Schlagwort: TripHop

Seasfire – Heartbeat

2011 sollte laut BBC das Jahr des Post-Dubstep werden, im Speziellen durch James Blake und Jamie Woon beflügelt. Die Nachwehen sind im Fall von Seasfire, ein Quartett aus dem britischen Bristol, noch zu spüren. Angelehnt an ein Kommando, das Feuer bzw. den Beschuss in einer Gefechtssituation einzustellen, entdecken die Briten Hoffnungslosigkeit, Unruhe und Unwohlsein auf ihren bislang nur digital erhältlichen Songs. Eine erste EP soll noch in diesem Jahr folgen, von einem Album ist noch gar keine Rede. Bis es dazu kommt, bietet die Single „Heartbeat“ Durchhalteparolen, die eigentlich keine sind.

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When Saints Go Machine – Mannequin

Als stilsichere Gourmetköche zwischen avantgardistischer Elektronik und feinsinnigem Pop hat man When Saints Go Machine kennengelernt. Die vier Dänen, hierzulande erstmals mit ihrer EP „Fail Forever“ einigermaßen in Erscheinungen getreten, schafften es vergangenes Jahr in ihrer Heimat mit dem zweiten Album „Konkylie“ gar auf den zweiten Chartplatz – der kleinen Hot Chip-Verneigung „Kelly“ nebst anderen Leckereien sei Dank. Bereits jetzt wird ein neuer Longplayer angekündigt, noch ohne Titel oder Veröffentlichungsdatum; ein Release in diesem Jahr scheint möglich. Nimmt man den ersten Teaser „Mannequin“ als Gradmesser, kann das Streetdate nicht schnell genug kommen.

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Stateless – Ariel

Stateless sind immer für Überraschungen gut. Ihr selbstbetiteltes Debütalbum 2007 war eine Mischung aus Soul, Rock und TripHop – so einzigartig wie faszinierend. Für den Anfang 2011 erscheinenden Nachfolger „Matilda“ kündigt man mehr Elektronik und Experimente an. Wenn die erste Single „Ariel“ ein Gradmesser ist, steht eine weitere Großtat bevor.

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Morcheeba – Even Though

Nach dem Ausstieg von Skye Edwards bei Morcheeba befanden sich beide Parteien im Blindflug. Hits wie „Enjoy The Ride“ (Morcheeba mit Judie Tzuke) sind die Ausnahme geblieben. Auf „Blood Like Lemonade“ macht man endlich wieder gemeinsame Sache und knüpft an die starken ersten beiden Alben der 90er an. „Even Though“ steht als erste Single exemplarisch für die wiedergefundene Stärke.

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Massive Attack – Heligoland

Ohne großartig um den heißen Brei herum zu reden: 20 Jahre nach der Veröffentlichung ihrer ersten Single „Daydreaming“ zeigen sich Massive Attack stärker denn je. „Heligoland“ (die englische Schreibweise Helgolands) ist in seiner beklemmenden Düsternis eine Rückkehr zur alten Form, zumal endlich auch wieder der Soul an und für sich einen Fixplatz bekommen hat.

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Portishead – Magic Doors

Nach scheinbarer Auszeit auf Ewigkeit haben Portishead letztes Jahr mit ihrem Album „Third“ überrascht. Deutlich düsterer als die Vorgänger ausgefallen, kalt und maschinell. Die Stimme Beth Gibbons‘ hat das eisige „Machine Gun“ und das in Reih und Glied marschierende „We Carry On“ auf diese Ebene unbestreitbarer Faszination gehievt, auf die auch „Magic Doors“ hin will.

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