Schlagwort: Instrumental Rock

Rotor – Sechs

Gesang wird überbewertet – immer noch! – wenn Rotor die Bühne betreten. Und das seit mittlerweile 1998. 20 Jahre gibt es die Berliner Stoner- und Instrumental-Institution also schon, begleitet von spannendem Output, endlosen Jams und kreativer, leicht verschrobener Heavyness. „Sechs“ ist der Titel ihres mittlerweile sechsten regulären Studioalbums, und das packt abermals alle leicht proggigen, psychedelischen und krautigen Vorzüge der Band auf Vinyl-Ideallänge.

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And So I Watch You From Afar – The Endless Shimmering

Zurück zu den Wurzeln mit Karacho – so oder so ähnlich könnte aktuell das Motto von And So I Watch You From Afar lauten. Die nordirischen Instrumentalisten verlagerten sich zuletzt mehr und mehr auf musikalische Experimente, die ein wenig den Math- und Post-Rock-Rahmen sprengten. Auf ihrem fünften Studioalbum will sich das Quartett nun aber auf seine Wurzeln besinnen. „The Endless Shimmering“ bringt den perfekt strukturierten Wahnsinn der Afars auf den Punkt.

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Papir – V

Wenn die drei Herren hinter Papir die Bühne betreten, erwartet man – ja, was eigentlich? Das freundliche, unschuldig wirkende Auftreten täuscht ein wenig. Zwar lassen die Dänen keineswegs die sprichwörtliche Sau raus, ihr rein instrumentaler Psychedelic Rock mit Kraut- und Prog-Schlagseite klingt dennoch wie von einem anderen Stern. Mittlerweile bei Stickman Records gelandet, erscheint nun ihr fünftes Studioalbum mit dem schlichten Titel „V“.

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sleepmakeswaves – Made Of Breath Only

Unverhofft kommt oft: Recht plötzlich, beinahe aus dem Stand kündigen sleepmakeswaves ihr drittes Studioalbum an. Die australischen Experten für rein instrumentalen Post Rock, in ihrer Heimat bereits mehrfach mit renommierten Preisen ausgezeichnet, sicherten sich das nötige Budget für die Aufnahmen durch Crowdfunding und konnten somit autonom an neuer Musik arbeiten. Nun international bei Pelagic unter Vertrag, macht das luftig-leichte „Made Of Breath Only“ seinem Namen alle Ehre.

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Tschaika 21/16 – Tante Crystal uff Crack am Reck

Seit geraumer Zeit spielen sich Tschaika 21/16 durch den Berliner Underground und beweisen, dass instrumentale Gitarrenmusik auch Humor haben kann. Musiker von RoToR, Alligatoah und Ohrbooten vermengen Dreck mit Augenzwinkern, krautigen Noise mit Groove und Wahnwitz. Ihr Debüt „Tante Crystal uff Crack am Reck“ machte bereits seine Runden durch die Szene und erhält dank Noisolution nun seinen verdienten überregionalen Release.

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Battles – La Di Da Di

Wer braucht schon Gesang, wenn drei Ausnahmemusiker Gewehr bei Fuß stehen? Nach dem Ausstieg von Tyondai Braxton luden sich Battles auf „Gloss Drop“ noch ein paar Gäste, darunter Gary Numan, ein und erweiterten ihren musikalischen Mikrokosmos ein wenig. Nun wollen es die Math- und Loop-Experten ganz alleine wissen. „La Di Da Di“ setzt auf knapp 50 Minuten rein instrumentale Kunss. Bei genauerem Durchhören zeigt sich: der augenscheinlich seltsame Albumtitel passt.

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RoToR – Fünf

Wort- und sprachlos stürzen sich vier Berliner auf ihr fünftes Album. Was mediale Präsenz betrifft, üben sich RoToR in vornehmer Zurückhaltung und lassen stattdessen die Musik für sich sprechen; und das dafür umso besser. Beinahe fünf Jahre hat es letztlich gedauert, um „Fünf“ – die Nummerierung der eigenen Releases wird nun in ausgeschriebener Form fortgesetzt – einzuspielen und zu veröffentlichen. An der rein instrumentalen, mitreißenden Präsentation hat sich allerdings nichts geändert.

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Takaakira „Taka“ Goto – Classical Punk And Echoes Under The Beauty

2003 nahm Takaakira „Taka“ Goto, Gitarrist und Hauptsongwriter der japanischen Instrumental-Rock-Weltmacht Mono, Songs für sein Soloalbum auf, stellte diese aber nie fertig. Für den Komponisten waren diese zu weit vom Schaffen seiner Band entfernt. Nun entdeckte Goto die Tracks wieder, remasterte sie ein wenig und veröffentlicht das rohe Material zwischen Neoklassik, Ambient und Post Rock unter dem ominösen Banner „Classical Punk And Echoes Under The Beauty“.

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Maybeshewill – Fair Youth

Maybeshewill sind DIY-Experten. Zwar entstehen ihre Alben nicht mehr im eigenen Schlafzimmer, dafür kümmert man sich um die Aufnahmen und die Produktion weiterhin ganz alleine. „Fair Youth“ heißt das neue, vierte Studiowerk der zum Quintett angewachsenen Briten. Es ist dies ihre bislang positivste Platte und erweitert die Bedeutung dessen, was man unter instrumentaler Rockmusik versteht, schrittweise neu. Zwischen Kammer-Pop, vertrackten HipHop-Beats und unterkühlter Elektronik ist alles dabei.

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Brontide – Artery

Mit „Sans Souci“ debütierten Brontide vor drei Jahren und lösten einen mit Sicherheit nicht unverdienten Sturm der Begeisterung aus. Ihr rein instrumentaler Rock-Sound zwischen Post, Math und poppig-elektronischer Experimentalität rannte offene Türen ein. Die größte Schwierigkeit: nachzulegen. Entsprechend lange hat es nun gedauert, bis „Artery“ in den Startlöchern steht, um die 2011 gegebenen Versprechen abermals einzulösen und dabei zu beweisen, dass man alles, nur kein One-Trick-Pony ist.

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