Schlagwort: Electro-Pop

Cubzoa

Cubzoa – Unfold In The Sky

Vor über zehn Jahren tauchten zwei Releases unter dem Namen Cubzoa auf Bandcamp auf, die als Grundlage für den Sound von Penelope Isles dienen sollten, die Band der Geschwister Jack und Lily Wolter. Es war Jack, der mit dem an Cubozoa (eine giftige Würfelqualle) angelehnten Pseudonym erste psychedelische Gehversuche wagte. Während der Lockdowns schrieb er zahlreiche Songs im Haus seiner Eltern, die nicht zur gemeinsamen Band passen. Stattdessen wurde Cubzoa als Wolters Soloprojekt wiederbelebt, verträumt, elektronisch, semi-akustisch und – trotz aller Synthetik – höchst warmherzig. Exakt das zeigt sich im magischen ersten Album „Unfold The Sky“.

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Automatic

Automatic – Is It Now?

Erst sorgten sie mit ihrem Motorik-Pop für Bewegung, nun soll Deviant-Pop dem Brainrot im Hier und Jetzt entgegenwirken: Automatic mögen es gerne ungewöhnlich und doch eingängig, das zeigten sie zuletzt vor gut drei Jahren auf „Excess“. In der Zwischenzeit haben sie ihren synthetischen Ansatz noch weiter auf ein absolutes Minimum heruntergebrochen, zynisch und schwarzhumorig, betont respektlos. „Is It Now?“ will Unterdrückungsstrukturen durch neue Dringlichkeit aufbrechen und ruft zu einer Art kleinen Revolution gegen Konsum und zerstörerische Strukturen auf, begleitet von minimalistischer Eingängigkeit.

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Moscoman

Moscoman – Caviar

Nach diversen recht elektronischen Platten wollte DJ, Produzent und Disco Halal-Labelchef Moscoman etwas anders machen. Organische Klänge mit Bandsound, live reproduzierbar und weit weg von reiner Tanzmusik, wurden zum erklärten Ziel. Über zwei Jahre wurde neues Material geschrieben und aufgenommen, unterstützt durch zahlreiche Partner. Die Mission: Nostalgie trifft moderne Produktion. Ein klassischer, warmherziger Sound sollte eine Frischzellenkur bekommen und sich zugleich wie eine Art musikalischer Roadtrip anfühlen. „Caviar“ sorgt tatsächlich für spannendes und willkommenes Umdenken im Hause Moscoman.

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Goldkimono

Goldkimono – This One’s On The House

Für Martijn ‚Tienus‘ Konijnenburg geht es konstant nur nach oben. Als Goldkimono veröffentlichte der Niederländer erst 2020 seine erste Single. Zwei Alben und diverse Tracks sollten folgen, die unter anderem Radioeinsatz erhielten und zur Untermalung von Fernsehserien verwendet wurden. Zudem wurde Konijnenburg zum gefragten Songwriter und häufte ganz nebenbei über 40 Millionen Streams auf Spotify an. Diese Serie sollte sich mit der dritten eigenen Platte fortsetzen: „This One’s On The House“ schafft es einmal mehr, poppige Eingängigkeit mit sympathischer Eigenständigkeit sowie ernsten Noten dahinter zu verbinden.

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Morcheeba

Morcheeba – Escape The Chaos

Morcheeba als Phänomen zu bezeichnen, würde dem Duo nicht annähernd gerecht werden. Seit mittlerweile 30 Jahren sorgen die TripHop-Ikonen für begeisternde, vielschichtige und mitreißende Klänge, emotional und entspannt, fieberhaft und aufwühlend. Skye Edwards und Ross Godfrey betonen das Familiäre dieser Platte. Edwards‘ Ehemann Steve Gordon (Bass) und Sohn Jaega (Drums), beide langjährige Live-Mitglieder, waren im Studio mit dabei, Godfrey Ehefrau Amanda Zamolo mischte als Gast und Co-Autorin mit. Das nunmehr elfte Studioalbum „Escape The Chaos“ wurde gemeinsam erarbeitet und lebt von seiner heimeligen, intensiven Atmosphäre.

