Schlagwort: Electronica

Maribou State – Portraits

Der Sommer klopft bestimmt an die Tür und verlangt nach entspannter Tanzmusik – keineswegs ein Paradoxon, wie unter anderem Ben Westbeech unter Beweis stellt, unabhängig von seinem aktuellen Pseudonym. Ähnlich smart präsentiert sich das Londoner Duo Maribou State. Chris Davids und Liam Ivory konnten sich zu Schulzeiten nicht riechen, fanden schließlich an der Uni durch die Musik zueinander und legen nach ein paar EPs nun ihr herausragendes Debütalbum „Portraits“ vor.

Weiterlesen

Lapalux – Lustmore

Einem höchst interessanten Thema widmet sich der britische Knöpfchendreher Lapalux auf seinem zweiten Album. „Lustmore“ basiert lose auuf dem Konzept der Hypnagogie, jener Zwischenbewusstseinsebene zwischen Schlaf und Wachzustand, auf der Pseudohalluzinationen erlebt werden können. ‚Pseudo‘ ist an dieser Platte jedoch nichts: Lapalux ist bei Brainfeeder gut untergekommen mit seiner Mischung aus Electronica und IDM, die gelegentlich bei HipHop, RnB und TripHop herumgräbt.

Weiterlesen

Portico – Living Fields

Zuerst Nick Mulvey, dann Keir Vine – mit fixen Sängern hatte das Portico Quartet in der Vergangenheit kein Glück. Entsprechend bleiben die drei Instrumentalisten nun unter sich und streichen das Quartet aus ihrem Bandnamen. Auch musikalisch wird die bereits angedeutete Weiterentwicklung abgeschlossen: Future-Jazz ist ein Ding der Vergangenheit, Electro ist mittlerweile das Maß aller Dinge. Als Portico veröffentlichen die Briten nun „Living Fields“, das sie als ihr Debütalbum sehen, und werden von drei prominenten Gastsängern unterstützt.

Weiterlesen

Röyksopp – The Inevitable End

Nach Weird Al Yankovic verabschieden sich nun auch Röyksopp vom Album-Format, was aber keineswegs heißt, dass Svein Berge und Torbjørn Brundtland künftig nicht mehr gemeinsam musizieren würden. Stattdessen wird das Duo künftig das EP-, Single- oder Visual-Format wählen. Diese Ansage kommt in einer der kreativsten Phasen des Duos durchaus überraschend, und so steht ein halbes Jahr nach „Do It Again“, dem gemeinsamen Album mit Robyn, nun „The Inevitable End“ in den Läden, das sich stellenweise tatsächlich wie ein Requiem anfühlt.

Weiterlesen

Submotion Orchestra – Alium

Sieben Leute aus Leeds für ein Orchester – eine Band wie Submotion Orchestra kann nur aus Großbritannien kommen, wo elektronische Musik jeglichen Couleurs beheimatet ist. Erst 2009 gegründet, ist „Alium“ bereits ihr drittes Studioalbum. Musikalisch platziert man sich irgendwo zwischen basslastigem Electrosound, (Acid) Jazz, Soul, Big Beat und unverschämt eingängigem Pop – eine krude wie eingängige Mischung, die unter anderem bereits Gilles Peterson begeisterte. Auf rein musikalischer Ebene riecht es nun nach (wohlverdientem) Durchbruch.

Weiterlesen

Kiasmos – Kiasmos

Die überaus umtriebigen Ólafur Arnalds und Janus Rasmussen ließen ihre verschiedenen Solo-Aktivitäten und weiteren Projekte ruhen, um sich voll und ganz auf die gemeinsame Electro-Spielwiese Kiasmos zu konzentrieren. Was sich bereits auf der gemeinsamen EP „Thrown“ angedeutet hatte, wird nun auf dem eponymen Full-Length-Debüt verdichtet: smarte Electronica, ein wenig Techno und weitläufige, unwahrscheinlich entspannte Klangflächen zwischen Chicane und Underworld.

Weiterlesen

Stereo MC’s – Collected

Vor 25 Jahren veröffentlichten Stereo MC’s ihr Debütalbum und legten damit den Grundstein für eine Weltkarriere, der britischen HipHop salonfähig machte, als sich die Band selbst schon längst wieder von diesem Sound erfüllt hatte. Gefeiert wird das Jubiläum nicht etwa mit einer Best-of-Platte, sondern mit einer Werkschau der anderen Art. Namentlich an ihr Durchbruchswerk angelehnt, vereinet „Collected“ sämtliche Studioalben, Remixes, Raritäten, unveröffentlichtes und neues Material auf neun CDs und einer DVD.

Weiterlesen

Eno • Hyde – High Life

Zwei Monate nach „Someday World“ melden sich Brian Eno und Karl Hyde mit einem weiteren gemeinsamen Album wieder. Eno spricht davon, nach der Fertigstellung der ersten Platten einen Lauf gehabt zu haben, und wollte unbedingt weitermachen mit neuen, bislang unerprobten Ideen sowie Vertiefungen bereits erarbeiteter Klangcollagen. „High Life“, so Hyde, setzt nun auf deutlich reduzierte Instrumentierung und basiert vornehmlich auf dem spontanen Zusammenspiel der beiden Musiker.

Weiterlesen

The Acid – Liminal

Generischer Name, spannendes Zusammentreffen: The Acid mag nicht unbedingt originell oder kreativ klingen, die Idee sowie die Musiker dahinter lassen dafür auf Großes hoffen. Im Dreiländereck treffen sich der britische Produzent Adam Freeland, einst für einen Sarah Vaughan-Remix sogar für einen Grammy nominiert, der kalifornische Musiktechnologie-Professor Steve Nalepa sowie der australische Sänger Ry X. Unter „Liminal“ vereint das Trio einen berauschenden musikalischen Mix, der auf weitestgehend minimalistischen Electro-Klängen, Indie-Experimentalismus und einer Prise Soul beruht.

Weiterlesen

Tomas Barfod – Love Me

Als Schlagzeuger von WhoMadeWho erkundet der Däne Tomas Barfod verschiedene Experimental-Pop-Ansätze. Solo geht es deutlich elektronischer und beatesker zu Werke. Hier schnitzt sich der Produzent pulsierende Beats, Electronica-Understatement und alternative Herangehensweisen zurecht, zumeist durch interessante Stimmen unterstützt. „Love Me“ ist bereits Barfods zweites Soloalbum. Der Däne überzeugt mit elektronischer Bandbreite, kleinen Hits und einem starken Team.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?