Schlagwort: Progressive Rock

Rotor – Sechs

Gesang wird überbewertet – immer noch! – wenn Rotor die Bühne betreten. Und das seit mittlerweile 1998. 20 Jahre gibt es die Berliner Stoner- und Instrumental-Institution also schon, begleitet von spannendem Output, endlosen Jams und kreativer, leicht verschrobener Heavyness. „Sechs“ ist der Titel ihres mittlerweile sechsten regulären Studioalbums, und das packt abermals alle leicht proggigen, psychedelischen und krautigen Vorzüge der Band auf Vinyl-Ideallänge.

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White Denim – Performance

White Denim, so das Befinden der Band, hört ausschließlich die besten Platten aller Zeiten, nur um leicht dümmliche Songs zu schreiben. Das mag eine Sicht der Dinge sein, tatsächlich weiß die Mischung aus Psychedelic, Garage und Progressive aber seit Jahren zu unterhalten. Sänger und Gitarrist James Petralli hörte zuletzt viel Radio. Er weiß die verzerrte Power der 50s ebenso zu schätzen wie die klare Präzision von 80s-Pop. „Performance“ ist nun nicht etwa die Schnittmenge zweier grundverschiedener Welten, platziert sich aber dennoch gewohnt geschickt zwischen den Stühlen.

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Black Moon Circle – Psychedelic Spacelord

Wenn Black Moon Circle etwas beherrschen, dann sind es Jam-Sessions, und das gleich mit wachsender Begeisterung. Neben ihren regulären Alben und Kleinformaten veröffentlichten die überaus produktiven Space-Rock-Norweger in den letzten Jahren gleich drei Studio-Jams. Für die Arbeiten an „Psychedelic Spacelord“ expandierte man im Studio nun kurzfristig auf sechs Musiker – und jammte einfach darauf los. Herausgekommen ist dieser 47minütige Mammutsong.

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Lonely Kamel – Death’s-Head Hawkmoth

In schöner Regelmäßigkeit packen Lonely Kamel eine gesunde Portion Rock aus. Natürlich fiele es leicht, den Sound der Norweger in die Retro-Ecke zu verfrachten, doch der bluesige Mix aus Stoner-Riffs und psychedelisch-proggigen Exkursen ist viel mehr als das. Dreieinhalb Jahre nach „Shit City“ debütiert das Quintett nun für seine neue Heimat Stickman Records mit dem deutlich ausladender gestalteten „Death’s-Head Hawkmoth“.

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Motorpsycho – The Tower

Der Ausstieg von Drummer Kenneth Kapstad schien das kreative Momentum Motorpsychos im Juni 2016 jäh zu stoppen. Was anderen Bands das Genick bricht, wurde für die überaus fleißigen Norweger zum Motor. Ein halbes Jahr später übernahm bereits Tomas Järmyr den freigewordenen Posten hinter der Schießbude und das Trio ging als Musical-Begleitband ans Theater. Zwischendurch hatte man noch Zeit, das 31. Studioalbum „The Tower“ in Los Angeles und Joshua Tree einzuspielen.

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Sleep Token – Two

Ein mystisches Wesen namens Sleep erschien der maskierten Entität Vessel im Traum und versprach ihr Ruhm und Großartigkeit. Diese herrlich bizarre Geschichte steckt hinter dem Projekt Sleep Token – ein Quartett, das Genre-Bending auf die Spitze treibt. Hier trifft feinsinniger Chamber-Pop auf süßlichen Progressive Rock und wütende, schroffe Djent-Attacken. Fans von Bon Iver, Leprous und Meshuggah aufgepasst, hier ist die neue EP „Two“.

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Dirty Sound Magnet – Western Lies

Mit dem Ausstieg ihres Sängers brach für Dirty Sound Magnet eine neue Zeitrechnung an. Bis zu diesem Zeitpunkt verwalteten die Schweizer das musikalische Erbe von Led Zeppelin auf zwei Alben und knapp 200 Konzerten. Nun also der Neustart als Trio mit Gitarrist und Texter Stavros an gesanglicher Front. Auf „Western Lies“ ist nun alles anders – weg von klassischem Rock, hin zu Psych, Prog, Indie, Space und zig weiteren Facetten anspruchsvoll-verkopfter Gitarrenmusik. Das muss man erst einmal sacken lassen.

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Deep Purple – inFinite

20 Alben in 50 Jahren – Deep Purple können auf eine stattliche, aber auch wechselvolle Karriere zurückblicken. Neben Black Sabbath und Led Zeppelin Ende der 60er zu den Gründervätern des Hard Rock gehörend, löste sich die Band 1976 nach mehreren Lineup-Wechseln auf. Seit 1984 rocken Deep Purple aber, in weiterhin wechselnden Besetzungen, wieder durch die Lande. Während Gitarrengott Richie Blackmore nach wie vor seinem Mittelalter-Projekt Blackmore’s Night frönt, gehören mit Ian Gillan, Roger Glover und Ian Paice derzeit immerhin drei Langzeitmitglieder zur aktuellen DP-Besetzung. Zwar ist das Karriereende bereits in Sicht, doch bevor es ab Mai auf große Abschiedstournee geht, bringt die Band mit „inFinite“ noch mal eben das beste Album seit „Perfect Strangers“ in die Läden.

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Novocaine – Swept Away

In ihrer norwegischen Heimat seit Gründung 1999 Dauergast in den nationalen Radiostationen und auf den großen Konzertbühnen, sind Novocaine hierzulande maximal Insidern bekannt. Ihr emotional und proggig aufgeladener Rock-Sound sollte es nun aber endlich über die Landesgrenzen hinaus schaffen, denn nach ellenlanger Wartezeit veröffentlicht das Quintett aus Bergen ihr Debütalbum. „Swept Away“ sollte vor allem Fans von Radiohead, Sigur Rós, Muse und den frühen Gazpacho begeistern.

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Mother’s Cake – No Rhyme No Reason

Sie sind aktuell so etwas wie Österreichs Rock-Band der Stunde, und das aus gutem Grund. Der wuchtige, psychedelisch-proggig angehauchte Hard-Rock-Sound von Mother’s Cake brachte die Innsbrucker bereits auf Tour mit Wolfmother, Deftones und Iggy Pop. Eben erst von einer ausgedehnten Europa-Tour zurückgekehrt, steht nun das dritte Studioalbum „No Rhyme No Reason“ am Start, das abermals wuchtige 70s-Riffs mit verspielten, kunstvollen Arrangements verbindet.

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