Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Example – Stay Awake

Elliot John Gleave ist nun auch in Deutschland endgültig gelandet. Verpasse „Kickstarts“ auf wundersame Art und Weise noch die Charts, schaffte es „Changed The Way You Kiss Me“ gleich bis in die Top 1o, während sich das Album „Playing In The Shadows“ eher mittelmäßig schlug. In Examples britischer Heimat schafften es Single und Album ebenso auf die Eins wie auch „Stay Awake“, das nun nachgeschoben wird. Interessant ist jedoch, dass es nur zu einem digitalen Release reicht, obwohl der Vorgänger überaus erfolgreich war. Dabei riecht es hier nach einem mehr als sympathischen Follow-Up.

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Trent Reznor / Atticus Ross – The Girl With The Dragon Tattoo

Während die Nachricht, Trent Reznor würde über kurz oder lang seine Nine Inch Nails wieder reaktivieren, für ein großes Rauschen im musikalischen Blätterwald gesorgt hat, gibt es Nachschub am Soundtrack-Markt. Gemeinsam mit Atticus Ross heimste er für den Score zu David Finchers „The Social Network“ – ein Film über die Entstehung des sozialen Netzwerks Facebook – eine Vielzahl an Auszeichnungen ein, unter anderem einen Oscar und einen Golden Globe ein. Auch bei Finchers neuestem Streich „The Girl With The Dragon Tattoo“ (deutscher Titel: „Verblendung“) sind Reznor und Ross erneut mit an Bord mit knapp drei Stunden Musik auf drei CDs.

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The Ting Tings – Hang It Up

Während die britische BBC kürzlich ihre Hoffnungsträger für 2012 präsentierte, lohnt sich ein Blick zurück auf das Jahr 2008 mit so illustren Künstlern wie Adele, Duffy, MGMT und den Foals. Auf Platz 3 landeten The Ting Tings, die in Großbritannien sowohl die Spitze der Single- als auch der Albumcharts erklommen und hierzulande „That ’s Not My Name“ und „Shut Up And Let Me Go“ in Top 40-Nähe brachten. „Hands“ sollte 2010 ein neues Album ankündigen, lief aber eher durchschnittlich, woraufhin die gesamte Platte verworfen und neu geschrieben wurde. Am 24. Februar soll es nun endlich so weit sein, wenn „Sounds From Nowheresville“ in den Läden steht. Die Vorab-Single „Hang It Up“ riecht nach gepflegtem Arschtritt.

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BBC Sound of 2012

Der wichtigste musikalische Gradmesser Großbritanniens hat wieder zugeschlagen. Seit 2003 veröffentlicht die BBC zu Jahresbeginn eine Liste mit den hoffnungsvollsten Künstlerinnen und Künstlern für einen möglichen nationalen und internationalen Durchbruch. Acts wie Lady GaGa, Franz Ferdinand, Mika, Duffy oder Jessie J ist dies – mal lokaler, mal globaler – durchaus gelungen. Die im Dezember 2011 veröffentlichte Longlist wurde nun gekürzt, die Top 5 stehen fest – Grund genug für einen Blick auf den musikalischen Nachwuchs 2012.

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Astronautalis – This Is Our Science

Als Kritikerliebling und legitimer Nachfolger von Beck hat sich Charles Andrew Bothwell unter seinem Künstlernamen Astronautalis bereits weit über die Grenzen seiner Heimatstadt Minneapolis, Minnesota einen Namen gemacht. Irgendwo zwischen HipHop, Folk und Singer/Songwriter sprengt er Genre-Grenzen zwischen scharfzüngigen Rhymes, authentischem Storytelling und dezentem Pop-Appeal. Was im März 2009 auf „Pomegranate“ bereits hervorragend funktioniert hat, wird nun auf seinem vierten Album „This Is Our Science“ vertieft, das es mit vier Monaten Verspätung endlich über den Atlantik geschafft hat.

