Schlagwort: Alternative Rock

Ghost Woman

Ghost Woman – Ghost Woman

Als Teil von Michael Raults Tross tourte Evan John Uschenko mit allerlei Granden, darunter Jacco Gardner und King Gizzard & The Lizard Wizard. Irgendwann reifte der Wunsch, selbst etwas zu basteln, und Ghost Woman waren geboren. Herzschmerz und falsche Erwartungen begleitet seine Band, die sich nach einigen Rückschlagen – ein Proberaumfeuer zerstörte einen Teil des Equipments, andere Gitarren und Verstärker wurden aus dem verschlossenen Van geklaut – nun musikalischen Schlagzeilen widmen. Auf die ausverkaufte 7″-Single „Lost Echo“ folgt das erste Album, schlicht „Ghost Woman“ betitelt.

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Alexisonfire

Alexisonfire – Otherness

Ja, sie sind wirklich wieder da. Und nun sogar auf Albumlänge. 2019 und 2020 veröffentlichten Alexisonfire drei Singles als kleines Studio-Lebenszeichen, nachdem man sich zwischenzeitlich aufgelöst hatte und erst einmal für Live-Gigs zurückgekehrt war. Die kanadischen Post-Hardcore-Veteranen machen nun tatsächlich ein neues Album, das sich für die Kanadier wie eine Rückkehr zum bestens gelaunten Esprit der Anfangstage anfühlte. Das Ergebnis, „Otherness“, bemüht sich natürlich um den vertrauten Sound, schreckt aber ebenso wenig vor frischen Einflüssen zurück und hat das Zeug zum modernen Klassiker.

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Mt. Joy

Mt. Joy – Orange Blood

Zahlreiche kleine Radiohits und sogar ein erster Chart-Einstieg in den USA mit „Rearrange Us“: Mt. Joy schwimmen auf einer kleinen Welle des Erfolgs. Nach ihren erfolgreichen ersten beiden Alben zog sich das Songwriter-Duo Matt Quinn und Sam Cooper allerdings in die Wüste zurück. Die erhoffte Tour wurde vom Weltgeschehen gestoppt und nach dem Breakup-Flair des letzten Werks suchte man nach neuen Wegen. Die Farbe Orange wurde zum steten Begleiter, zum Symbol des Wunsches nach einer deutlich positiveren Platte, die selbst mitten im Verfall die Schönheit des eigenen Umfeld erkennen wollte. „Orange Blood“ setzt den Reigen an unverschämt guten Alben gekonnt fort.

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Trixsi

Trixsi – …And You Will Know Us By The Grateful Dead

Eigentlich keine Überraschung, dass „Frau Gott“ so gut geworden war: Die durchaus prominenten Namen hinter Trixsi bürgen für Qualität und fanden schnell einen gemeinsamen musikalischen Nenner. Und nu? Zwei Jahre später wird einfach nachgelegt, ganz lässig und ungekünstelt. Das Quintett sagt von sich selbst, es wolle das sprichwörtliche Rad – eigentlich Räder – nicht neu erfinden. Stattdessen setzt es den nunmehr bekannten Mix aus Indie, Alternative, Post und Punk mit dosiger Verpackung. „…And You Will Know Us By The Grateful Dead“ trägt einen großartigen Titel. Ist das alles?

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Have You Ever Seen The Jane Fonda Aerobic VHS?

Have You Ever Seen The Jane Fonda Aerobic VHS? – Maine Coon

Starker Bandname mit musikalischer Substanz: Have You Ever Seen The Jane Fonda Aerobic VHS? sind natürlich ein Hingucker und erzeugen Aufmerksamkeit. Hinter der sperrigen Dehnung stecken drei finnische Musiker:innen mit einem Faible für Garage Rock, dem ein wichtiges Instrument fehlt: die Gitarre. Stattdessen werden Synthesizer eingesetzt, die den Throwback-Aspekt des Trios zu unterstützen wissen. Auf „Maine Coon“ setzt es eine halbe Stunde zwischen Garage, Punk, Indie, Pop, Grunge und Alternative mit himmlischen Melodien und abgründgigen Texten.

