Schlagwort: Electro-Rock

Lex Audrey

Lex Audrey – No Intention Of Changing The World

Selbst ist die Band, dachten sich Lex Audrey, und kümmerten sich vom Songwriting über die Aufnahme bis zur Abmischung komplett um ihr Debütalbum. Das österreichische Trio war bereits im vergangenen Jahr mit seinem elektronischen, lebhaften Rock positiv aufgefallen, die EP „GodGiven“ hallt noch nach. „No Intention Of Changing The World“ setzt den lässigen Indie- und Alternative-Charme nun im XL-Format um und widmet sich zudem, wie das Albumcover bereits herrlich andeutet, der Rolle zwischenmenschlicher Beziehungen in digital schnelllebigen Zeiten.

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De Staat – Bubble Gum

Latenter musikalischer Wahnsinn hat einen Namen: De Staat. Seit Jahren brechen die Niederländer mit Konventionen der Gitarrenmusik – sie sehen sich dieser hörbar nicht exklusiv verschrieben – und durften zuletzt unter anderem Muse auf Tour supporten. Von deren Gigantismus ist zwar nichts zu hören, in punkto Experimentierfreude legt das Quintett dafür ordentlich nach. „Bubble Gum“ lässt die Grenzen zwischen Alternative und Techno vollends verschwimmen.

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Muse – Simulation Theory

Wie interessant und/oder relevant sind Muse 2018 überhaupt noch? Zumindest vom Rock-Radar scheinen sie mittlerweile komplett verschwunden und in einem Sumpf aus Grandezza und kruden Abhandlungen über Science-Fiction und Verschwörungstheorien untergegangen zu sein. Und dann, siehe da, erscheint die eine oder andere Single mit Unterhaltungswert, wenngleich meilenwert von der kreativen Hochphase der ersten vier Alben entfernt. Reicht das für eine kleine Renaissance? „Simulation Theory“ simuliert den kreativen Ernstfall.

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Dhani Harrison – IN///PARALLEL

Um etwaigen Fragen zuvorzukommen: Ja, er ist DER Dhani Harrison. Ja, er tritt in große musikalische Fußstapfen. Der Grammy-Gewinner und Frontmann von thenewno2 arbeitete in den letzten Jahren vor allem an Soundtracks und lässt diese Erfahrungen nun in sein erstes Solo-Album einfließen. Tatsächlich ist „IN///PARALLEL“ eine überaus eklektische musikalische Collagenarbeit geworden, die nur rudimentär mit Harrisons Band und herzich wenig mit seinem berühmten Vater zu tun hat. Und gerade das macht die Platte so spannend.

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UNKLE – The Road, Pt. 1

Knapp 20 Jahre nach dem Debütalbum melden sich UNKLE mit einem neuen Studioalbum zurück. Aktuell kümmert sich James Lavelle weitestgehend alleine um das Projekt, natürlich abermals von allerlei Prominenz unterstützt. Diverse Gastsänger sowie Musiker von Primal Scream, Marilyn Manson, Beck und Queens Of The Stone Age stecken hinter „The Road, Pt. 1“. Drei Jahre nach der Idee steht die Platte nun endlich in den Läden – die erste seit dem 2010 erschienenen „Where Did The Night Fall“.

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alt-J – Relaxer

Was ist eigentlich Kunst und wie lässt sich die Theorie hinter entsprechenden Begrifflichkeiten erfolgreich in die Praxis umsetzen? Mit derlei beinahe existentialistischen Fragen beschäftigen sich aktuell alt-J. Das britische Trio räumte vor drei Jahren mit „This Is All Yours“ ab und zog sich nach absolvierter Tour erst einmal ein wenig ins Private zurück. Was tun nach dem Werk, das selbst die alte Avant-Garde in Schockstarre zurückließ? Gleich weiter dekonstruieren, denkt man sich, und wirft „Relaxer“ ab.

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Garbage – Strange Little Birds

Mit Garbage ist es schon ein kleines Kuriosum. Da sind Shirley Manson, Butch Vig und Konsorten immer wieder jahrelang weg, tauchen plötzlich auf und werden für ihren nach wie vor frischen Sound verdient bejubelt. Wer sich über zwei Dekaden immer wieder neu erfindet und sich dabei dennoch treu bleibt, hat das auch verdient. „Strange Little Birds“ kehrt stellenweise ein wenig zur musikalischen Präsentation des Debüts zurück und setzt verstärkt auf Elektronik.

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Aero Flynn – Aero Flynn

Die Geschichte von Aero Flynn ist eine Erzählung geprägt von schweren Rückschlägen und guten Freunden, die nicht aufgeben wollten. Josh Scott verschwand nach vielversprechendem Beginn mit seiner Band Amateur Love plötzlich. Eine schwere Autoimmunerkrankung wurde bei ihm diagnostizert, die unter anderem schwere Depressionen mit sich brachte. Justin Vernon (Bon Iver) und Chris Porterfield (Field Report) ließen ihren Freund nicht im Stich und ermutigten ihn zur Entdeckung eines neuen Alter Egos. Wie durch ein Wunder findet das eponyme Debüt von Aero Flynn nun seinen Weg vom ländlichen Wisconsin in die weite Welt hinaus.

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White Arrows – In Bardo

Seine ersten musikalischen Gehversuche unternahm Sänger und Gitarrist Mickey Church auf einem batteriebetriebenen Keyboard. Über Freunde gelangte der Track bis zu verschiedenen Plattenfirmen, deren Angebote der junge Mann aus Los Angeles jedoch ausschlug, um zunächst die Schule abzuschließen. 2012 erschien schließlich das Debütalbum seiner Band White Arrows, die seither zum Festival-Dauergast wurde und unter anderem das Coachellla beehren durfte. „In Bardo“ ist nun das große Follow-Up-Werk.

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Black Rivers – Black Rivers

Während sich die Doves weiterhin eine Auszeit bis irgendwann nehmen, hat es zwei Drittel des Trios, die Brüder Andy und Jez Williams, wieder zusammengetrieben. Black Rivers ist ihre mittlerweile dritte Band, die natürlich gewisse Parallelen zu den ehemaligen Post-Britpop-Protagonisten aufweist, insgesamt aber psychedelischer und elektronischer unterwegs ist. Das selbstbetitelte Debütalbum konzentriert sich in knapp 40 Minuten auf das Wesentliche.

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