Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Röyksopp feat. Susanne Sundfør – Running To The Sea

Fast drei Jahre nach ihrer letzten Single „Forsaken Cowboy“ melden sich Röyksopp mit neuem Material zurück – sieht man von den beiden Tracks, darunter ein Depeche Mode-Cover, auf der „Late Night Tales“-Compilation ab. Besagte „Ice Machine“-Bearbeitung wurde von Susanne Sundfør eingesungen, die auch jetzt ihren norwegischen Landsleute beisteht. Im Rahmen dieser Aufnahmen entstand ebenfalls „Running To The Sea“, Anfang des Jahres bereits in Norwegen veröffentlicht und nur knapp an den Top 20 vorbei. Nun kommt auch Deutschland in den Genuss dieser Kollaboration.

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Nine Black Alps – Novokaine

In der zweiten Hälfte der 90er Jahre war Post-Grunge groß, verdammt groß. Bands wie Bush, Staind und Creed verkaufen Millionen von Platten und brachten den Sound, wenngleich mit geringerem Erfolg, auch nach Europa. Mehr als eineinhalb Jahrzehnte später gibt es immer noch Künstler, die sich diesen Klängen hingeben. Nine Black Alps aus Manchester kombinierten 2005 auf ihrem Debütalbum „Everything Is“ den populären US-Rock-Radio-Sound mit Indie-Motiven und einem Hauch Britpop für ansehnlichen Erfolg – ein Erfolg, an den die drei Folgealben nicht anknüpfen konnten. Vielleicht klappt es 2014 wieder, eine neue Platte soll bereits in den Startlöchern stehen. Erster Vorbote ist die Download-Single „Novokaine“, die an den Esprit aus früheren Zeiten erinnert.

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The Vintage Caravan – Expand Your Mind

Keine Macht den Drogen? Ah, funk it! The Vintage Caravan konsumieren zwar selbst – vermutlich – keinerlei illegale Substanzen, ihre Musik klingt jedoch nach einem endlosen Trip. Hinter diesem opulenten Bandnamen, der eine wahnwitzige Rock-Zeitreise andeutet, stecken drei Isländer, kaum volljährig, bereits mit einem Deal beim Metal-Major Nuclear Blast ausgestattet. Dort erscheint am 10. Januar 2014 ihr zweites Album „Voyage“ erstmals auch international. Um sich bereits mental auf dieses Power-Trio vorzubereiten, sei die Download-Single „Expand Your Mind“ empfohlen.

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Blank & Jones present Chilltronica N°4

Wenn die weihnachtliche Hektik einsetzt, suchen Piet Blank und Jaspa Jones nach Entspannung. Urspünglich planten die beiden ein entspanntes Artistalbum unter dem Arbeitstitel „The Chilltronica Sessions“, was ihnen letztlich nicht zeitgemäß erschien. Die acht neuen Songs und Versionen bilden dafür nun das Rückgrat des vierten Teils der „Chilltronica“-Sampler-Reihe, erneut mit dem passenden Untertitel „night music for the cold & rainy season“ versehen, erneut eine atmosphärische Alternative zum Trubel des Alltags.

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Ivy Quainoo – Atomic

Während aktuell die dritte Staffel von „The Voice of Germany“ läuft, versucht es Ivy Quainoo mit einer neuen Single. Dass man an den Erfolg nach dem Sieg nicht herankommen würde, war zu erwarten. Von daher ist die Top 40-Platzierung des zweiten Albums „Wildfires“ sowie die drei Chartwochen der gleichnamigen Auskopplung als durchaus anständige Leistung zu sehen. Im Schatten der neuen Hoffnungsträger erscheint nun „Atomic“ als Download-EP mit mächtiger Tracklist.

