Schlagwort: Progressive Rock

Coogans Bluff – Gettin‘ Dizzy

Nach ihrem eindrucksvollen Heavy-Prog-Funk-Exkurs „Poncho Express“ satteln Coogans Bluff den Esel ein weiteres Mal und eliminieren den ‚Rost‘ aus ‚Rostock‘ ein für alle Mal. Was aus ursprünglich für instrumentale Live-Performances entstandenen Jams vor zwei Jahren für ein bissiges Album umgearbeitet wurde, ist nun so etwas wie Alltag. Coogans Bluff gehen auf „Gettin‘ Dizzy“ in die musikalische Breite für kleine und große Überraschungen, wagen sich an Country-Exkurse und eine Cover-Version.

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LSD on CIA – LSD on CIA

Ja, die heißen so. Ja, die klingen auch so. Nein, die wollen nicht bloß ’nur spielen‘. LSD on CIA sind gekommen, um ähnlichen Eindruck zu hinterlassen wie The Dillinger Escape Plan vor 17 Jahren. Ob die Dänen mit ihrem Debütalbum – natürlich eponym, denn welchem Namen will man diesem Baby schon geben? – ebenfalls ein neues Genre definieren, wird sich zeigen. Klar ist jedoch: Noch nie hat eine Band derart kompromisslos Schweinerock mit Math, Prog, Hedonismus, Funk, Crossover, Pomp, Indie und Porngrind kombiniert. Kids these days…

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Derek Sherinian – Armoury Re-Releases

Es mag nicht unbedingt der bekannteste Name der (progressiven) Rockszene sein, und doch scheint Derek Sherinian omnipräsent. Von 1994 bis 1999 war er Keyboarder bei Dream Theater, war Teil von Planet X und Black Country Communion, und spielte mit so klangvollen Namen wie Alice Cooper, Kiss und Billy Idol. Ganz nebenbei blickt der US-Amerikaner armenischer Abstammung auf eine durchaus erfolgreiche Solokarrierezurück, die bislang sieben Studioalben abwarf. Die fünf Platten der Armoury-Ära, konkret Album 2-6, erscheinen nun neu mit erweiterten Liner Notes. Grund genug, sich das Schaffen des Tasten-Hexers zu vergegenwärtigen.

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Mojo Fury – The Difference Between

Es sind seltene Momente wie diese, in denen man beobachten kann, wie die Summe der einzelnen Teile ein großes, überwältigendes Ganzes ergeben. Mojo Fury beißen sich seit geraumer Zeit durch die nordirische Musiklandschaft und benötigten ganze fünf Jahre, bevor sie 2011 ihr Debütalbum „Visiting Hours Of A Travelling Circus“ auf den Markt schmeißen wollten und konnten. Eine alte Weisheit besagt, dass man sich für das ach so schwierige zweite Album nicht zu viel Zeit lassen darf. Nun bringt das Quartett aus Lisburn „The Difference Between“ an den Start – ‚Difference‘ im Sinne eines Unterschieds zu anderen Bands der Region, denn die wahnwitzige Mischung aus Prog, Alternative Rock, Post-Hardcore und Wohlfühl-Pop kannte man in dieser Zusammensetzung zuvor nicht.

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Baby Lou – Stagediving Into Total Darkness

Mit Biss, Herzblut und DIY-Ethos erspietlen sich Baby Lou vor zwei Jahren einen Platz im Punk-Feld. Oder ist das schon Anti-Punk? Überhaupt noch Punk? Wenn es um die Kategorisierung der mittlerweile zum Trio gewachsenen Saarbrückener geht, tut man sich schwer. Man kommt aus dem Punk, gewisse Bausteine sind noch als solche erkennbar, doch mit einer Mischung aus Hardcore, wahnwitziger Elektronik und Prog-Pop zählen Baby Lou zu den einzigartigsten Bands der Gegenwart. „Fresh Water In A Dirty Glass“ teilte wechselweise in alle Richtung aus, „Stagediving Into Total Darkness“ knüpft daran an und wirkt doch – wohlgemerkt in Relation gesetzt – einen Tacken linearer.

