Kategorie: Alben

An Horse

An Horse – Modern Air

Nach mehreren Jahren im ununterbrochenen Tour-Album-Tour-Zyklus, von mehreren privaten Schicksalsschlägen begleitet, waren An Horse am Ende. Kate Cooper und Damon Cox verordneten sich eine künstlerische Pause und verließen ihre australische Heimat in Richtung Montreal bzw. New York. Stolze sechs Jahre sollte diese Auszeit dauern, in der man freundschaftlich verbunden blieb, dann ging alles ganz schnell. Ideen wurden hin- und hergeschickt, über Weihnachten ging es nach Brisbane, dann folgte der Feinschliff in Kanada und schon steht „Modern Air“ in den Startlöchern.

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Frank Carter & The Rattlesnakes

Frank Carter & The Rattlesnakes – End Of Suffering

Frank Carters musikalische Wurzeln verblassen mehr und mehr. Von Hardcore und bissigem Punk ist herzlich wenig zu hören, stattdessen setzt er gemeinsam mit seinen Rattlesnakes auf druckvollen bis hymnischen Rock mit packenden Hooks und einem Hauch von Rebellion. „End Of Suffering“, während der Londoner Hitzewelle von 2018 aufgenommen, versteht sich als Weckruf und erklärt euphorisch, dass man auch leben kann, ohne andauernd Scheiße fressen zu müssen. Mahlzeit.

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Trade Wind

Trade Wind – Certain Freedoms

Mehr musikalisches Notizbuch als Nebenprojekt, so oder so ähnlich lässt sich Trade Wind zusammenfassen. Die Band um Mitglieder von Stray To Your Path und Stick To Your Guns verarbeitet Ideen, die bei ihren jeweiligen Hauptbands kaum Platz hätten. Alternative Rock, ein wenig Post-Hardcore und weit offene Songstrukturen ließen bereits das Debüt „You Make Everything Disappear“ zu einer spannenden Grenzerfahrung reifen. „Certain Freedoms“ geht gefühlt gleich drei Schritte weiter.

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Afenginn

Afenginn – Klingra

Achtung: Der Release von „Klingra“ verschiebt sich leider auf den 11. Oktober! Das Edel-Label Tutl bietet der lebhaften Musikszene der Färöer Inseln eine wertvolle Bühne in aller musikalischen Vielfalt. Mehr und mehr Künstler schaffen es mittlerweile aufs europäische Festland mit ihrem magischen Sound. Auch Afenginn sind alles andere als gewöhnlich. Das Quartett um Kim Rafael Nyberg kommt aus allen Ecken Skandinaviens und verbindet Folk, Indie und Anleihen klassischer Musik zu einer emotionalen und doch hochpräzise arrangierten Reise durch die Höhen und Tiefen des Seins. „Klingra“ reißt auf besondere Weise mit.

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Kelly Finnigan

Kelly Finnigan – The Tales People Tell

Obwohl sie bereits seit über einem Jahrzehnt touren, bleiben die Monophonics zumindest hierzulande ein halbwegs unbeschriebenes Blatt. Die Band aus der Bay Area vermischt Soul und RnB mit Indie- und Psychedelic-Sounds – tanzbar, eingängig und irgendwie anders. Frontmann Kelly Finnigan versucht sich nun an einer Soloplatte und vertont sein dem Soul, HipHop und RnB gewidmetes Leben. „The Tales People Tell“ reißt im besten Sinne mit.

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Hembree

Hembree – House On Fire

Isaac Flynn aus Kansas ist ein begeisterter Musiker. Seitdem er eigene Songs schreibt, begeistert er auch andere. Der lockere Charme von Indie- und Pop/Rock-Sounds mit einer Prise Talking Heads im Mix wirkt vertraut, der Hit-Faktor ist hoch. Dass hinter den durchaus hibbeligen Arrangements so ernste Themen wie Unsicherheit und Unentschlossenheit behandelt werden, lässt sich bestenfalls auf den zweiten und dritten Blick erkennen. „House On Fire“ macht für ein Debütalbum viel richtig.

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van Kraut

van Kraut – Zäune aus Gold

Gute Musik muss keine Bäume ausreißen. Manchmal reicht die Reduktion aufs Wesentliche: Gesang, Schlagzeug und Gitarre, mehr braucht es nicht. Das Duo van Kraut aus Hamburg singt von Beklemmung, Elend und Leid, ohne in Selbstmitleid zu verfallen. Indie Rock, ein Hauch von Post Punk und dezentes Pop-Appeal begleiten „Zäune aus Gold“, den bereits zweiten Streich von Christoph Kohlhöfer und Tobias Noormann.

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The Yawpers

The Yawpers – Human Question

Dass sich hinter The Yawpers ein überwiegend stromloses Trio ohne Bassist verbirgt, hört man ihren Songs nicht an. Die Herren aus Denver im US-Bundesstaat Colorado zocken feisten, angepunkten Rock’n’Roll mit Garage- und Blues-Note, mit Schweiß und Herzblut dargeboten. Erinnerungen an die frühen The Black Keys, aber auch an PUP oder sogar die Urväter MC5 werden wach, wenn das Trio seine Roots-lastigen Songs anstimmt. „Human Question“ ist bereits ihr viertes Studioalbum.

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Jade Bird

Jade Bird – Jade Bird

Beinahe im Monatstakt schießen aktuell junge, unheimlich talentierte Musikerinnen aus dem Boden und verlangen nach verdienter Aufmerksamkeit. Eigentlich waren sie immer schon da, wenn man genau sein will, bloß hat es ein wenig gedauert mit der verdienten Bühne. Dass Jade Bird – ihr echter Name – erst 21 ist, hört man der jungen Südlondonerin kaum an. Zu schmissigen Indie- und Folk-Klängen arbeitet sie sich an Traurigkeit und Melancholie ab. „Jade Bird“ ist ein starkes Debüt geworden.

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Sad Planets

Sad Planets – Akron, Ohio

Eine Stadt, eine Freundschaft: Die Wurzeln von Patrick Carney (The Black Keys) und John Petkovic (Cobra Verde, Sweet Apple) liegen in der einstigen Reifenmetropole Akron im US-Bundesstaat Ohio. Hier traf man sich erstmals 1999 in einem Museum, hier fand man wieder zusammen, hier liegt das Zentrum sämtlicher Inspiration. Ganz spontan wurden zehn gemeinsame Songs aufgenommen und mit Sad Planets die dazugehörige Band gegründet. Das Album konnte natürlich nur einen Titel tragen: „Akron, Ohio“.

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