Yeasayer – Fragrant World

Auch wenn sie mit ihrem zweiten Album „Odd Blood“ in Großbritannien und ihrer US-amerikanischen Heimat erstmals Chartluft schnuppern, ja sogar den einen oder anderen Song in diversen TV-Shows unterbringen konnten, bleiben Yeasayer nach wie vor ein Insidertipp, wenngleich auch ein etwas prominenterer. Ihr experimenteller, psychedelisch-elektronischer Zugang zu Rock- und Popmusik ist ob seiner Komplexität sicherlich nicht jedermanns Sache. Für „Fragrant World“, das mittlerweile dritte Album, schlagen die US-Amerikaner erneut einen kleinen Haken, reduzieren die Rock-Elemente auf ein absolutes Minimum und widmen sich insbesondere einer Mischung aus RnB und Pop der 80er und 90er.

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No Doubt – Settle Down

Zu den wichtigsten Vertretern des New Wave und Ska-Punks ab Mitte der 90er-Jahre kann definitiv die US-amerikanische Rockband No Doubt gezählt werden. Die sechsköpfige Combo um Frontfrau Gwen Stefani feierte mit ihrem zweiten Album „Tragic Kingdom“ sowie dem Überhit „Don’t Speak“ 1996 ihren Durchbruch und konnte gleich mal weit über 16 Millionen Platten absetzen. Obwohl ähnlich gigantische Erfolge seitdem nicht mehr wiederholt werden konnten, tauchte die Gruppe mit Hits wie „Just A Girl“, „Hey Baby“ oder „It’s My Life“ immer mal wieder in den Top 10 der Charts auf, ehe sich Stefani 2004 für eine Solokarriere entschied und ihren Kollegen den Rücken kehrte. Acht Jahre später jedoch wollen sie es noch einmal wissen: Mit „Push And Shove“ steht am 21. September der heiß erwartete fünfte Longplayer in den Startlöchern, und mit „Settle Down“ lässt die Truppe nun einen erfrischenden wie unkonventionellen Vorboten auf die Hörerschaft los.

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The Good The Bad And The Zugly – Brainbomb

Laut, hässlich, ungemütlich – wer aktuell auf Stromgitarren-Krach steht, ist aktuell in Norwegen besonders richtig. Neben Kvelertak punktet vor allem die Fysisk-Front um Bands wie Haust, Okkultokrati und Livstid regelmäßig mit fiesen Releases. Nun setzen auch The Good The Bad And The Zugly zum Angriff an. Das Quintett aus Harestua mischt Punk Rock mit Hardcore, vornehmlich auf zahlreichen Kleinformaten. Ein Album ist nicht in Sicht, dafür gibt es nun „Brainbomb“, gleichzeitig digital und als auf 500 Stück limitierte 7″ erhältlich.

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Mothlite – Seeing In The Dark

Eigentlich ist Daniel O’Sullivan ein Mann für düstere, zuweilen ätherische Töne als Teil der Avantgardisten Ulver und der Art-Rocker Guapo. Auch mit den Drone-Vorreitern Sunn O))) trat er bereits live auf. Wer den 41jährigen Briten von diesen Betätigungsfeldern kennt, dürfte über die Existenz von Mothlite besonders überrascht sein; oder gerade deswegen eben kein bisschen. Gemeinsam mit dem norwegischen Producer Knut Jonas Sellevold macht er düsteren 80s-Pop zwischen den Schützengräben Wave und Gothic. Das aktuelle, zweite Album „Dark Age“ erschien – ebenso unüblich – über das Edel-Prog-Label Kscope, mit „Seeing In The Dark“ wurde nunmehr auch eine passende Auskopplung gefunden.