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Imperial State Electric – Reptile Brain Music

Das Ende der legendären The Hellacopters riss ein klaffendes Rock’n’Roll-Loch, das von seinen ehemaligen Mitgliedern mittlerweile geschlossen wurde. Die schwedischen Protagonisten der aufgelösten Granden – Dregen und Nicke Andersson – gehen im Dezember sogar gemeinsam auf Tour. Während Dregen gerade sein erstes Soloalbum veröffentlicht hat, war Andersson deutlich umtriebiger. Direktes Nachfolgeprojekt ist Imperial State Electric, das im Akkord Alben und Singles auf den Markt schmeißt. „Reptile Brain Music“ ist bereits die dritte Studioplatte seit 2010. Abnutzungserscheinungen: Fehlanzeige.

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The Hoosiers – Somewhere In The Distance

Durch ihre beiden Radiohits „Worried About Ray“ und „Choices“ kennt man The Hoosiers auch in Deutschland, wenngleich es in der britischen Heimat für die Londoner mit ihrem Synthi-befeuerten Indie Pop/Rock deutlich besser lief. 2011 verschwand man erst einmal von der Bildfläche. Man trennte sich vom Majorlabel, weil man mit der Promo des zweiten Albums unglücklich war und arbeitet nun in Eigenregie. Eine neue Platte mit dem Namen „The News From Nowhere“ soll im März erscheinen, sofern es ausreichend Vorbestellungen gibt, um den Release über das eigene Label zu finanzieren. Dass es nach wie vor lohnt, ein Auge auf die mittlerweile zum Trio geschrumpften The Hoosiers zu haben, zeigt die Download-Single „Somewhere In The Distance“.

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Boxed In – All Your Love Is Gone

Der Moshi Moshi Singles Club geht in eine weitere Runde. Über diese Institution erlaubt das kleine aber feine Indie-Label Moshi Moshi vornehmlich neuen Bands erste Veröffentlichungen – ein erlesener Kreis, zu dem neben Teleman nun auch Boxed In zählt. Hinter diesem Projekt, benannt nach einem Gemälde von Francis Bacon, steckt Oli Bayston, den man vielleicht als ehemaliges Mitglied der weniger erfolgreichen Indie-Rocker Keith kennt. Unter anderem soll er auch schon mit Lianne La Havas und Lily Allen gearbeitet haben. Als Boxed In, live von Drummer Liam Hutton und Bassist Mark Nicholls unterstützt, versucht er sich nun an Synthi-Pop. Erster Release: „All Your Love Is Gone“.

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Casper – Jambalaya

Casper ist nicht nur der Größte, er hat auch den Größten. Mit dem dritten Nummer-Eins-Album („Hinterland“) in Serie und zwei Hit-Singles („Im Ascheregen“, „Hinterland“) hintereinander, darf man schon mal große Töne spucken, zumal die dazugehörige Tour ebenfalls binnen kürzester Zeit ausverkauft war. Dass Emo-Rap nun von Singer/Songwriter-Elementen und gelegentlichen Seitenblicken auf HipHop-Traditionen (vorerst) abgelöst wurde – ein Erfolgsrezept. Wie groß Casper nun ist, erklärt er in der dritten Auskopplung „Jambalaya“. Dass der klassische, überdrehte Braggadocio-Track als Download-Single erscheint, passt zur Selbstironie Benjamin Griffeys.

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Mojo Fury – The Difference Between

Es sind seltene Momente wie diese, in denen man beobachten kann, wie die Summe der einzelnen Teile ein großes, überwältigendes Ganzes ergeben. Mojo Fury beißen sich seit geraumer Zeit durch die nordirische Musiklandschaft und benötigten ganze fünf Jahre, bevor sie 2011 ihr Debütalbum „Visiting Hours Of A Travelling Circus“ auf den Markt schmeißen wollten und konnten. Eine alte Weisheit besagt, dass man sich für das ach so schwierige zweite Album nicht zu viel Zeit lassen darf. Nun bringt das Quartett aus Lisburn „The Difference Between“ an den Start – ‚Difference‘ im Sinne eines Unterschieds zu anderen Bands der Region, denn die wahnwitzige Mischung aus Prog, Alternative Rock, Post-Hardcore und Wohlfühl-Pop kannte man in dieser Zusammensetzung zuvor nicht.

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