Schlagwort: Progressive Rock

Coogans Bluff – Flying To The Stars

Vor fast auf den Tag genau vier Jahren erfanden sich Coogans Bluff mit „Poncho Express“ neu. Als lässige Jam-Band rasen sie seither durch so ziemlich jedes gitarrenunterstützte Genre, das ihnen in die Quere kommt. Zwar hatte „Gettin‘ Dizzy“ seine Durchhänger, die reine Spielfreude gab dennoch Anlass zur Begeisterung. Jetzt wird es noch wilder: „Flying To The Stars“ ist ein Konzeptalbum, das die Band mit einer kitschfreien Version des Films „Interstellar“ vergleicht. Musikalisch hat Gevatter Groove Hochkonjunktur.

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Motorpsycho – Here Be Monsters

Auch nach einer faszinierenden Werkschau ist die Reise Motorpsychos alles andere als abgeschlossen, ganz im Gegenteil: nur vier Monate später steht ein brandneues Studioalbum in den Startlöchern. Teile der Musik auf „Here Be Monsters“ wurden gemeinsam mit Ståle Storløkken für das Jubiläum des Norwegischen Technikmuseums im November 2014 geschrieben. Ohne den verhinderten Storløkken wurde daraus ein komplettes Motorpsycho-Werk, das sich mit höchst unterschiedlichen Aspekten des Lebens beschäftigt.

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Spidergawd – III

Längst mehr als ’nur‘ ein Motorpsycho-Nebenprojekt, konnten sich Spidergawd mittlerweile zu einem Fixstern am gediegenen Rocker-Himmel etablieren. Ihre Alben erscheinen fleißig im Jahresrhythmus und zeugen vom steten Drang nach Weiterentwicklung. Ließ das eponyme Debüt noch experimentelle Epen und folkige Magie zu, entwickelte sich „II“ mehr und mehr zum 70s-Rock-Rundumschlag mit deutlichem Fokus auf Songdienlichkeit. „III“ vertieft derlei Bestrebungen, steht musikalischem Freigeist aber weiterhin offen gegenüber.

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LSD on CIA – Celestial Bodies

Was tun nach dem großen Wurf, der noch dazu bereits mit dem Debütalbum gekommen ist? Freilich, kommerziell blieben LSD on CIA unter ferner liefen, aber das war bei dieser Noise-Pomp-Wuchtbrumme nicht anders zu erwarten. Für den Zweitling „Celestial Bodies“ kündigen die drei Dänen nun große Evolution und Weiterentwicklung an. Wie Himmelskörper flimmert der Zweitling am Firmament und wendet sich nun noch stärker den bereits angeteaserten Art- und Prog-Gefilden zu.

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Motorpsycho – Supersonic Scientists

In gut 25 Jahren sammelt sich einiges an. Das mussten auch die überaus umtriebigen Psych-Progger Motorpsycho feststellen, als sie an ihrer eigenen Ausstellung „Supersonic Scientists“ im norwegischen Rock-Staatsmuseum Rockheim feilten. Die releasefreudigen Veteranen, die neben einer an sich kaum überschaubaren Menge an Studioalben noch zig Kleinformate, Live-Platten und Kollaborationswerke veröffentlicht haben, entschieden sich schließlich für 15 Songs (sowie zwei Bonus-Tracks auf der CD-Version), nannten diese Compilation ebenfalls „Supersonic Scientists“ und bieten damit die erste komplette Rundreise durch das wundersame Werk der Nordlichter.

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Lausch – Glass Bones

Quasi seit ihrer Bandgründung vor acht Jahren sind Lausch aus dem schönen Waldviertel ein Geheimtipp. Schwappt die Begeisterung nun endlich über die österreichischen Landesgrenzen hinaus? Der Rocksound des Trios um Alexander Lausch war immer schon exaltiert, ein wenig proggig, hyper, dann wieder mit dem gängigen Post-Präfix versehen. Auf ihrem mittlerweile vierten Studioalbum „Glass Bones“, entstanden dank Crowdfunding, zitieren sie Lao-Tase und Salvador Dalí – wie gewohnt über drei Ecken und schön schwer.

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Battles – La Di Da Di

Wer braucht schon Gesang, wenn drei Ausnahmemusiker Gewehr bei Fuß stehen? Nach dem Ausstieg von Tyondai Braxton luden sich Battles auf „Gloss Drop“ noch ein paar Gäste, darunter Gary Numan, ein und erweiterten ihren musikalischen Mikrokosmos ein wenig. Nun wollen es die Math- und Loop-Experten ganz alleine wissen. „La Di Da Di“ setzt auf knapp 50 Minuten rein instrumentale Kunss. Bei genauerem Durchhören zeigt sich: der augenscheinlich seltsame Albumtitel passt.

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RoToR – Fünf

Wort- und sprachlos stürzen sich vier Berliner auf ihr fünftes Album. Was mediale Präsenz betrifft, üben sich RoToR in vornehmer Zurückhaltung und lassen stattdessen die Musik für sich sprechen; und das dafür umso besser. Beinahe fünf Jahre hat es letztlich gedauert, um „Fünf“ – die Nummerierung der eigenen Releases wird nun in ausgeschriebener Form fortgesetzt – einzuspielen und zu veröffentlichen. An der rein instrumentalen, mitreißenden Präsentation hat sich allerdings nichts geändert.

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Soup – The Beauty Of Our Youth

Wie beschreibt man Musik, die jeder Beschreibung spottet? Wie findet man den gemeinsamen Nenner einer Platte, die sich auf nichts reduzieren lassen will? Und vor allem: Nudelsuppe oder Cremesuppe? Soup aus dem norwegischen Trondheim zelebrieren ein musikalisches Spektrum, das weit über die herkömmliche Definition von Rock hinausgeht, das progressive Klänge und Soundtrack-Elemente miteinander vereint für so manche spektakuläre Überraschung. Auf „The Beauty Of Our Youth“ wächst das ehemalige Soloprojekt von Sänger Erlend Viken über sich hinaus.

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The Scenes – Beige

Von finnischen Bands erwartet man sich, sofern nicht im Pop angesiedelt, eine gewisse Grundmelancholie, Nachdenklichkeit, ja sogar Fatalitätsempfinden. Das junge Sextett The Scenes hält davon herzlich wenig und befindet sich nun auch auf Kurs nach Deutschland. Erschien das Debütalbum „Images Of Animals Crying In Public“ noch ausschließlich in der Heimat, setzen die Jungs aus Oulu mit „Beige“ nun zum Breitenangriff an. Das weitgesteckte Sound-Outfit zwischen Alternative Rock, Prog, Art-Pop und sogar Hardcore Punk macht dieses Unterfangen nicht immer leicht.

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