Schlagwort: Alternative Rock

Abraxas

Abraxas – Monte Carlo

Gegenseitige Bewunderung des jeweiligen musikalischen Schaffens begleitete Carolina Faruolo (ehem. Los Bitchos) und Danny Lee Blackwell (Night Beats) seit geraumer Zeit. Die Distanz zwischen Großbritannien und Texas verhinderte jedoch den Austausch, zumindest bis der Lockdown das Leben in den Online-Sektor verlegte. Zwischen Isolation und Ungewissheit fanden die beiden als Abraxas ein neues Zuhause, so verlassen wie lebhaft. Blackwell spricht von Dschungeln, nebligen Flüssen, in der Nacht lauernden Panthern und verlassenen Einkaufszentren als Inspiration und Referenz. „Monte Carlo“ wirkt tatsächlich wie von einem anderen Stern.

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Bring The Hoax

Bring The Hoax – Bring The Hoax

Die 90er klopfen an und wollen ihre Gitarren zurück. Zumindest scheint das mehr und mehr zum Motto von Lövely Records zu werden. Bring The Hoax schlagen in eine ähnliche Kerbe, die sich irgendwo zwischen Indie, Alternative, Grunge und Power-Pop bewegt – hymnisch, druckvoll, fuzzy und doch irgendwie zeitgemäß. Das schwedische Quartett um die Jugendfreunde Karl Nordahl und Hasse Karlsson hatte die erste Idee zu dieser Formation bereits 2010 im Keller einer billigen Pension auf Rhodos. Mit Drummer Mark Petterson, der ursprünglich den Tieftöner bedienen sollte, sowie der eigentlichen Bassistin Sara Engström entstand eine erste EP, schlicht „Bring The Hoax“ betitelt.

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Kind Kaputt

Kind Kaputt – Morgen ist auch noch kein Tag

Die Eskalation klopft an und hat Durst. Nach dem Release ihres ersten Albums „Zerfall“ gingen Kind Kaputt auf Headliner-Tour, veröffentlichten in der erzwungenen Downtime mehrere, später zu einer EP zusammengefasste Singles und machten sich schließlich an eine neue Platte. Wut, Enttäuschung und Hoffnung spielen auf „Morgen ist auch noch kein Tag“ eine zentrale Rolle. Stets greifbare Schwere, eskalierende Gefühlswelten und wertvolles Verständnis legen den Grundstein für das bislang vielfältigste Werk des Quartetts.

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Two And A Half Girl

Two And A Half Girl – Evidence Of A Broken Mind

Ihren Namen erhielten sie eher zufällig, aber das ist schon alles, was sich bei Two And A Half Girl einfach so ergab. Das niederländische Quintett versteht sich auf beißende Härte mit Gefühl und sozialem Bewusstsein, irgendwo zwischen Hardcore, Punk und Rock angesiedelt. Erst 2018 gegründet, verbrachte man die Downtime mit Streaming-Konzerten und einer EP, später mietete man sich in einem Haus am Land in Frankreich ein, um das erste Album zu schreiben und einen Teil der Instrumente aufzunehmen. Nun ist „Evidence Of A Broken Mind“ gelandet und leuchtet besonders hell.

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Sweet Teeth

Sweet Teeth – High Anxiety

Ein Volltreffer jagte den nächsten, als Sweet Teeth im Sommer 2021 mit ihrer ersten EP auftauchten. „Acid Rain“ war ein Power-Pop-Fest für Fans von Hüsker Dü und Dinosaur Jr. Trotz aller Widrigkeiten konnten die Schweden ein paar Gigs spielen und fanden zwischendurch noch Zeit für ein erstes komplettes Album. „High Anxiety“ nimmt alles mit, was auf dem Kleinformat funktionierte, und fügt der Angelegenheit einen doppelten lyrischen Boden zwischen Angstzuständen und Möglichkeiten, mit diesen umzugehen, hinzu. Das gelingt gar wunderbar.

