Kategorie: Alben

Black Country Communion – 2

Es war eine der größten Überraschungen des vergangenen Herbsts – Glenn Hughes, Joe Bonamassa, Derek Sherinian und Jason Bonham haben ihre Version von Blues-getränktem Hard Rock unter dem Banner Black Country Communion auf die Musiklandschaft los gelassen und mit ihrem Debüt „Black Country“ das Label ‚Supergroup‘ mehr als nur gerechtfertigt. Bereits neun Monate später haben sie den Nachfolger am Start. Schlicht und ergreifend „2“ betitelt, handelt es sich hierbei um alles andere als einen Schnellschuss, sondern viel mehr ein 64minütiges Monster mit Herz, Seele und arschtretenden Arrangements.

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The Domino State – Uneasy Lies The Crown

Viele musikalische Strömungen der 80er Jahre sind in den letzten Jahren wieder zunehmend populär geworden. In diesem Zusammenhang sind natürlich zuerst einmal die neueren New Wave-angehauchten Bands wie Hurts oder Mirrors zu nennen. Doch darüber hinaus bekommen langsam auch Musikrichtungen wie Post Punk oder Shoegaze, welche seit jeher eher eine Sache des Undergrounds sind und waren, zunehmend mehr mediale Aufmerksamkeit. The Domino State aus London bringen in ihrer Musik Elemente aller genannten Richtungen unter und sind damit – trotz oder gerade wegen aller Retrolastigkeit – voll im Trend.

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Aristillus – Devoured Trees & Crystal Skies

Es ist eine Geschichte wie aus einem Brüllwürfel-Märchen, die die Entstehung des Aristillus-Debütalbums „Devoured Trees & Crystal Skies“ zusammenfasst. Als 16jähriger war Frontmann Simon Bergseth Cover-Falter beim norwegischen Top-Indie-Label Fysisk Format und hat dabei jedem, der gerade im selben Raum war, Songs seiner eigenen Band vorgespielt. Anfangs noch verlacht, durften seine Jungs schließlich mit Haust-Mastermind Ruben Willem innerhalb von zwei Tagen ein monströses Album einspielen, das nicht umsonst mit Größen wie Kaospilot oder JR Ewing verglichen wird. Nebenbei: Nur einer der vier Aristillaten ist volljährig.

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Across Tundras – Sage

Sludge, Stoner, Psychedelic Rock – drei Genres, die sich auf überaus abstruse Art und Weise miteinander vermischen und so etwas wie der Soundtrack der US-amerikanischen Südstaaten geworden sind. Across Tundras kommen eigentlich aus dem Westen der USA, residieren aber mittlerweile in Nashville, Tennessee, was auf ihre mit Cash- und Americana-Zitaten geschwängerte Monolithen-Musik wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge passt. Für ihr fünftes Album „Sage“ sind sie bei Neurot Recordings untergekommen und scheinen damit erstmals in ihrer Karriere ein starkes Label mit dem notwendigen Know-How für ihren einzigartigen Sound gefunden zu haben. Gegönnt sei es ihnen.

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Retro Stefson – Kimbabwe

Wer bei isländischer Musik immer noch an die beschaulich magischen Klanglandschaften von Sigur Rós denkt, wird bei Retro Stefson tellergroße Augen machen. Die sieben Youngsters (Durchschnittsalter: 20 Jahre) würzen ihren tanzbaren Indie-Pop mit lupenreinen Afrobeat-Einflüssen Marke Fela Kuti und einer kräftigen Dosis Prog Rock. Klingt komisch, funktioniert aber hervorragend. Mit ihrem zweiten Album „Kimbabwe“ debütieren sie nun auch in Deutschland überaus stark, Sommerhit und Retrospektive inklusive.

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Ladi6 – The Liberation Of…

Während die furchtbaren Bilder des schweren Erdbebens in Christchurch langsam aber sicher aus den Hinterköpfen verschwinden, wird es Zeit für positive Meldungen aus Neuseeland. Personifiziert werden diese durch die 30jährige Soul-Sängerin Ladi6, die unter anderem mit Gil Scott-Heron, Fat Freddy’s Drop und The Black Seeds gearbeitet. Seit kurzem verweilt sie in Berlin, um ihrer Karriere auch in Europa zu einem Kickstart zu verhelfen. Instrument für das Urban-Wunder mit samoanischen Wurzeln ist ihr neues Album „The Liberation Of…“.

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Misty Range – Misty Range

Für den norwegischen Rock- und Metal-Unterground ist das Label Fysisk Format so etwas wie eine Lebensversicherung. Neben den kratzbürstigen Krachmachern Haust und Okkultokrati – gemeinsam mit Kvelertak aktuell die Vorzeigebands der neuen norwegischen Härte – bekommen aber auch deutlich ruhigere Künstler eine Chance. So auch das Duo Misty Range um den Jazz-erprobten Drummer Stig Rennestraum und den Blues- / Prog-Multiinstrumentalisten Arve Paulsen. Die Schnittmenge auf dem Debütalbum „Misty Range“ ist ein psychedelisch, beinahe krautiges Stück Musik mit einer Vorliebe für Experimente und überraschend eingängigen Momenten.

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Last Chance To Reason – Level 2

Die Herren von Last Chance To Reason als gewogen wahnsinnig zu bezeichnen, wäre wohl dezent untertrieben. Nach zwei in Eigenregie veröffentlichten Releases ist das Sextett aus dem US-Bundesstaat bei Maine bei Prosthetic Records gelandet, wo sie ihre dezent obskure, sehr modern ausgerichtete Vision von Progressive Metal weiterkultivieren werden. „Level 2“ ist nicht nur eine wahnwitzige Platte, es dient auch als Soundtrack zu einem eigenen Computerspiel, das aktuell im Netz die Runde macht.

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Karma To Burn – V

Es waren schwere verbale Auseinandersetzungen nötig – der Legende nach mit den Worten ‚you L.A. c*nt‘ endend – um Karma To Burn 2009 zu ihrem Comeback zu bringen, nachdem sieben Jahre zuvor der Ofen aus war. Mit „Appalachian Incantation“ hat sich das Instrumental-Stoner-Trio im April 2010 überaus eindrucksvoll zurückgemeldet. Der Nachfolger „V“ wurde binnen kürzester Zeit in Dave Grohls Studio 606 unter der Regie von John Lousteau eingespielt und bietet gleich drei Songs mit Gesangsverstärkung.

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