Schlagwort: Electronica

Bonobo – Migration

Skrillex, Disclosure, Four Tet – wenn es um musikalische Lieblinge geht, berufen sie alle sich auf Bonobo. Als Simon Green im britischen Brighton geboren, schlug der 40jährige bereits vorJahren seine Zelte in Los Angeles auf und verdichtet seine gefühlsbetonte Vision von elektronischer Musik seither konsequent weiter. Auf „Migration“ befasst er sich nun mit dem Gedanken von Heimat in Verbindung mit Identität in multikulturellen Zeiten.

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Elektro Guzzi – Parade

Elektro Guzzi sind so etwas wie eine elektronische Urgewalt. Für ihren technoiden Sound verwenden die drei Österreicher vornehmlich akustische und analoge Instrumente und liefern damit eine faszinierende Alternative zu gängigen Clubtönen. Nur drei Monate nach ihrem aktuellen Album „Clones“ erscheint bereits eine brandneue EP. Mit „Parade“ feiern die Wiener Einstand bei Denovali Records und lassen zudem ein neues Instrument Einzug in ihren Soundmix halten.

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The Invisible – Patience

Die bloße Existenz von „Patience“ ist alles andere als eine Selbstverständlichkeit. Während den Aufnahmen zum Vorgänger „Rispah“ starb Dave Okumus Mutter, kurz vor Album-Veröffentlichung erlitt er einen lebensbedrohlichen Stromschlag auf der Bühne. Aber auch diverse Nebenschauplätze holten die Musiker ein, darunter Performances als Backingband (Adele, Lianne La Havas), Verpflichtungen in anderen Gruppen und Producer-Arbeiten. Nun sind sie endlich wieder da: als The Invisible.

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Air – Twentyears

Mit Nicolas Godin und Jean Benoît Dunckel lernte Frankreich das Träumen. Gut 20 Jahre nach ihrer ersten Single ziehen Air Bilanz. Reihenweise Gold-Auszeichnungen, kleine Hits und faszinierende Videos sprechen für einen vermeintlichen Nischen-Act. Mit „Twentyears“ zieht das Duo nun auf einer Doppel-CD Bilanz. Auf einer Scheibe sammeln sie die besten und erfolgreichsten Tracks ihrer Karriere, während der zweite Silberling Raritäten und unveröffentlichtes Material sammelt.

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Mark Pritchard – Under The Sun

Wenn einer der wichtigsten Electro-Protagonisten des letzten Vierteljahrhunderts ein neues Album präsentiert, darf man erwartungsvoll Gewehr bei Fuß stehen. Ob Techno-Pionierarbeit als Reload oder Link, feiner Electro-Funk mit den Jedi Knights oder Chillout-Blaupause mit Global Connection, Mark Pritchard war immer zur Stelle, wenn es eigentümlich und doch relevant werden sollte. Mit seinem neuen Soloalbum „Under The Sun“ entfernt er sich nun bewusst von der Club-Kultur und kreiert mit Vintage-Synthesizern avantgardistische Exkurse, die durchaus auch bei Global Connection funktioniert hätten.

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Submotion Orchestra – Colour Theory

Eilig haben sie es gehabt: Nur 15 Monate nach dem starken „Alium“ legen Submotion Orchestra nach. Das elektronische Westentaschen-Orchester mit Hang zu (Acid) Jazz, musste sich dieses Mal etwas anders orientieren, da sich Sängerin Ruby Wood etwas zurückzog – sie war erst kürzlich Mutter geworden. Mit einer Mischung aus instrumentalen Tracks und verschiedenen Gaststimmen knüpft „Colour Theory“ locker an seinen Vorgänger an.

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David Bowie – ★ (Blackstar)

Altersmilde? Nicht mit David Bowie! Das Chamäleon der Populärmusik ist immer wieder für Überraschungen gut. Auf den Tag genau vor drei Jahren meldete er sich mit neuem Material zurück und zeigte sich auf „The New Day“ von seiner konventionellen Seite. Zu seinem 69. Geburtstag beschenkt sich die britische Legende nun selbst. Hinter dem als ★ stilisierten „Blackstar“, Bowies 25. Studioalbum, steckt eine wilde Mischung aus experimentellem Jazz und verquerer Elektronik, die an seine vielleicht schrägsten Alben in den 90er Jahren erinnert.

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Kneebody + Daedelus – Kneedelus

Die Theorie der technischen Singularität geht davon aus, dass der Mensch mehr und mehr mit Computer-Technologie verschmelzen wird. Ähnliche Bestrebungen lassen sich bereits in der Jazz-Welt beobachten, wo Electro-Künstler mit Jazz-Formationen kollaborieren, oftmals aber nur ein paar schüchterne Synthis liefern. Das Jazz-Quartett Kneebody und das elektronische Duo Daedelus gehen nun aber neue Wege. „Kneedelus“ beruht von vorne bis hinten auf vollständiger Gemeinschaftsarbeit in Arrangierung und Ausführung.

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Jono McCleery – Pagodes

Vier Jahre sind mittlerweile seit Jono McCleerys letztem Album „There Is“ vergangen. Untätigkeit kann man dem Briten aber keinesfalls vorwerfen, schließlich lieh er in den Zwischenzeit mehreren Projekten, darunter Portico und Menace Beach, seine Stimme. Auf „Pagodes“, das in Zusammenarbeit mit dem weit über die Landesgrenzen bekannten Londoner Plattenladen IF Music erscheint, erweitert er sein elektronisches, beseeltes Singer/Songwriter-Spektrum nun um eine gesunde Portion Jazz und Miles Davis.

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Leftfield – Alternative Light Source

Die alte britische Techno-Garde lässt sich nicht unterkriegen: Orbital taten sich für ein letztes großes Hurra zusammen, The Prodigy rocken aktuell wieder Charts und Clubs, The Chemical Brothers veröffentlichen im Sommer ein neues Album und Underworld waren sowieso nie weg. Nun geben auch die Pioniere Leftfield ihr Studio-Comeback. Zwar ist Neil Barnes mittlerweile alleine unterwegs, für „Alternative Light Source“, das erste Album seit „Rhythm And Stealth“ 1999, hat es dennoch gereicht.

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