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This Love Is Deadly – This Love Is Deadly

Das noch junge Jahr 2012 hat sein erstes Ausrufezeichen. Man weiß nicht erst seit dem Weihnachtsfest und den ach so heiß herbeigesehnten Treffen mit der Verwandtschaft, dass ‚Liebe‘ tödlich sein kann. Dachte sich auch das Berliner Trio This Love Is Deadly, das die Bühnen der Nation erstmals Ende 2010 mit ihrer Präsenz segnete und nun das selbstbetitelte Debütalbum an den Start bringt. Darauf zu finden: verschrobener Noise-Rock mit Grunge-Schlagseite und einem Händchen für kratzig-bezaubernde Melodien.

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S.C.U.M – Faith Unfolds

Um den Nachwuchs muss man sich bei Mute keine Sorgen machen, auch wenn man mittlerweile ohne große Major-Unterstützung auskommen muss. Bestes Beispiel dafür sind S.C.U.M aus London um Sänger Thomas Cohen und Keyboarder Samuel Kilcoyne, den Sohn von Add N To (X)-Synthi-Schmied Barry 7. Nach diversen EPs und Sampler-Beiträgen gelang mit dem Debüt „Again Into Eyes“ ein echter Düster-Leckerbissen zwischen bissigem Alternative Rock und atmosphärischen Electro-Pop-Klängen. Die bereits dritte Auskopplung „Faith Unfolds“ ist auf der gitarrenarmen Seite zu Hause.

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Michael Kiwanuka – Tell Me A Tale / I’m Getting Ready

Kaum veröffentlicht die BBC ihre Longlist zur kommenden „Sound of…“-Ausgabe, dreht sich die Veröffentlichungsspirale in Windeseile. Das betrifft auch Michael Kiwanuka aus London, der sich unter den 15 nominierten Acts befindet, unter denen am 6. Januar die fünf größten Hoffnungen für 2012 ausgewählt werden. Kiwanuka bedient die Retro-Soul- und Blues-Schiene, erinnert an Otis Redding und Bill Withers, lässt sich am ehesten mit Aloe Blacc und Raphael Saadiq vergleichen. Sein Debütalbum „Home Again“ erscheint erst am 23. März, dafür gibt es die beiden EPs „Tell Me A Tale“ und „I’m Getting Ready“ nun als digitale Re-Releases, wohl auch um ein wenig vom BBC-Hype zu profitieren.

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Metallica – Beyond Magnetic

Mit vier Konzerten vor Mitgliedern des offiziellen Fanclubs begingen Metallica vergangene Woche ihr 30jähriges Jubiläum. Neben Live-Premieren („To Live Is To Die“) und selten gespielten Klassikern („…And Justice For All“) waren Gäste wie Ozzy Osbourne, Rob Halford, Lou Reed und vier Fünftel von Mercyful Fate auf der Bühne zu sehen. Auch sämtliche (Ur-)Mitglieder der Band wurden zu den James eingeladen, unter anderem Megadeth-Mastermind Dave Mustaine – nach der jahrzehntelangen Medien-Fehde eine kleine Sensation. An jedem der vier Abende gab es einen Outtake der Sessions zum letzten Album „Death Magnetic“ in exklusiven Premieren zu hören. Die dazugehörigen Rough Mixes sind nun auch in EP-Form erhältlich: „Beyond Magnetic“.

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Gotye – Making Mirrors

Aus Australien und Neuseeland strömen scheinbar im Akkord spannende, angenehm andere Electro-Pop-Acts (sowohl ‚Electro‘ als auch ‚Pop‘ sind im weitesten Sinn zu sehen – von Indie Pop über Funk bis Industrial wandert alles durch den Down Under-Fleischwolf), die die Charts und Airwaves mehr und mehr für sich erobern. Während man sich Empire Of The Sun, The Naked And Famous und Gypsy & The Cat kaum mehr aus der aktuellen Musiklandschaft wegdenken kann, hinterlässt nun auch Gotye seine Duftmarken in Deutschland. Der Australier mit belgischen Wurzeln erobert aktuell die Top 10 der deutschen Singlecharts – kein Wunder, dass sein mittlerweile drittes Studioalbum „Making Mirrors“ gleich nachgeschoben wird.

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