Schlagwort: TripHop

UNKLE – The Road, Pt. 1

Knapp 20 Jahre nach dem Debütalbum melden sich UNKLE mit einem neuen Studioalbum zurück. Aktuell kümmert sich James Lavelle weitestgehend alleine um das Projekt, natürlich abermals von allerlei Prominenz unterstützt. Diverse Gastsänger sowie Musiker von Primal Scream, Marilyn Manson, Beck und Queens Of The Stone Age stecken hinter „The Road, Pt. 1“. Drei Jahre nach der Idee steht die Platte nun endlich in den Läden – die erste seit dem 2010 erschienenen „Where Did The Night Fall“.

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Coldcut – Only Heaven

Englands Electro-Pioniere Coldcut melden sich nach fast einem Jahrzehnt Pause wieder aus dem Studio zurück. Die Ninja-Tune-Begründer und einstigen Förderer von Yazz oder Lisa Stansfield, denen sie in den späten 80ern durch Kollaborationen zu erster Aufmerksamkeit verhalfen, machten sich in jüngerer Vergangenheit rar. Ihr letztes Album „Sound Mirrors“ hat bereits zehn Jahre auf dem Buckel. Eine neue Platte soll nun in Arbeit sein, mit „Only Heaven“ steht bereits eine mächtige EP in den Startlöchern.

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Gonjasufi – Callus

Gonjasufi hat sich ein dickes Fell zugelegt. Eine Art Hornhaut, mit der er Schmerzen abwehrt, kanalisiert und in seine experimentelle Musik steckt. Diese zu beschreiben, ist so und so zum Scheitern verurteilt. Industrial-Beats, Raps und Halb-Gesang, avantgardistische Elemente, TripHop und Dub geben sich die Klinke in die Hand. Sperrig, unzugänglich und gerade deswegen so spannend: „Callus“ hat seinen Namen verdient.

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Poliça – United Crushers

Wenn Channy Leaneagh durch das urbane Kargland ihrer Heimatstadt Minneapolis fährt, stößt sie immer wieder auf denSlogan „United Crushers“, aufgesprüht auf Brücken, Wänden und Fassaden. Er steht für zerstörte Träume und eine Metropole, die sich durch Verbrechen und Gewalt längst zerfleischt hat. Aus diesem Slogan wurde der Titel des dritten Poliça-Albums, das nun nach der ersten kleineren Auszeit, in der die Sängerin zum zweiten Mal Mutter wurde, erscheint.

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Leftfield – Alternative Light Source

Die alte britische Techno-Garde lässt sich nicht unterkriegen: Orbital taten sich für ein letztes großes Hurra zusammen, The Prodigy rocken aktuell wieder Charts und Clubs, The Chemical Brothers veröffentlichen im Sommer ein neues Album und Underworld waren sowieso nie weg. Nun geben auch die Pioniere Leftfield ihr Studio-Comeback. Zwar ist Neil Barnes mittlerweile alleine unterwegs, für „Alternative Light Source“, das erste Album seit „Rhythm And Stealth“ 1999, hat es dennoch gereicht.

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Submotion Orchestra – Alium

Sieben Leute aus Leeds für ein Orchester – eine Band wie Submotion Orchestra kann nur aus Großbritannien kommen, wo elektronische Musik jeglichen Couleurs beheimatet ist. Erst 2009 gegründet, ist „Alium“ bereits ihr drittes Studioalbum. Musikalisch platziert man sich irgendwo zwischen basslastigem Electrosound, (Acid) Jazz, Soul, Big Beat und unverschämt eingängigem Pop – eine krude wie eingängige Mischung, die unter anderem bereits Gilles Peterson begeisterte. Auf rein musikalischer Ebene riecht es nun nach (wohlverdientem) Durchbruch.

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Morcheeba – Head Up High

Irgendwie sind sie alle wieder Zuhause. Sängerin Skye Edwards kehrte auf dem letzten Album „Blood Like Lemonade“ zurück zu Morcheeba, Ross Godfrey verließ sein kalifornisches Exil, wo er als Filmkomponist arbeitete, und Paul Godfrey arrangierte sich mit Depressionen und seiner Diabetes-Diagnose. Gemeinsam nahm man die neue Platte „Head Up High“ auf, die den Vorgänger ganz locker überflügelt, mit ein paar durchaus prominenten Gästen aufwarten kann und Morcheeba endgültig in der Neuzeit ankommen lässt.

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Architect – Mine

Als IDM-Baumeister ist Daniel Myer seit mittlerweile 15 Jahren unter dem Pseudonym Architect tätig. Seinen Durchbruch hatte der Leipziger durch die Zusammenarbeit mit Alan Wilders Recoil, die ihm eine gemeinsame Tour sowie einen Remix für Depeche Mode einbrachte. Auf dem mittlerweile sechsten Album „Mine“ bewegt sich Architect irgendwo zwischen IDM, Ambient, Electronica und einer Prise TripHop, unterstützt von Ben Lukas Boysen, Paul Kendall, Comaduster, der ungarischen Sängerin Emese Arvai-Illes und vielen mehr.

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Stromae – Racine carrée

Vier Jahre sind im Musikbusiness eine lange Zeit. Für jemanden, der in Deutschland bislang nur einen großen Hit hatte, ist das mitunter zu viel, um dem ersten Streich einen zweiten folgen zu lassen. Anders mag das beim Belgier Paul Van Haver sein. Ebendieser 28-jährige Brüsseler landete 2009 unter dem Künstlernamen Stromae mit dem Song „Alors on danse“ einen europaweiten Hit. Vier Jahre später – im Mai 2013 – veröffentlichte er mit „Papaoutai“ und „Formidable“ die ersten Vorboten seines mittlerweile erschienen Zweitlingswerk „Racine carrée“ und sicherte sich in seiner Heimat eine mehrwöchige Doppelführung in den Singlecharts. Pünktlich zum Album-Release ist auch in Deutschland die Lead-Single „Papaoutai“ in den Top 100 auf dem Vormarsch.

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Tricky feat. Nneka – Nothing Matters

Die Qualität mag zwar gestimmt haben, doch der letzte durchschlagende Erfolg des TripHop-Veteranen Tricky ist bereits geraume Zeit her. Kommerziell wollten seine letzten Alben nicht so recht zünden. Das Ergebnis: eigenes Label, eigener Kopf. Reinreden lässt sich der Brite erst recht nicht. „False Idols“, gleichzeitig der Name seiner Plattenfirma und seines neuen, zehnten Albums, reduziert die Anzahl der Kollaborateure und der prominenten Namen auf ein Minimum. Mit dem Fokus auf das Wesentliche fühlt man sich an den durchschlagenden Erfolg der 90er erinnert. Die Stimme der Single „Nothing Matters“ ist zumindest in Deutschland bestens bekannt.

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