Schlagwort: Punk Rock

PUP

PUP – Who Will Look After The Dogs?

Auf ihr vielleicht abgedrehtestes Werk folgte eine Zeit der Veränderungen: Nach dem Release von „The Unraveling Of PUPTHEBAND“ schlugen drei der vier Musiker von PUP auf unterschiedliche Weise Wurzeln. Für Frontmann Stefan Babcock endete hingegen eine zehn Jahre andauernde Beziehung, die zu einer Phase der Isolation ohne echte Bezugsperson führte. Daraus entstanden gleich mal 30 Songs binnen zwölf Monaten, die im Studio gemeinsam ausgearbeitet wurden – schnell, unaufgeregt und gerne mal mit dem einen oder anderen Schönheitsfehler. „Who Will Look After The Dogs?“ schafft es tatsächlich, die spontane Energie der Anfangstage ein weiteres Mal einzufangen.

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Press Club

Press Club – To All The Ones That I Love

Australien und kantiger Punk, das passt einfach – Amyl And The Sniffers wissen das nur zu gut. Doch auch Press Club befinden sich auf dem aufsteigenden Ast. Das Quartett aus Melbourne um Sängerin Natalie Foster tourte fleißig durch die Heimat, aber auch Europa und Großbritannien, bemühte sich zudem mehr und mehr um einen breiter aufgestellten Sound. Exakt diese Mission wird nun mit ordentlich Nachdruck erfüllt: „To All The Ones That I Love“ hat keinesfalls vor, die wütenden Wurzeln zu ignorieren, und traut sich doch im besten und angenehmsten Sinne so viel mehr.

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AKaRinde

AKaRinde – Kids

Hat Andrej Dietrich zu viel Zeit? Neben einer kompletten Tour mit Dÿse komponierte er ein Theater-Musik-Projekt, spielte beinahe im Alleingang eine Soloplatte ein, buchte eine Tour und drehte ein Video. Noch Fragen? Auf sich alleine gestellt, tritt eine Hälfte der Noise-Meister als AKaRinde auf und macht Musik, die sich bewusst jeglicher Kategorisierung entzieht. Die Singer/Songwriter-Klänge mag, aber eben auch den Lärm und das Chaos der Hauptband, Am besten alles davon und direkt auf einmal, unvorhersehbar und doch irgendwie bekömmlich. „Kids“ dreht mit verschmitztem Grinsen am Stand durch.

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Captain Planet

Captain Planet – Reste

Ausschussware gibt es bei Captain Planet nicht – maximal Material, das vielleicht gerade nicht auf ein Album passte oder nicht rechtzeitig fertig wurde. Das gilt natürlich auch für „Come On, Cat“, das im September 2023 die Band nach sieben Jahren Plattenpause in Bestform zurückholte. Übrig blieb laut Gitarrist Benni Sturm „ein bunter kleiner Haufen von Sachen, die nochmal gesagt werden mussten“. Frohsinn darf man sich natürlich nicht erwarten, wohl aber gewohnt wertigen, intensiven Indie-Punk, der demnächst auch wieder fleißig betourt wird. Dann ist garantiert auch der eine oder andere Track der EP „Reste“ dabei.

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Heavy Lungs

Heavy Lungs – Caviar

Sie kommen aus Bristol in Großbritannien, der ‚glorreichen Hauptstadt der Welt‘, und streben nach Ruhm und Reichtum: Heavy Lungs lieben das überlebensgroße Augenzwinkern und mischen immer noch Bühnen aller Größenordnungen auf. Der Mix aus Post Punk und Noise Rock, der mehrere EPs sowie das abgedrehte erste Album „All Gas No Brakes“ (nomen est omen) ausstattete, wird weiterhin mit wachsender Begeisterung kultiviert. Ihre zweite Platte spielten sie komplett live ein, um das Happening ihrer atemlosen Bühnenshows einzufangen. Entsprechend wild, durchgeknallt, ja sogar unvorhersehbar gibt sich „Caviar“.