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Sophia Kennedy

Sophia Kennedy – Squeeze Me

Klare Kante inmitten klarer Unklarheiten, das war schon immer die Sache der Wahl-Hamburgerin Sophia Kennedy. Die in Baltimore geborene Musikerin bemühte bereits auf ihren ersten beiden Alben einen angenehm andersartigen Pop-Ansatz, begleitet von Themen wie Selbstbestimmung, hinterfragten Machtpositionen und komplexen zwischenmenschlichen Beziehungen. All das und mehr intensiviert sie nun und knüpft daraus ein ganzheitliches Narrativ auf Albumebene. Zudem wagt sich „Squeeze Me“ an so etwas wie Minimalismus und arbeitet die Sollbruchstellen zwischen Musik und Text konsequenter denn je aus.

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Miel De Montagne

Miel De Montagne – Ouin Ouin

Miel De Montagne ist der etwas unbekannte Meister der feinsinnigen Indie-Pop-Hymnen. Die Songs des 28jährigen Franzosen werden millionenfach gestreamt und vermitteln herrliche Leichtigkeit, von sympathischer Elektronik und unverschämt eingängigen Melodien begleitet. Hier darf Pop noch Pop sein, ohne unnötige Coolness auszustrahlen – obwohl genau das wunderbar gelingt. Auch auf dem neuesten Album „Ouin Ouin“ finden lässiges Augenzwinkern sowie ehrliche, aus dem tiefsten Inneren empfundene Emotionen auf herrlich sympathische, energische Weise zusammen.

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Canty

Canty – Dim Binge

Vor etwas über einem Jahr änderte sich das Leben von Canty grundlegend. Plötzlich fühlten sich die Beine des Multitalents aus East London taub an. Die Diagnose lautete auf ‚Multiple Sklerose‘, und doch kein Grund, langsamer zu machen. Nach mehreren Songs und Kleinformaten steht nun ein erstes Mixtapes in den Startlöchern, das Altes mit Neuem vermengt, offensiv mit der neuen, eigenen Realität umgeht, aber auch früheste Erinnerungen interpretiert. „Dim Binge“ entstand in einem ‚epischen Anfall von Kreativität‘, wie Canty es nennt, begleitet von einem Buch mit eigenen Designs und Zeichnungen.

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Charly Bliss

Charly Bliss – Forever

Für eine Band, die mit ihren Songs für eine Vielzahl von Gefühlen steht, waren die letzten Jahre mit Sicherheit spannend. Nach dem Release von „Young Enough“ vor mittlerweile mehr als fünf Jahren konnte man nur einige wenige Konzerte spielen, bevor man letztlich doch zuhause eingesperrt war. Der Kreativprozess öffnete sich, das US-Quartett agierte trotz Distanz mehr denn je als eine Einheit. Sängerin Eva Hendricks befand sich längere Zeit in Australien und nahm ihre Demos in einem geparkten Auto auf, während die übrigen Mitstreiter entsprechend gefordert waren. Wenig überraschend wirkt „Forever“ bunter und homogener zugleich, lebt zudem von der nervösen Energie seiner Entstehungszeit.

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Kite

Kite – VII

Kaum zu glauben, aber wahr: Erst jetzt, 16 Jahre nach ihrer Gründung, veröffentlichen Kite ihr erstes Studioalbum. Dabei waren Nicklas Stenemo und Christian Hutchinson Berg alles andere als untätig. Ursprünglich in Malmö gegründet und später nach Stockholm übersiedelt, war ihr Output in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten alles andere als knapp bemessen. Gleich sechs EPs und diverse Einzelsongs warf das Synth- / Wave-Duo bereits ab. Auf „VII“ setzt es nun die Singles der letzten paar Jahre sowie massig neues Material mit kleinen Überraschungen und großen, packenden Highlights.

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