Kategorie: Reviews & Previews

The Used – I Come Alive

Lange zwei Jahre mussten die zahlreichen Fans von The Used warten, bis Anfang 2012 nun endlich ein neues Lebenszeichen der Band um den gleichwohl genialen wie durchgeknallten Fronter Bert McCracken am Horizont erscheint. Nach dessen schweren Bühnenunfall im März 2011 (zahlreiche Brüche an allerlei verschiedenen Körperregionen) scheint Bert wieder halbwegs auf dem Damm – zumindest war er fit genug, um mit seinen Mitstreitern das neue Album „Vulnerable“ einzuspielen. Produktionstechnisch setzen The Used auf Altbewährtes, der Herr der Regler ist erneut  John Feldmann, mit dem die Band bereits seit mehreren Jahren fruchtbar zusammenarbeitet. Organisatorisch hat man dagegen dem Major-Label den Rücken gekehrt, die Amerikaner sind heuer bei Hopeless Records untergekommen.

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Kimbra – Settle Down

Mit „Somebody That I Used To Know“ rollte der Australier Gotye in den vergangenen Wochen die Charts von hinten auf und steht mittlerweile auf Platz 1. Den weiblichen Part des Hits übernimmt die 21jährige Neuseeländerin Kimbra Johnson, die mit ihrem Soloalbum „Vows“ in ihrer Heimat und in Australien in den Top 5 gelandet ist. Ein Deutschland-Release steht bislang noch in den Sternen, dafür erscheint nun die EP „Settle Down“ digital. Darauf zeigt sich die Newcomerin von ihrer leicht schrägen, betont souligen Seiten.

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Example – Stay Awake

Elliot John Gleave ist nun auch in Deutschland endgültig gelandet. Verpasse „Kickstarts“ auf wundersame Art und Weise noch die Charts, schaffte es „Changed The Way You Kiss Me“ gleich bis in die Top 1o, während sich das Album „Playing In The Shadows“ eher mittelmäßig schlug. In Examples britischer Heimat schafften es Single und Album ebenso auf die Eins wie auch „Stay Awake“, das nun nachgeschoben wird. Interessant ist jedoch, dass es nur zu einem digitalen Release reicht, obwohl der Vorgänger überaus erfolgreich war. Dabei riecht es hier nach einem mehr als sympathischen Follow-Up.

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Trent Reznor / Atticus Ross – The Girl With The Dragon Tattoo

Während die Nachricht, Trent Reznor würde über kurz oder lang seine Nine Inch Nails wieder reaktivieren, für ein großes Rauschen im musikalischen Blätterwald gesorgt hat, gibt es Nachschub am Soundtrack-Markt. Gemeinsam mit Atticus Ross heimste er für den Score zu David Finchers „The Social Network“ – ein Film über die Entstehung des sozialen Netzwerks Facebook – eine Vielzahl an Auszeichnungen ein, unter anderem einen Oscar und einen Golden Globe ein. Auch bei Finchers neuestem Streich „The Girl With The Dragon Tattoo“ (deutscher Titel: „Verblendung“) sind Reznor und Ross erneut mit an Bord mit knapp drei Stunden Musik auf drei CDs.

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The Ting Tings – Hang It Up

Während die britische BBC kürzlich ihre Hoffnungsträger für 2012 präsentierte, lohnt sich ein Blick zurück auf das Jahr 2008 mit so illustren Künstlern wie Adele, Duffy, MGMT und den Foals. Auf Platz 3 landeten The Ting Tings, die in Großbritannien sowohl die Spitze der Single- als auch der Albumcharts erklommen und hierzulande „That ’s Not My Name“ und „Shut Up And Let Me Go“ in Top 40-Nähe brachten. „Hands“ sollte 2010 ein neues Album ankündigen, lief aber eher durchschnittlich, woraufhin die gesamte Platte verworfen und neu geschrieben wurde. Am 24. Februar soll es nun endlich so weit sein, wenn „Sounds From Nowheresville“ in den Läden steht. Die Vorab-Single „Hang It Up“ riecht nach gepflegtem Arschtritt.

