Kategorie: Singles & EPs

Noisettes – I Want You Back

Die britischen Noisettes, jüngst zum Duo geschrumpft, wollten sich noch nie auf eine bestimmte Musikrichtung festlegen. So schien die Veröffentlichung von „Never Forget You“, einem der größeren Hits der Band um Sängerin Shingai Shoniwa, im Zuge des 60s-Revivals zwar durchaus logisch, doch klang die Nummer eben auch völlig anders als der in den 70ern verwurzelte, ebenfalls sehr erfolgreiche Vorgänger „Don’t Upset The Rhythm“. Trotz stärkerer Zuwendung zu Popmusik wird Abwechslung bei den Noisettes noch immer groß geschrieben – das hierzulande nur als Import erhältliche neue Album „Contact“ unterstreicht diese These bravourös. Freude dürfte bei den deutschen Fans angesichts der Tatsache aufkommen, dass die zweite Single „I Want You Back“ auch in hiesigen Gefilden veröffentlicht wird.

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Mobilée – Little Sister

Drei Dinge sind es, die die meisten mit Duisburg in Verbindung bringen werden: den größten Binnenhafen der Welt, die Schimanski-Tatort-Krimis und seit 2010 leider auch das Loveparade-Unglück. Wenn es mit gerechten Dingen zugeht, müsste man dieser Liste in absehbarer Zeit aber auch noch den Bandnamen Mobilée zufügen. Die Musik der Duisburger Newcomerband, die irgendwo im Grenzbereich zwischen Folk und Pop anzusiedeln ist, verbreitet nämlich sofort gute Laune, und das auch auf Albumlänge, wie das im September erschienene Debütwerk „Walking On A Twine“ beweist. Dieser Tage kommt mit „Little Sister“ bereits die dritte Single in die Läden – und könnte den Bekanntheitsgrad der Band ein gutes Stück erhöhen, handelt es sich dabei doch auch um den Titelsong des Kinofilms „Die Vampirschwestern“.

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Girls Aloud – Something New

Nach drei Jahren Pause melden sich Kimberley Walsh, Sarah Harding, Cheryl Cole, Nicola Roberts und Nadine Coyle wieder mit vereinten Stimmen zurück, um gemeinsam mit ihren Fans das Comeback von Girls Aloud zu feiern. In erster Linie zelebrieren die fünf Britinnen mit ihrem kommenden Greatest Hits „Ten“ das zehnjährige Bandbestehen, aber auch andere Missionen lassen sich damit verknüpfen. Als Interpret des offiziellen Songs zur diesjährigen Charity-Gala „Children In Need“ der BBC lässt sich womöglich auch der verloren geglaubte Glanz der Girlgroups wieder herstellen. Mit viel Inspiration und Erfahrung aus vergangenen Solo-Projekten präsentiert das Quintett nun jedenfalls „Something New“.

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Everlast – Long Time

Streng genommen ist Everlast ein One-Hit-Wonder. Mit „What It’s Like“ schlug er Ende der Neunziger hohe Wellen – unter anderem Platz 17 in Deutschland – danach gab es maximal kleinere Lebenszeichen, während sich die Alben ganz solide schlugen. So auch das aktuelle Werk „Songs Of The Ungrateful Living“, das es in die Top 60 schaffte. Das Mitglied der mittlerweile wiedervereinten House Of Pain hat sich mittlerweile als Singer/Songwriter mit einem Faible für Folk, Blues und Country fest etabliert. „Long Time“, die zweite Auskopplung aus besagtem Album, zeigt Everlast in gewohnt guter Form.

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Yeasayer – Reagan’s Skeleton

Experimentell ist in, zumindest im Fall von Yeasayer. Die New Yorker Band, die ihren eigenen, ziemlich ungewöhnlichen Stil konsequent als „Middle-Eastern-Psych-Pop-Snap-Gospel“ betitelt, hat sich mit ihrem dritten Album „Fragrant World“ endlich auch in den deutschen Top 100 platzieren können, nachdem zwei Jahre zuvor mit „Odd Blood“ bereits der Chartseinstieg in England und den USA glückte. Trotz des Erfolges wurde bisher auf das Auskoppeln einer Single – mal abgesehen von der Vorab-Promo „Henrietta“ – verzichtet, doch jetzt, ganze drei Monate nach Albenveröffentlichung, hat man mit „Reagan’s Skeleton“ den vielleicht kommerziellsten Song des Albums als Singlekandidat auserkoren.