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Slang

Slang – Cockroach In A Ghost Town

Seit über einem Jahrzehnt machen Drew Grow und Janet Weiss gemeinsam Musik, doch scheinen Slang trotzdem aus dem Nirgendwo gekommen zu sein. Die Band um aktuelle und ehemalige Mitglieder so illustrer Bands wie Sleater-Kinney, Wild Flag und The Thermals wuchs erst im Laufe der Zeit zum Quartett an und taucht nun – gefühlt – ebenso plötzlich mit einem ersten Album an. Auf „Cockroach In A Ghost Town“ gibt es einen Mix aus Indie und Alternative mit allerlei Prominenz von Stephen Malkmus (Pavement) über Sam Coomes (Quasi) bis hin zu Mary Timony (Wild Flag) zu hören.

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Kellermensch

Kellermensch – Capitulism

Alle heiligen Zeiten tauchen Kellermensch wieder aus der im Bandnamen verankerten Versenkung auf und bringen neue Musik unter das Noir-wütige Volk. So landet nun das ‚erst‘ dritte Album in elf Jahren. Bislang lohnte sich die Wartezeit stets, denn die Dänen verstehen es perfekt, ihre Düsternis in frische, aufregende Songs zu pressen. Die letzten beiden Jahre trugen selbstverständlich zum Sound und zur Präsentation von „Capitulism“ bei. Sie hätten sich noch nie so sehr verausgabt, gibt das Sextett zu Protokoll. Das glaubt man ihnen anhand dieser neuen Finsterperlen gerne.

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Spice

Spice – Viv

Manchmal geht es ganz schnell: 2018 gegründet, veröffentlichten Spice um aktuelle und ehemalige Mitglieder so illustrer Bands wie Ceremony, Sabertooth Zombie und Creative Adult im Sommer 2020 ein spannendes Debütalbum und legen knapp zwei Jahre später nach. Den Sound erklärt man ganz lapidar – man sperrte sich in einem Zimmer ein, das hier sei das Ergebnis. „Viv“ – benannt nach einem früheren Projekt von Bassist Cody Sullivan und Geigerin Victoria Skudlarek – spinnt den leicht experimentellen, emotionalen Rockfaden des US-Quintetts geschickt weiter.

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Octopuss

Octopuss – A Nut For A Jar Of Tuna

Manche sind big in Japan. Octopuss erfreuen sich hingegen in China großer Beliebtheit, tourten dort bereits zehnmal, spielten auf großen Festivals und in Fernsehshows, die mehr als 70 Millionen Zuseher erreichten. Hierzulande ist das italienische Trio, das unter anderem für Deep Purple und die Scorpions eröffnete, kein ganz so großer Name, doch das könnte sich nun ändern. Die mittlerweile in Los Angeles ansässige Band wurde in den legendären Shangri-La-Studios von allerlei Prominenz mit zig Platin-Auszeichnungen aufgenommen und abgemischt. Tatsächlich hört man „A Nut For A Jar Of Tuna“ das professionelle Umfeld sowie die langjährige Live-Erfahrung deutlich an.

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The New Mourning

The New Mourning – When The Light Fades

Der musikalische Neustart ist ein Muss für Thomas Pronai, der nicht nur das einzige komplett analoge Aufnahmestudio Österreichs besitzt, sondern sich mit so illustren Formationen wie The Beautiful Kantine Band und Bob Candy & His Broken Hearts einen anständigen Ruf erarbeitete. Pronais neuestes Vehikel, The New Mourning, veröffentlichte bereits 2019 eine erste Single und hat seit Februar 2020 eine komplett fertige Platte in der Hinterhand, die bis jetzt auf ihren Release wartete. „When The Light Fades“ bemüht das Spannungsverhältnis zwischen der Freiheit des Ausbruchs aus vorgegebenen Mustern und dem Einhalten eben solcher selbstauferlegter Einschränkungen.

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