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Billy Talent – Surprise Surprise

Billy Talent gehen nur zurück, um Anlauf zu nehmen: Während ihr erstes Album noch abseits des Mainstreams stattgefunden hatte, öffnete die #1 in den deutschen Albumcharts für „Billy Talent II“ den Kanadiern Tür und Tor. Ein Nachfolger mit stärkerem Rockanteil (und durchaus vorhandenem Erfolg) schloss die Albumtrilogie ab, überdies ist man nach wie vor auf Festivals gern gesehener Gast und sorgt regelmäßig für ausverkaufte Hallen. Nachschub gibt es am 7. September in Form von „Dead Silence“, der ersten unnummerierten Billy Talent-Platte. „Viking Death March“ machte vor wenigen Monaten bereits Dampf, mit „Surprise Surprise“ steht nun eine zweite Vorab-Single in den Startlöchern.

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Olly Murs – Oh My Goodness

Als One-Hit-Wonder in die Chartgeschichte einzugehen, ist so ziemlich das Schlimmste, was einem passionierten Musiker passieren kann. Besonders Castingshow-Teilnehmer ereilt dieses Schicksal bekanntermaßen – oft auch mangels Talent – nur allzu häufig. „X Factor“-Finalist Olly Murs braucht sich dahingehend jedenfalls keine Sorgen zu machen: Allein in seiner Heimat Großbritannien konnte er bereits mit drei Nr. 1-Singles sowie einem Nr. 1-Album aufwarten, und auch hierzulande stürmte der smarte 28-Jährige mit seinem Song „Heart Skips A Beat“ Radiostationen und Hitparaden. Und auch mit seiner zweiten Singleauskopplung „Oh My Goodness“ macht er gleich mal alles richtig, zeigt diese doch eine weitere, sehr schwungvolle musikalische Seite von ihm.

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Keane – Sovereign Light Café

Seit ihren ersten Gehversuchen mit „Somewhere Only We Know“ und „Everybody’s Changing“ haben sich Keane einen Fixplatz in der europäischen Musiklandschaft erarbeitet. Mit ihren fünf bisherigen Alben und EPs schafften sie es in ihrer britischen Heimat auf die #1 – eine Marke, die nur von den Beatles getoppt wird. Auch in Deutschland reichte es für eine Top 5-Platzierung, während es für die Single „Disconnected“ nichts zu holen gab. Ob sich der Nachfolger „Sovereign Light Café“ besser schlagen wird, daran kann man gut und gerne zweifeln. Dass sich Keane nach dem schwierigen Übergangsalbum „Perfect Symmetry“ jedoch mittlerweile stabilisieren konnten, wird auch hier mehr als deutlich.

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Mia Diekow – Herz

Wohin man auch wandelt, über deutschsprachige Musik stolpert man gerade nicht unbedingt selten. Abenteuerlicherweise sind dabei teils richtige Entdeckungen dabei: Die märchenhafte Hamburgerin Mia Diekow möchte man schnell als solche bezeichnen. Die Musikerin scheint gewappnet für den deutschen Popmärchenwald;  „Herz“ ist aktueller Bote eines reich an bunten Bildern, Geschichten erzählenden, zwischen süß und wild verkündenden Debüts: „Die Logik liegt am Boden“.

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The History Of Apple Pie – Do It Wrong

Ohne einen Ton gehört zu haben, enttäuschen The History Of Apple Pie auf ganzer Linie. Man lernt nichts über die Geschichte des Apfelkuchens, Sängerin Stephanie Min gibt sogar zu Protokoll, dass sie die Süßspeise eigentlich nicht leiden kann. Etikettenschwindel! Nun aber mal der Reihe nach: Das Quintett aus London ist noch relativ jung, wird von den Noise-Rock-Schmeichlern Yuck hoch geschätzt und bewegt sich musikalisch irgendwo zwischen Dinosaur Jr., Pavement, My Bloody Valentine und Sonic Youth. Für ihre dritte Single „Do It Wrong“ ist man mittlerweile bei Marshall Teller Records gelandet und verspricht, die Qualität der beiden Vorgänger zumindest zu halten.

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