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Hot Mass

Hot Mass – Happy, Smiling And Living The Dream

Einfach mal alle Regler auf Elf drehen und losrocken, so oder so ähnlich könnte das Mantra von Hot Mass lauten. Das britische Quartett biegt aktuell bereits mit seinem zweiten Album ums Eck, sechs Jahre nach „Nervous Tensions“, und klingt dabei, als wären sie eigentlich eh immer hier gewesen. Kein Wunder, schließlich tourten die Herren aus Swansea mit wachsender Begeisterung durch die Lande und schärften ihren Sinn für packende, treibende Rocksongs mit Punk-, Alternative-, Indie-, Grunge- und Power-Pop-Einflüssen. „Happy, Smiling And Living The Dream“ ist somit durchaus als Mission Statement zu verstehen.

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Sorry

Sorry – Anywhere But Here

Der Ton im frischen, unschuldigen London ihres ersten Albums ist deutlich rauer geworden: „925“ war ein mehr als gelungener Einstand für Sorry, die sich ihrem eklektischen Mix aus Alternative, Pop, Soul und Electro vor allem von synthetischer Seite näherten. Nun, da sich die sprichwörtlichen Wolken verfinstert haben, reflektiert auch der Sound die deutlich bedrückendere Szenerie. So bemüht sich „Anywhere But Here“ um organische Live-Qualitäten, um neue Direktheit und um eine gewisse Melancholie, beeinflusst von einer Welt, die zwar nahezu gleich aussieht, sich aber irgendwie anders anfühlt.

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Palps

Palps – Black Heart

Einfach geht anders: Nur zwei Jahre nach ihrer ersten EP und vier Jahre nach Gründung stellen sich Palps einem Mammutprojekt. Das Quartett aus Essex nahm nicht etwa nur ein Album auf, es sollte ein Konzeptwerk mit multimedialer Begleitung werden. Zu jedem der acht Songs gibt es ein Video, das die Geschichte dahinter Schritt für Schritt erklärt. In „Black Heart“ geht es um eine Person, die mit ihrer psychischen Gesundheit zu kämpfen hat, was sich entsprechend auf das Umfeld auswirkt. Der Kampf mit der eigenen Gedankenwelt scheint nicht nur eine neue Beziehung auf die Probe zu stellen.

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High Vis

High Vis – Blending

Auch heute, sechs Jahre nach Gründung, sind die Hardcore-Wurzeln von High Vis weiterhin greifbar. Musikalisch bewegt man sich mittlerweile zwar in kunstvollem Punk, der zwischen Rock und Post pendelt, der krachende Elan und das drückende soziale Bewusstsein bleiben jedoch omnipräsent. Was auf dem Debüt „No Sense No Feeling“ bereits hervorragend klappte, wird nun weiterentwickelt.  Graham Sayle verleiht den universellen Texten über Klassenkampf, Armut und Herausforderungen des Alltags nunmehr eine deutlich persönlichere Note und reicht die Hand. Sein Credo auf „Blending“: Du bist nicht, wer du zu glauben scheinst, du bist mehr als dein Klassenhintergrund.

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Kill Strings

Kill Strings – Limbo

Sind sie Deutschlands nächster großer Rock-Export? Zumindest werden Kill Strings entsprechend abgefeiert. Einst als „Hamburgs Foo Fighters“ bezeichnet, hat sich der Sound nach den ersten Singles und EPs, die unter anderem prominent bei Spotify gefeatured wurden, doch weiterentwickelt und diversifiziert. Lee (Gitarre und Gesang) und David (Schlagzeug) kennen sich seit Schulzeiten, spielten in verschiedensten Bands zusammen und bilden im Proberaum das Kreativduo hinter Kill Strings, das mächtige Gitarren ebenso mit auf die Reise nimmt wie zuckende, eingängige Synthies. „Limbo“ ist das erste Album der Nordlichter.

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