Kategorie: Reviews & Previews

Fufanu – Sports

Kaktus Einarsson und Gulli Einarsson sind Schulfreunde, nicht verwandt, die sich 2008 trafen und schnell eine enge musikalische Verbindung aufbauten. Bei Studio-Sessions gaben sie sich den Namen Captain Fufanu (der Captain ist mittlerweile von Bord gegangen), später waren sie als DJs in Reykjavik tätig und wurden schließlich von Damon Albarn zu Aufnahmen und auf Tour eingeladen. In der Zwischenzeit zur Band gewachsen, entdecken Fufanu auf „Sports“ ihr Faible für Post Punk und New Wave der 80er Jahre.

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Manu Delago – Metromonk

Musik aus Stahlschalen: Der Österreicher Manu Delago entdeckte vor Jahren das noch relativ junge Musikinstrument Hang (Berndeutsch für Hand) für sich und bettet dieses in minimalistische elektronische Kompositionen ein, die ihn zum Kritikerliebling reifen ließen. Nach dem letzten Live-Zyklus zu „Silver Kobalt“ wollte Delago wieder etwas weiter vom verstärkten Synthesizer-Einsatz abrücken und sein Hang-Spiel erneut in den Mittelpunkt rücken. Dabei entstand das spannende „Metromonk“ mit prominenter internationaler Unterstützung.

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Der Ringer – Soft Kill

Nach diversen Kleinformaten sowie einer gemeinsamen EP mit den neuen Besties von Isolation Berlin starten Der Ringer nun wieder im Alleingang durch. Musikalisch irgendwo zwischen Cloud-Pop, New Wave und Post Punk beheimatet, befassen sie die Herren aus Hamburg mit Machtfantasien, Sinnsuche und einem Hauch von Dystopie. „Soft Kill“ ist Rockmusik, ohne Rock zu sein, und sucht den Kosmos nach unerklärlich-vertrauten Phänomenen ab.

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Mother’s Cake – No Rhyme No Reason

Sie sind aktuell so etwas wie Österreichs Rock-Band der Stunde, und das aus gutem Grund. Der wuchtige, psychedelisch-proggig angehauchte Hard-Rock-Sound von Mother’s Cake brachte die Innsbrucker bereits auf Tour mit Wolfmother, Deftones und Iggy Pop. Eben erst von einer ausgedehnten Europa-Tour zurückgekehrt, steht nun das dritte Studioalbum „No Rhyme No Reason“ am Start, das abermals wuchtige 70s-Riffs mit verspielten, kunstvollen Arrangements verbindet.

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Charlie Cunningham – Lines

Millionen von Streams auf Spotify, serienweise intime Gigs und gefeierte Festival-Auftritte in ganz Europa: Charlie Cunningham mag kein Chartstürmer sein, konnte sich in den letzten beiden Jahren, nicht zuletzt durch drei herausragende EPs, schnell ein besonders loyales Publikum erspielen. Der britische Singer/Songwriter, mittlerweile bei José González‚ Label Dumont Dumont unter Vertrag, verbindet auf seinem Debütalbum „Lines“ nun Genre-Tradition mit modernen Elementen.

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Graeme Park, Mike Pickering, Peter Hook & Manchester Camerata – Haçienda Classiçal

Können Dancefloor-Klassiker und ein Orchester miteinander harmonieren? Diese Frage stellen sich Graeme Park und Mike Pickering, Mitbegründer des Haçienda-Sounds. Das Team hinter der legendären Diskothek FAC 51 The Haçienda in Manchester brachte gemeinsam mit der Manchester Camerata, dem AMC Choir und diversen Gästen ein ganz besonderes Event, an dem Joy Division– und New Order-Mitbegründer Peter Hook mitkonzipierte, auf die Bühne. Nun erscheint „Haçienda Classiçal“ im Albumformat.

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Firewind – Immortals

Ruhig geworden war es zuletzt um die griechische Power Metal-Band Firewind. Nachdem das letzte Werk „Few Against Many“ vor fünf Jahren das Qualitätsniveau der bisherigen Veröffentlichungen nicht ganz halten konnte und Sänger Apollo Papathanasio anschließend die Band verließ, widmete sich Bandkopf und Gitarrist Gus G. erst mal seiner Solokarriere. Zwei gutklassige – mit verschiedenen Gastsängern aufgenommenen – Scheiben später lässt er nun aber seine fünfköpfige Hauptband wieder aufleben. Mit dem Ex-Brainstorm/Ex-Metalium-Sänger Henning Basse hat er den vakanten Posten am Mikrophon auf dem neuen Album „Immortals“ perfekt besetzen können, so dass die Blicke der Power Metal-affinen Hörerschaft nun ganz gespannt auf Griechenland gerichtet sind.

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Leopold And His Fiction – Darling Destroyer

Nach mehreren Jahren mit seiner Folk-Band Cowboy And Indian widmet sich Daniel Leopold wieder seiner eigentlichen, alten Liebe Leopold And His Fiction. Der US-Amerikaner kehrt zumindest zu einer herrlich ausgewogenen Packung Retro-Rock mit Blues-, Soul- und Motown-Einflüssen zurück. Hörbar von seiner mittlerweile fünfjährigen Tochter, deren Geburt und Aufwachsen beeinflusst, wird „Darling Destroyer“ zu seiner bislang persönlichsten Platte.

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Frank Carter & The Rattlesnakes – Modern Ruin

Wie wütend ist Frank Carter anno 2017? Oder: Muss er überhaupt noch wütend sein? Sein einstiges Hardcore-Punk-Betätigungsfeld Gallows ließ er ebenso hinter sich wie die melodischeren Pure Love. Mit seiner neuen Band The Rattlesnakes verarbeitete er vor eineinhalb Jahren private Tragödien und Rückschläge, kehrte auf „Blossom“ sogar ein wenig zum wütenden Sound seiner Anfänge zurück. Umso verwunderlicher ist, dass das Songwriting des Nachfolgers „Modern Ruin“ direkt nach dem Release des Rattlesnakes-Debüt begann, denn dieses Mal zeigt sich Carter musikalisch noch reifer und breiter aufgestellt.

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Bonobo – Migration

Skrillex, Disclosure, Four Tet – wenn es um musikalische Lieblinge geht, berufen sie alle sich auf Bonobo. Als Simon Green im britischen Brighton geboren, schlug der 40jährige bereits vorJahren seine Zelte in Los Angeles auf und verdichtet seine gefühlsbetonte Vision von elektronischer Musik seither konsequent weiter. Auf „Migration“ befasst er sich nun mit dem Gedanken von Heimat in Verbindung mit Identität in multikulturellen Zeiten.

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