgenommen in der britischen Grafschaft Kent unter der Ägide von Barny Barnicott (u. a. Arctic Monkeys, Sam Fender, Editors, Kasabian), befasst sich das von einem Sartre-Zitat inspirierte „What We Do With What Others Have Done To Us“ mit Hoffnung und Zusammenhalt, während die Welt in sich zusammenfällt.

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i Häxa

i Häxa – Part 2

Geduld ist eine Tugend, die Anhänger von i Häxa in rauen Mengen benötigen. Das Multimedia-Projekt entschloss sich, sein erstes Album in vier Teile zu zerlegen, die zu den saisonalen Sonnwenden erscheinen. „Part 1“ nahm gefühlt alles mit, so lautmalerisch und drückend wie zart und ominös. Sänger/Songwriterin und Visual Artist Rebecca Need-Menear (Anavae) und Produzent Peter Miles bemühen nun die etwas zartere, intimere Seite der Band, vermehrt von Folk-Ansätzen unterspült, ohne dabei auf die eigentümlichen, beklemmenden Abfahrten des Vorgängers zu verzichten.

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Marek Johnson

Marek Johnson – Mumbling On The Floor

Während David Helm unter seinem bürgerlichen Namen für jazzige Magie sorgt, widmet er sich als Marek Johnson verschiedensten musikalischen Gefilden, häufig mit Pop als gemeinsamem Nenner. Die ersten Releases waren vergleichsweise deutlich in guter, alter Singer/Songwriter-Tradition verhaftet, begleitet von Persönlichem, doch geht es nun größer und abenteuerlustiger zu. „Mumbling On The Floor“, das keinesfalls schwere zweite Album, symbolisiert die kreative wie musikalische Öffnung Johnsons, der es sich nun nicht nehmen lässt, dem Song zu folgen, auch wenn dessen Ausrichtung gerne mal überraschende Dimensionen annimmt.

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Little Dragon

Little Dragon – Slugs Of Love

Kaum eine Band lässt sich so schwer kategorisieren wie Little Dragon, und gerade das macht ihren Sound so spannend. Das schwedische Quartett durfte sich sogar über die Nominierung für einen Dance-Grammy freuen, geht deswegen aber keinesfalls auf Nummer Sicher. Auch ihr neuestes Werk gibt sich so vielschichtig und unvorhersehbar wie menschenmöglich. Im Vorfeld wurden nach eigenen Angaben sämtliche existierenden Muster aufgelöst, um die Zusammenarbeit und Kommunikation ganz anders aufzuziehen. Von prominenten Gästen begleitet, macht „Slugs Of Love“ einen frischen und zugleich angenehm vertrauten Eindruck.

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/A\

/A\ – /A\

Das Schweizer Festival „Les Transphoniques“ brachte Wunderstimme Emilie Zoé, (Post-)Industrial-Urgestein Franz Teichler und Schlagzeug-Tausendsassa Nicolas Pittet für eine Auftragsarbeit zusammen. Zwar kam die Pandemie der angedachten Residency in die Quere, die ausgearbeiteten Jams durften dennoch keinesfalls in einer Schublade versauern. Also rief das Trio kurzfristig /A\ ins Leben, um die verschiedenen Klangästhetiken der beteiligten Musiker*innen zu einem neuen Ganzen zu verbinden. Genau ist das ist gelungen: Schlicht „/A\“ betitelt, spottet das gemeinsame Album jeder Beschreibung und gibt einen feuchten Kehricht auf Schubladen.

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Garbage

Garbage – No Gods No Masters

So etwas wie Stress oder unnötige Eile kennen Garbage nicht. Shirley Manson, Butch Vig und Konsorten lassen ordentlich Zeit zwischen ihren Platten vergehen, „Strange Little Birds“ hat fast auf den Tag genau fünf Jahre auf dem Buckel. Jetzt ist das Alternative-Quartett doch wieder da und kann nach mehr als einem Vierteljahrhundert im Geschäft tatsächlich noch überraschen. „No Gods No Masters“ ist ein Werk, das auf musikalischer sowie textlicher Ebene teils unerwartete Wege geht und damit alles richtig macht.

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Morcheeba

Morcheeba – Blackest Blue

Ein komplettes Jahr ohne Tour, das erlebte Ross Godfrey zuletzt in seiner Jugend. Der Klangschmied von Morcheeba musste sich ebenso wie Sängerin Skye Edwards etwas umstellen, und doch kam diese Live-Pause dem Duo zugute. Tatsächlich konnte man sich Zeit nehmen, um die zehn neuen Songs so richtig wachsen und gedeihen lassen. Auf ihrem zehnten Studioalbum „Blackest Blue“ zeigen sich Morcheeba vielfältiger und abwechslungsreicher denn je, eine Art Bestandsaufnahme mit einer kräftigen Portion Selbstreflexion und erfrischender Verachtung für Scheuklappen.

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Babeheaven

Babeheaven – Home For Now

Das Gefühl für gute Musik und starkes Songwriting war den Mitgliedern von Babehaven in die Wiege gelegt. Nancy Andersens Vater schrieb Werbejingles, Jamie Travis‘ Vater Geoff gründete 1978 Rough Trade Records. Der gemeinsame Nenner ist soulig, elektronisch und durchaus poppig, eine Art Indie-Version vertrauter TripHop-Klänge mit viel Gefühl und sympathischer Energie. Was vor vier Jahren mit einer ersten Single begann, mündet nun im großartigen „Home For Now“.

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UNKLE

UNKLE – The Road: Part II / Lost Highway

Nach mehreren vergleichsweise ruhigen Jahren meldete sich James Lavelle im Sommer 2017 wieder mit neuem Studio-Output zurück. Nicht nur das, „The Road, Pt. 1“ lieferte zugleich den Auftakt zu einer Trilogie. Laut UNKLE-Mastermind beschreibt diese eine Reise vom Aufbruch (besagtes erstes Album) über die Reise an sich bis zum Nachhausekommen. Nun geht es also um den Weg in Richtung Ziel: „The Road: Part II / Lost Highway“ ist ohne Frage die vielschichtigste UNKLE-Platte bis dato und zugleich so elektronisch und eklektisch wie schon lange nicht mehr.

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Lingby

Lingby – Silver Lining

Die Bewältigung von Trauer und der Umgang mit Verlust zählen zu den schwierigsten emotionalen Aufgaben des Lebens. Seit Jahrhunderten inspirieren diese Themen alle Arten von Kunst, natürlich auch die Musik. Hier treten nun Lingby auf den Plan. Die Kölner Band befasst sich auf „Silver Lining“ mit eben jenen Facetten auf einem umfassenden Konzeptalbum. Elektronischer und mitreißender klangen sie noch nie.

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