Schlagwort: Electro-Pop

NONONO – Pumpin Blood

Ein kräftiges ‚Nein‘ kann überzeugende Wirkung haben, dachten sich wohl NONONO, die sich mit ihrem Bandnamen gegen falsche Schubladen stemmen. Über gemeinsame Freunde lernten sich die Psychologiestudentin Stina Wappling und das Produzentenduo Astma & Rocwell (u.a. Icona Pop) kennen, sorgten mit einem ersten gemeinsamen Song für weißes Rauschen in der Blogosphäre und arbeiten seither an ihrem Debütalbum, das noch dieses Jahr erscheinen und packenden, wenngleich düsteren Schweden-Pop mit sich bringen soll. Mit „Pumpin Blood“ hat man einen potentiellen Hit am Start.

Weiterlesen

Retro Stefson – Qween

Längst weiß man, dass es sich in Island prima tanzen lässt. Obwohl Retro Stefson den World-Music-Anteil ihres internationalen Debüts „Kimbabwe“ mittlerweile ein wenig zurückgeschraubt haben, unterhält auch die aktuelle, eponyme Platte mit deutlich tanzbarerem, poppigen Material. Nach „Glow“ erscheint nun eine zweite Auskopplung, mit Sicherheit eine gute Wahl. Schließlich versteckt sich hinter dem gewohnt seltsam geschriebenen „Qween“ der beste Song des neuen Albums.

Weiterlesen

Panamah – DJ Blues

In einer Zeit, in der sich elektronisch angetriebene Popmusik aus Nordeuropa besonderer Beliebtheit erfreut, war es nur eine Frage der Zeit, bis die dänischen Senkrechtstarter Panamah ihre Zelte in Deutschland aufschlagen würden. Vergangenes Jahr landete das Trio um Sängerin Amalie Stender in ihrer Heimat mit „DJ Blues“ einen waschechten Sommerhit, der mit Platin ausgezeichnet wurde und zu den meistgespielten Songs im dänischen Radio zählt. Für den internationalen Markt erhält der Track nun englische Lyrics und erscheint mit einem extensiven Download-Bundle.

Weiterlesen

Ira Atari – Wish I Had

Warum den Blick in die Ferne schweifen lassen, wenn das Gute doch so nah ist? Natürlich ist Skandinavien reich an großartigen Electro-Pop-Musikerinnen – Lykke Li, Firefox AK und Oh Land, um einige wenige zu nennen – doch in Berlin tummelt sich die studierte Klavierlehrerin Ira Atari, ihrerseits längst reif für den großen Durchbruch. Zwei Jahre nach ihrem Debütalbum „Shift“ meldet sie sich musikalisch zurück. Gemeinsam mit Phil de Gap, der unter anderem Jennifer Rostock produzierte, entstand „Wish I Had“.

Weiterlesen

Chvrches – Recover

Mit ihren vorab veröffentlichten Singles „Lies“ und „The Mother We Share“ konnte das 2011 gegründete Trio Chvrches – laut Eigenaussage mit „v“ geschrieben, um in Ergebnissen der Suchmaschinen nicht mit Jesus in einem Topf zu landen – im letzten Jahr nicht nur Kritikerlob einheimsen, sondern sie bekamen auch mit dem fünften Platz in der diesjährigen Liste der erfolgversprechendsten Newcomer, dem BBC Sound of 2013, einen der begehrten Plätze in dieser Shortlist. Um die Wartezeit auf das noch im Arbeitsprozess befindliche Debütalbum der Glasgower zu verkürzen, das noch dieses Jahr herauskommen soll, werden Fans und Interessenten mit der „Recover EP“ abgespeist, die drei neue Titel, sowie zwei Remixe des Titeltracks beinhaltet.