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Nadine Shah – Aching Bones

Ein Blick in die Musik-Blogosphäre zeigt: Während die BBC ihre „Sound of…“-Nominierten noch nicht bekannt gegeben hat, läuft in der Online-Welt die Suche nach potentiellen Kandidaten bereits auf Hochtouren. Neben Laura Mvula taucht auch immer wieder der Name Nadine Shah auf. Shah hat norwegische und pakistanische Wurzeln, stammt aus dem Norden Englands und wird bevorzugt mit PJ Harvey, Marianne Faithfull und Nick Cave verglichen, ist eine Singer/Songwriterin mit einem Händchen für düstere, ungewöhnliche Klänge. Ihre Debüt-EP „Aching Bones“ zählt zu den interessantesten Genre-Releases des Jahres.

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Rudimental feat. John Newman & Alex Clare – Not Giving In

Auch wenn es in ihrer britischen Heimat mit einem Nummer-Eins-Hit geklappt hat (dazu kommen weitere Top-Platzierungen in Belgien, Holland, Australien und Neuseeland), reichte es hierzulande nicht zu höheren Weihen. „Feel The Love“, der Drum’n’Bass-Sommerhit von Rudimental, schaffte es nur auf die #59. Ein erstes Album soll in UK im Februar 2013 erscheinen, für Deutschland gibt man sich erst einmal zurückhaltend. So dürfte es auch kaum verwundern, dass das Follow-Up „Not Giving In“ als weitestgehend unbeachteter 1-Track-Download hinterher geschoben wird.

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Laura Mvula – She

Als vermeintliches RCA-Kernthema für das nächste Jahr wird Laura Mvula angekündigt, eine von vielen faszinierenden, ’neuen‘ britischen Soulstimmen, die jedoch – gesanglich wie musikalisch – angenehm anders klingt. Sie durfte bereits für Rebecca Ferguson eröffnen, erinnert in ihrer unorthodoxen Präsentation an Cold Specks und arbeitete mit Produzent und Grammy-Gewinner Tom Elmhirst, der auch schon mit Amy Winehouse, Adele und Lily Allen im Studio stand. Ein Album ist bislang noch Zukunftsmusik, dafür schafft es die Single „She“ mit gleich drei exklusiven B-Seiten über den Download-Weg auch nach Deutschland.

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Dúné – Hell No!

So erfolgreich Dúné mit ihrem zweiten Album „Enter Metropolis“ auch waren, für die Band waren die letzten Jahre eine Zeit der großen Veränderungen. Gleich drei Mitglieder – Gitarrist Simon Troelsgaard, Drummer Malte Aarup-Sørensen und Keyboarderin Cecilie Dyrberg – verabschiedeten sich, man ist mittlerweile nur mehr als Quartett unterwegs. Den Tatendrang der Dänen konnten diese Abgänge nicht schmälern: Im Februar 2013 soll ihr drittes Album „Wild Hearts“ erscheinen. Vorab deutet „Hell No!“ als exklusive iTunes-Single an, dass sich die zarte Evolution bei Dúné fortsetzt. Zumindest scheint man sich von der vor einem Jahr veröffentlichten mauen EP „Echoes Of December“ zu distanzieren.

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The Bamboos feat. Daniel Merriweather – I Never

Auch wenn es hierzulande mit dem Durchbruch noch nicht geklappt hat – in ihrer australischen Heimat sind die Soul- / Funk-Experten The Bamboos mit ihren Singles und Alben regelmäßig in den Charts vertreten. Das aktuelle Album „Medicine Man“ unterhält immer noch bestens, was neben Stammsängerin Kylie Audist an diversen hochkarätigen Gästen liegt. Nachdem Aloe Blacc der ersten Single „Where Does The Time Go?“ seine Stimme lieh, konnte für den Nachfolger „I Never“ der hierzulande ebenfalls nicht gänzlich unbekannte Daniel Merriweather gewonnen werden.

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