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Astronautalis – This Is Our Science

Als Kritikerliebling und legitimer Nachfolger von Beck hat sich Charles Andrew Bothwell unter seinem Künstlernamen Astronautalis bereits weit über die Grenzen seiner Heimatstadt Minneapolis, Minnesota einen Namen gemacht. Irgendwo zwischen HipHop, Folk und Singer/Songwriter sprengt er Genre-Grenzen zwischen scharfzüngigen Rhymes, authentischem Storytelling und dezentem Pop-Appeal. Was im März 2009 auf „Pomegranate“ bereits hervorragend funktioniert hat, wird nun auf seinem vierten Album „This Is Our Science“ vertieft, das es mit vier Monaten Verspätung endlich über den Atlantik geschafft hat.

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Kontor – Top Of The Clubs Vol. 53

Die Dance-Szene ändert sich und so ist es nur konsequent, dass auch die 53. Ausgabe der Kontor-Erfolgs-Reihe „Top Of The Clubs“ mit der Zeit geht und immer mehr amerikanische Rapper aufnimmt. Schließlich verspricht sie einmal mehr auf drei CDs das Beste von den Tanzflächen wiederzuspiegeln und da gehören die aktuell angesagten Ami-Dance-Raps einfach dazu. Allerdings gibt es hier keine abgedroschenen und tot gedudelten Hits von Taio Cruz und Konsorten, sondern jeder Menge frisches Material.

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This Love Is Deadly – This Love Is Deadly

Das noch junge Jahr 2012 hat sein erstes Ausrufezeichen. Man weiß nicht erst seit dem Weihnachtsfest und den ach so heiß herbeigesehnten Treffen mit der Verwandtschaft, dass ‚Liebe‘ tödlich sein kann. Dachte sich auch das Berliner Trio This Love Is Deadly, das die Bühnen der Nation erstmals Ende 2010 mit ihrer Präsenz segnete und nun das selbstbetitelte Debütalbum an den Start bringt. Darauf zu finden: verschrobener Noise-Rock mit Grunge-Schlagseite und einem Händchen für kratzig-bezaubernde Melodien.

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S.C.U.M – Faith Unfolds

Um den Nachwuchs muss man sich bei Mute keine Sorgen machen, auch wenn man mittlerweile ohne große Major-Unterstützung auskommen muss. Bestes Beispiel dafür sind S.C.U.M aus London um Sänger Thomas Cohen und Keyboarder Samuel Kilcoyne, den Sohn von Add N To (X)-Synthi-Schmied Barry 7. Nach diversen EPs und Sampler-Beiträgen gelang mit dem Debüt „Again Into Eyes“ ein echter Düster-Leckerbissen zwischen bissigem Alternative Rock und atmosphärischen Electro-Pop-Klängen. Die bereits dritte Auskopplung „Faith Unfolds“ ist auf der gitarrenarmen Seite zu Hause.

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Wishbone Ash – Reason To Believe

Zuerst die nackten Fakten: Wishbone Ash sind zurück und haben Single und Album im Gepäck. Während die Älteren jetzt vermutlich am ehesten ein „die gibt’s immer noch?“ murmeln werden, fragen sich die Jüngeren wohl, wer sich hinter diesem Namen überhaupt verbirgt. Ihre erfolgreichsten Zeiten hatte die britische Band nämlich in den frühen 70ern, zur Blütezeit des Hard Rock. Den Status von Bands wie Deep Purple, Led Zeppelin oder Black Sabbath erreichten Wishbone Ash zwar nie, dennoch konnte man damals in diesem Umfeld für einige Aufmerksamkeit sorgen. Viele Besetzungswechsel, Trennungen und Reunions später versucht es die Band nun noch mal mit einem kleinen Comeback in Form des Albums „Elegant Stealth“ und der Single „Reason To Believe“.

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