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The Pighounds

The Pighounds – Tutti Frutti

Der berühmte nächste Schritt ist endlich hier: The Pighounds rumpelten vor knapp vier Jahren erstmals durch die Garage, nur um sich wenig später auf hohem Niveau zu konsolidieren. Schon in dieser frühen Phase war klar, dass Peter Bering und Alessandro de Luca relativ wenig auf typische Rock-Duo-Klischees geben und ihren Sound gerade auf Platte mit wachsender Begeisterung gedeihen lassen wollen. Exakt das geschieht nun in Form von „Tutti Frutti“, das sich mehr denn je mit 90s-Klängen, mit Stoner-Riffs, aber auch mit hymnischer Melodik und roher Punk-Attitüde identifiziert.

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Alarmsignal

Alarmsignal – Insomnia

Unglaubliche 25 Jahre sind Alarmsignal nunmehr unterwegs, und selten war die Band wichtiger als jetzt. Ihr Name ist als Mission Statement zu verstehen, das aktuell doppelt und dreifach wichtig ist. Die Punk-Veteranen aus Niedersachsen durften vor drei Jahren sogar den erstmaligen Einstieg in die Top 20 der deutschen Albumcharts feiern – ein schwacher Trost, denn die Welt ringsum scheint immer weiter aus den Fugen zu geraten, von Hass, Niedertracht und Extremismus dominiert. Das sorgt schon mal für „Insomnia“, wiewohl diese 14 Songs im besten Sinne wachrütteln und motivieren.

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Lambrini Girls

Lambrini Girls – Who Let The Dogs Out

Massig Alkohol und Zeitdruck, das waren die nicht ganz so geheimen Zutaten für das erste Album von Lambrini Girls. Phoebe Lunny (Gesang, Gitarre) und Lilly Macieria (Bass) aus dem britischen Brighton konnten sich binnen kürzester Zeit einen herausragenden Ruf als Live-Band erspielen, begleitet von zwei nicht minder kurzweiligen EPs, die unterschiedliche noisige Punk-Spielarten mit sehr pointierten Kommentaren zur anti-romantischen sozialen Gegenwart verbanden. Gerade in ihrer Heimat entwickelte sich ein kleiner Hype um das Duo. Tatsächlich geht „Who Let The Dogs Out“ mit dem Druck ganz locker um und schüttelt ein Statement Piece aus dem Ärmel.

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Heart To Gold

Heart To Gold – Free Help

Vor einiger Zeit waren Heart To Gold in der Mitte von Nirgendwo gestrandet, am Straßenrand in Georgia, und nichts ging mehr. Als es für das Trio aus Minnesota weder nach vorne noch zurück ging, war man auf fremde Hilfe angewiesen. In dieser schwierigen, belastenden Ausnahmesituation wurde schließlich der Grundstein für das neue, nunmehr dritte Studioalbum gelegt. Aufgenommen in Will Yips Studio 4, beschwört „Free Help“ nicht nur das Gemeinsame, sondern erweitert den eigenen Sound zugleich konsequent. Punk Rock, Alternative, Post-Hardcore und 90s-Klänge finden zusammen.

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Hot Water Music / Quicksand

Hot Water Music / Quicksand – Split

Dieser Release war quasi ein Vierteljahrhundert in the making: 1999 konnten Hot Water Music mit Walter Schreifels der kürzlich aufgelösten Quicksand eines ihrer Idole als Produzent für das Album „No Division“ gewinnen. Daraus entwickelte sich schnell eine Freundschaft, die nun auch auf Platte wandert. Zu dieser gemeinsamen Split-Platte steuert jede Band zwei Songs bei – einen eigenen Track sowie ein Cover der jeweils anderen Formation. Und das natürlich gewohnt forsch, energisch und zugleich geradezu unverschämt hymnisch.

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