Kategorie: Reviews & Previews

Papir – V

Wenn die drei Herren hinter Papir die Bühne betreten, erwartet man – ja, was eigentlich? Das freundliche, unschuldig wirkende Auftreten täuscht ein wenig. Zwar lassen die Dänen keineswegs die sprichwörtliche Sau raus, ihr rein instrumentaler Psychedelic Rock mit Kraut- und Prog-Schlagseite klingt dennoch wie von einem anderen Stern. Mittlerweile bei Stickman Records gelandet, erscheint nun ihr fünftes Studioalbum mit dem schlichten Titel „V“.

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The Duke Spirit – Sky Is Mine

Die überaus umtriebigen The Duke Spirit haben neue Musik am Start. Angesichts der überaus hohen Release-Frequenz – erst im vergangenen Jahr erschienen ein neues Album und eine neue EP – ist das, für sich genommen, keine große Sensation. Im Gegensatz zu anderen Zeitgenossen setzen die Londoner allerdings auf Quantität plus Qualität. Abermals zwischen Indie, Psych und einem Hauch Folk angesiedelt, unterhält auch das fünfte Studioalbum „Sky Is Mine“.

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Mocky – How To Hit What And How Hard (The Moxtape Vol. IV)

Wenn er nicht gerade das neue Album von Feist produziert oder Songs für Kelela schreibt, ist Tausendsassa Mocky mit seiner eigenen Musikkarriere beschäftigt. Zuletzt baute der Kanadier sein Studio in Los Angeles großflächig aus. Für erste Testaufnahmen hielt das Schlagzeug her. Verschiedene Positionierungen und Schlagstärken legten schließlich den Grundstein für die entsprechend betitelte EP „How To Hit What And How Hard“, zugleich der vierte Teil von Mockys Moxtape-Reihe.

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The Prosecution – The Unfollowing

Seit Jahren setzen sich The Prosecution vehement für soziale, gemeinnützige Projekte ein, sind Paten des Projektes „Schule Ohne Rassismus – Schule mit Courage“ und spendeten ihre Verkaufserlöse unter anderem für die Initiative Pro Asyl. Die sieben Punk-Rocker mit Ska-Charme aus Bayern bemühen sich um positive Grundstimmung und geben, ganz nebenbei, auch auf der Bühne ordentlich Gas. „The Unfollowing“ ist ihre bislang stärkste Platte.

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Myelin – Reservoirs

Nach seinem Ausstieg bei Apologies, I Have None gründete Dan Bond, gemeinsam mit aktuellen und ehemaligen Mitgliedern weiterer britischer Szene-Größen, Myelin, und begab sich fortan auf Konzertreisen durch England und Frankreich. Nun steht die erste EP „Reservoirs“ in den digitalen Startlöchern und knüpft musikalisch ein klein wenig an den Sound Bonds ehemaliger Hauptband an – emotional, schroff, verletztlich und brachial düster.

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Black Grape – Pop Voodoo

Das kam dann doch überraschend: Vor zwei Jahren ließ Shaun Ryder (Happy Mondays) seine zweite alte Liebe Black Grape wiederauferstehen, holte Paul „Kermit“ Leveridge zurück ins Boot und betreibt das Projekt seither als Duo. Tatsächlich klingt der neue Output so, als wäre die letzte Platte erst gestern und nicht vor 20 Jahren erschienen. Nach mehreren Vorboten und einer kräftigen Verschiebung steht „Pop Voodoo“ nun endlich in den Startlöchern.

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Helgen – Halb oder gar nicht

Im Norden der Republik, unweit und doch getrennt voneinander, geboren, mussten Helge, Niklas und Timon erst nach Hannover gehen, um sich beim Studiengang der Popmusik kennenzulernen. Gemeinsam ging es zurück nach Hamburg, wo Helge gegründet und prompt auf die Bühne gebracht wurden. Der musikalische Hintergrund der drei Herren könnte unterschiedlicher kaum sein, und doch einigte man sich auf gitarrengesteuerten Pop – Hallo, Studium! – mit cleveren deutschen Texten. „Halb oder gar nicht“ sprüht, gerade für ein Debütalbum, vor Kreativität und Spielfreude.

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First Breath After Coma – Drifter

First Breath After Coma – sounds relatable. Hinter dem ominösen Bandnamen steckt ein junges Quintett aus Portugal, das aktuell die internationale Post-Rock-Szenerie im Sturm erobert. Mit ihrem fragilen Mix aus beinahe proggiger Sinnsuche, ausladenden Sinnstrukturen und auf Atmosphäre ausgelegtem Art-Rock nehmen sie aktuell keine Gefangenen. Dass das Durchschnittsalter bei 24 Jahren liegt, passt beinahe ins Bild. Ihr zweites Album „Drifter“ macht Laune.

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Arcade Fire – Everything Now

Stolze 13 Jahre nach ihrem Debütalbum erfinden sich Arcade Fire ein weiteres Mal neu. Ihre durchaus schroffen, energischen Indie-Wurzeln rücken mehr und mehr in den Hintergrund und werden durch manische Grandezza ersetzt. Auf das überbordende Doppel-Album „The Reflektor“ folgt nun „Everything Now“, eine Neon-Pop-Vision mit abgründigen Lyrics, elektronisch geschwängerten Experimenten und, unter anderem, Thomas Bangalter (Daft Punk) an den Reglern. Klingt komisch, ist es auch.

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Sweet Apple – Sing The Night In Sorrow

Längst mehr als ein sympathischer Nebenschauplatz für J Mascis, konnten sich Sweet Apple spätestens mit dem Release von „The Golden Age Of Glitter“ vor drei Jahren als eigenständige Entität etablieren. Der mit Retro-Charme angereicherte Alternative Rock trifft auf Power-Pop-Hymnen, dicke Gitarren und abermals reihenweise Gaststars, von denen viele Wiederholungstäter sind. Auf „Sing The Night In Sorrow“ findet sich die All-Star-Band nun endgültig.

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