Weiterlesen

Little Boots – Motorway

In einem Jahrgang mit Lady Gaga, Empire Of The Sun und Florence And The Machine war es Little Boots, die die BBC zur großen Hoffnungsträgering 2009 auserkor. Zum großen Showdown mit den Electro-Pop-Duo La Roux sollte es kommen, das letzteres klar für sich entscheiden konnte. An der Musik lag es kaum, dass Victoria Hesketh mit ihrem Debütalbum „Hands“ gerade in Deutschland eine Bauchlandung hinlegte – die Posse um den Release von „Remedy“ war nur eines von vielen bizarren Puzzleteilen. Drei Jahre lang arbeitete die Britin immer wieder an einem Nachfolger, veröffentlichte zwischendurch Singles, spielte diverse Songs live und entwickelte sich weiter. Das Endergebnis hört auf den Namen „Nocturnes“ und erscheint am 10. Mai. Vorab setzt es, nur eine Woche nach „Broken Record“, mit „Motorway“ eine weitere Auskopplung.

Weiterlesen

Retro Stefson – Retro Stefson

Island, so denkt man, sei aufgrund seines Klimas und Künstlern wie Björk und Sigur Rós eine magische Eislandschaft. Natürlich ist das Quark, wie man spätestens seit „Kimbabwe“, dem internationalen Debüt und gleichzeitig insgesamt zweiten Album von Retro Stefson weiß. Das blutjunge Septett vermischte Afrobeat und World Music mit Rock, Pop und Electro auf schwer zu kategorisierende, dafür überaus tanzbare Art und Weise. Mittlerweile haben sich die Isländer nicht nur einen Ruf als gute Liveband erspielt, ein neues Album haben sie ebenfalls im Gepäck. Wer „Kimbabwe“ mochte, muss sich auf „Retro Stefson“ erst einmal zurecht finden.

Weiterlesen

The Good Natured – 5-HT

Mit Verzögerung landeten The Good Natured auch in Deutschland. Dank Werbe-Unterstützung reichte es für „Skeleton“ zu einem CD-Release und vier Wochen in den Charts, wobei Platz 68 das Höchste der Gefühle war. Das britische Trio war keineswegs untätig, auch wenn man hierzulande herzlich wenig davon mitbekommen hat. Die Wartezeit auf das Debütalbum unterbrechen die Electro-Popper (sofern man The Good Natured in eine Schublade stecken kann) mit „5-HT“.

Weiterlesen

Laing – Paradies Naiv

Die Vorzeichen könnten eigentlich nicht besser stehen: Erstens ziert mit „Morgens immer müde“ ein Song die Diskografie der vier Berliner Schnauzen von Laing, der es – wenn auch nicht bis an die Spitze der Charts – ins Langzeitgedächtnis eines großen Teils der deutschen Musikhörer geschafft hat. Zweitens erlangte die Band durch die überaus erfolgreiche Teilnahme an einem Gesangswettbewerb (Bundesvision Song Contest 2012) vor Millionenpublikum überregionale Bekanntheit. Diese scheinbar perfekte Kombination wird jedoch – die Geschichte lehrt es immer wieder – schnell zu einem Fluch. Davon möchte die Formation um Nicola Rost in ihrem „Paradies Naiv“ nichts wissen, auch wenn es gerade die trockenen Wahrheiten des Lebens sind, die sie auf ihrer ersten LP charmant anzusprechen weiß.

Weiterlesen

New Found Land – New Found Land

Zu Beginn der Aufnahme-Sessions für ihr neues, drittes Album realisierte Anna Roxenholt, dass sich etwas ändern musste. Im Bandformat konnte sie als New Found Land kleinere Erfolge schaffen, darunter Radio-Rotation in Deutschland und die Platzierung auf diversen US-Serien-Soundtracks. Nach zehn Tagen Aufnahmen mit ihren Musikern zog sich Roxenholt aufs schwedische Land in das Haus ihrer Mutter zurück und arbeitete im Alleingang an den Songs weiter, nur um zu realisieren, dass New Found Land im Endeffekt eine einzige Person ist, nämlich sie alleine. Das neue Soloprojekt, wenn man so will, gibt sich selbstbewusst und doch wehmütig. „New Found Land“, das dritte Album, singt gleich mehrere Lieder davon.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?