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Muse – Survival

Die Fußball-Europameisterschaft in Polen und der Ukraine ist noch nicht einmal vorbei, da rückt der Fokus schon auf die Olympischen Spiele in London, die vom 27. Juli bis zum 12. August stattfinden. Ein musikalisches Ausrufezeichen wurde genau ein Monat zuvor durch Muse gesetzt, die erst kürzlich für den 14. September ihr neues Album „The 2nd Law“ angekündigt haben, für das sie unter anderem Justice, Does It Offend You, Yeah? und Dubstep als wichtige Einflüsse nennen. Die erste Single hat damit hingegen rein gar nichts zu tun. „Survival“, gleichzeitig Titelsong der Olympischen Spiele in London, macht aus der pompösen Stadion-Rock-Band, nun ja, eine noch pompösere Stadion-Rock-Band.

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Pink Floyd – The Story Of Wish You Were Here

Wie setzt man seine musikalische Reise möglichst kreativ und unaufgeregt fort, nachdem man eines der wichtigsten und erfolgreichsten Alben aller Zeiten veröffentlicht hat? Wie rafft man sich ein weiteres Mal auf, ohne unter dem schier unglaublichen Druck zusammenzubrechen? Wie geht man mit Enttäuschungen und zwischenmenschlichen Katastrophen um? Pink Floyd hatten am Erfolg von „The Dark Side Of The Moon“ zu knabbern und begannen sich gleichzeitig mehr und mehr von der ihnen so verhassten Musikindustrie zu distanzieren. Wie das Lieblings-Floyd-Album von Richard Wright und David Gilmour dennoch Form angenommen hat und welches ehemalige Bandmitglied entscheidend für die Entstehung war, verrät die Dokumentation „The Story Of Wish You Were Here“.

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The Mars Volta – Noctourniquet

„This station is … now … operational“ – nach jahrelangen Dementis melden sich At The Drive-In für einige ausgewählte Festival-Auftritte zurück. Ein neues Album soll jedoch nicht folgen. Neues Material gibt es hingegen von The Mars Volta um Cedric Bixler-Zavala, Omar Rodríguez-López und Paul Hinojos (Jim Ward und Tony Hajjar sind erst seit vergangenem Sommer wieder als Sparta aktiv), die seit über einer Dekade psychedelischen Progressive Rock durchs Kraut ziehen. Mit dem mittlerweile sechsten Studioalbum „Noctourniquet“ befindet man sich nun auf dem Scheideweg und schafft es einmal mehr, Fans und Kritiker mit neuen musikalischen Facetten vollends zu verwirren.

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The British Expeditionary Force – Chapter Two: Konstellation Neu

Nach dem viel zu frühen Ende der Alt.Prog-Visionäre Yourcodenameis:milo haben sich deren Mitglieder in alle Himmelsrichtungen verstreut. Justin Lockey gründete 2007 gemeinsam mit seinem Bruder James und Aid Burrows The British Expeditionary Force, nur um kurze Zeit später das nur via E-Mail entstandene Debüt „Chapter One: A Long Way From Home“ zu veröffentlichen. Für das zweite Kapitel haben sich die drei Nordengländer ein wenig Zeit gelassen, was sich jedoch noch lohnt: „Chapter Two: Konstellation Neu“ ist ein kleines Meisterwerk zwischen feinfühliger Elektronik und Prog- bzw. Post-Rock geworden.

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Gazpacho – March Of Ghosts

In unverändert hoher Frequenz veröffentlichen Gazpacho neue Musik und sind damit längst zu Hoffnungsträgern der neuen Art- bzw. Post Rock-Generation geworden. Dennoch konnten die Norweger trotz starker Platten ihren Geheimtippstatus nicht ablegen. Nach drei Konzeptalben in Folge („Night“, „Tick Tock“ und „Missa Atropos“) widmet man sich auf „March Of Ghosts“ nun einer Serie an Kurzgeschichten über Geister (lebendig wie tot), die in einer langen Nacht an der Erzählerfigur vorbeischreiten und ihm (und damit auch den Hörern) einen Einblick in ihr Leben gewähren.

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