Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Kerretta – His Streets Of Honey, Her Mouth Of Gold

Zuletzt war es etwas ruhig in Neuseeland. Kerretta veröffentlichten im September 2011 ihr Album „Saansilo“ und betourten dieses auch, danach hörte man wenig aus dem Lager des Instrumental-Rock-Trios aus Auckland. Im Herbst soll nun ein noch namenloser Nachfolger erscheinen. Zuvor geht es ab dem 11. April auf Europa-Tour. Mit im Gepäck: „His Streets Of Honey, Her Mouth Of Gold“, eine neue 2-Track-Single, die digital und als 7″ erhältlich sein wird.

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Elli Ingram – The Doghouse

Eine neue, junge, rauchige Stimme erhebt sich aus Großbritannien, um demnächst den Rest Europas zu erobern. Die erst 20jährige Elli Ingram debütierte vergangenes Jahr mit ihrer EP „Sober“, die ihr unter anderem Vergleiche mit Amy Winehouse, Duffy und Adele einbrachte – wohl aber urbaner und dreckiger als zumindest die beiden letzteren Damen. Einen Major-Vertrag hat Ingram mittlerweile unterschrieben, die zweite EP mit dem Titel „The Doghouse“ ist nun erhältlich und entführt in eine obskure Klangwelt zwischen Soul, Jazz und deutlich experimentelleren Klängen.

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Milow – Silver Linings

Als smarter Singer/Songwriter mit Pop-Appeal ist der Belgier Milow längst Dauergast in den heimischen Airplay-Druckwellen geworden. „Ayo Technology“, „You Don’t Know“ und „You And Me (In My Pocket)“ rotieren nach wie vor, das eponyme Deutschland-Debüt und der betont fröhliche Nachfolger „North And South“ durften sich über Edelmetall freuen. Für „Silver Linings“ ging Milow nun nach Los Angeles, wo er Sound City-Luft atmete und vor Ort den Reset-Knopf betätigte, um sich live als weitestgehend anonymer Künstler ein kleines Publikum zu erspielen.

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The Black Keys – Fever

Zweieinhalb Jahre nach „El Camino“ kündigen The Black Keys ein neues Album an. Auf „Turn Blue“, das am 9. Mai erscheinen soll, arbeiteten Dan Auerbach und Patrick Carney einmal mehr mit Danger Mouse zusammen. Das Ergebnis dürfte erneut weitestgehend funky ausfallen, zieht man als ersten Hinweis die Single „Fever“ heran, die man bei digitaler Vorbestellung frei Haus (bzw. Festplatte) geliefert bekommt.

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Messenger – Illusory Blues

Bei Svart Records kann man momentan offensichtlich nichts falsch machen. Ob Post Punk (Beastmilk), Doom (Kuolemanlaakso), Blackened Kraut (Oranssi Pazuzu) oder geschwärzter Duo-Death-Rock (Mantar) – die Finnen werfen hochkarätige Releases en masse auf den Markt. Nun wird auch Prog Folk Rock durch die Briten Messenger beackert, eine Art Missing Link zwischen Pink Floyd, Ulver, Porcupine Tree und Opeth. Ihr Debütalbum „Illusory Blues“ zeigt sich der Natur verbunden und taucht doch in die ausufernd arrangierte Magie der 70er Jahre ein.

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Johnny Cash – Out Among The Stars

Beim Sichten der elterlichen Archive sowie jener von Sony Music stieß John Carter Cash 2012 auf Bänder eines Albums seines Vaters aus den 80ern, das nie veröffentlicht wurde. „Out Among Stars“ fasst zwölf Studioaufnahmen zwischen 1981 und 1984 zusammen – eine Ära, die wieder für Cash’sche Großtaten noch als besonders Country-freundlich bekannt ist. Dennoch darf eine Platte mit neuer Musik des mittlerweile vor zehn Jahren verstorbenen Johnny Cash als mittlere Sensation gewertet werden. Stellt sich bloß eine Frage: Verschimmelte das Material zu Recht im Archiv?

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Blank & Jones – Milchbar // Seaside Season 6

Es geht zurück in ein Land, in dem Milch und Ambient fließt. Fast auf den Tag genau ein Jahr nach der letzten Ausgabe geht die „Milchbar“-Sampler-Reihe von Piet Blank und Jaspa Jones in die sechste Runde. Die Soundtracks des Duos, der in zehnstündigen, exklusiven Sunset-Live-Sessions kulminiert, begleiten Bar-Besucher in Norderney seit geraumer Zeit. Was es dort unter anderem an Lounge, Ambient und Chillout zu hören gibt, bekommen geneigte Freunde der Entspannung bereits jetzt in seiner sechsten Auflage serviert.

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Heisskalt – Vom Stehen und Fallen

Chimperator, das steht längst nicht mehr nur für Cro und Die Orsons. Mit dem eigenen Department-Sublabel treibt man die eigene musikalische Öffnung voran. Elenka durfte sich bereits an kauzigem Electro-Pop versuchen, davor debütierten Heisskalt mit ihrer rockigen EP „Hallo – Mit Liebe gebraut“. Was vor einem Jahr noch mit gemischten Gefühlen aufgenommen hat, bewegt sich auf dem Debütalbum nun in eine bedingt erwartete Richtung. Das Quartett aus Stuttgart kehrt seine Post-Hardcore-Wurzeln hervor und vermischt diese mit emotionalem, intelligenten Indie Rock. „Vom Stehen und Fallen“ entpuppt sich als positive Überraschung.

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Foster The People – Supermodel

Mit kräftiger Verzögerung stürmten Foster The People weltweit die Charts. Die Top-3-Platzierung von „Pumped Up Kicks“ in den USA ließ Kritiker gar die ‚Auferstehung des Indie-Genres‘ herbeischreiben. Hierzulande konnte nach der Top-10-Single kein erfolgreicher Nachfolger platziert werden, obwohl entsprechend hitverdächtiges Material ausreichend vorhanden war. Nach dem internationalen Durchbruch legt das Trio aus Los Angeles nun das vermeintlich schwierige zweite Album „Supermodel“ nach.

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Spring Offensive – Young Animal Hearts

Selbst ist die Band, wenn sich der Erfolg einstellen und Träume verwirklicht werden sollen. Spring Offensive aus Oxford können auf acht Jahre Bandgeschichte zurückblicken, in denen die Indie Rock-Band eine Reihe talentierter Bands (allein in den letzten Monaten u.a. London Grammar, To Kill A King und Local Natives) supporten und sich über BBC-Radio-Airplay freuen durfte. Das Debütalbum „Young Animal Hearts“ wurde via Crowdfunding finanziert, ist aber auch für alle Späteinsteiger regulär im Handel erhältlich.

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