Schlagwort: Punk Rock

Heavy Lungs

Heavy Lungs – Caviar

Sie kommen aus Bristol in Großbritannien, der ‚glorreichen Hauptstadt der Welt‘, und streben nach Ruhm und Reichtum: Heavy Lungs lieben das überlebensgroße Augenzwinkern und mischen immer noch Bühnen aller Größenordnungen auf. Der Mix aus Post Punk und Noise Rock, der mehrere EPs sowie das abgedrehte erste Album „All Gas No Brakes“ (nomen est omen) ausstattete, wird weiterhin mit wachsender Begeisterung kultiviert. Ihre zweite Platte spielten sie komplett live ein, um das Happening ihrer atemlosen Bühnenshows einzufangen. Entsprechend wild, durchgeknallt, ja sogar unvorhersehbar gibt sich „Caviar“.

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The Pighounds

The Pighounds – Tutti Frutti

Der berühmte nächste Schritt ist endlich hier: The Pighounds rumpelten vor knapp vier Jahren erstmals durch die Garage, nur um sich wenig später auf hohem Niveau zu konsolidieren. Schon in dieser frühen Phase war klar, dass Peter Bering und Alessandro de Luca relativ wenig auf typische Rock-Duo-Klischees geben und ihren Sound gerade auf Platte mit wachsender Begeisterung gedeihen lassen wollen. Exakt das geschieht nun in Form von „Tutti Frutti“, das sich mehr denn je mit 90s-Klängen, mit Stoner-Riffs, aber auch mit hymnischer Melodik und roher Punk-Attitüde identifiziert.

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Alarmsignal

Alarmsignal – Insomnia

Unglaubliche 25 Jahre sind Alarmsignal nunmehr unterwegs, und selten war die Band wichtiger als jetzt. Ihr Name ist als Mission Statement zu verstehen, das aktuell doppelt und dreifach wichtig ist. Die Punk-Veteranen aus Niedersachsen durften vor drei Jahren sogar den erstmaligen Einstieg in die Top 20 der deutschen Albumcharts feiern – ein schwacher Trost, denn die Welt ringsum scheint immer weiter aus den Fugen zu geraten, von Hass, Niedertracht und Extremismus dominiert. Das sorgt schon mal für „Insomnia“, wiewohl diese 14 Songs im besten Sinne wachrütteln und motivieren.

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Lambrini Girls

Lambrini Girls – Who Let The Dogs Out

Massig Alkohol und Zeitdruck, das waren die nicht ganz so geheimen Zutaten für das erste Album von Lambrini Girls. Phoebe Lunny (Gesang, Gitarre) und Lilly Macieria (Bass) aus dem britischen Brighton konnten sich binnen kürzester Zeit einen herausragenden Ruf als Live-Band erspielen, begleitet von zwei nicht minder kurzweiligen EPs, die unterschiedliche noisige Punk-Spielarten mit sehr pointierten Kommentaren zur anti-romantischen sozialen Gegenwart verbanden. Gerade in ihrer Heimat entwickelte sich ein kleiner Hype um das Duo. Tatsächlich geht „Who Let The Dogs Out“ mit dem Druck ganz locker um und schüttelt ein Statement Piece aus dem Ärmel.

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Heart To Gold

Heart To Gold – Free Help

Vor einiger Zeit waren Heart To Gold in der Mitte von Nirgendwo gestrandet, am Straßenrand in Georgia, und nichts ging mehr. Als es für das Trio aus Minnesota weder nach vorne noch zurück ging, war man auf fremde Hilfe angewiesen. In dieser schwierigen, belastenden Ausnahmesituation wurde schließlich der Grundstein für das neue, nunmehr dritte Studioalbum gelegt. Aufgenommen in Will Yips Studio 4, beschwört „Free Help“ nicht nur das Gemeinsame, sondern erweitert den eigenen Sound zugleich konsequent. Punk Rock, Alternative, Post-Hardcore und 90s-Klänge finden zusammen.

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Hot Water Music / Quicksand

Hot Water Music / Quicksand – Split

Dieser Release war quasi ein Vierteljahrhundert in the making: 1999 konnten Hot Water Music mit Walter Schreifels der kürzlich aufgelösten Quicksand eines ihrer Idole als Produzent für das Album „No Division“ gewinnen. Daraus entwickelte sich schnell eine Freundschaft, die nun auch auf Platte wandert. Zu dieser gemeinsamen Split-Platte steuert jede Band zwei Songs bei – einen eigenen Track sowie ein Cover der jeweils anderen Formation. Und das natürlich gewohnt forsch, energisch und zugleich geradezu unverschämt hymnisch.

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Surreal Fatal

Surreal Fatal – Fuge

Dystopie. Utopie. Abriss. Eine spannende neue Band aus Hamburg langt beherzt zu. Hinter Surreal Fatal stecken Musiker*innen diverser Szenebands, die sich im Sommer 2023 im Studio fanden, um die gemeinsame kreative Schnittmenge auf Platte zu bannen. Und die nimmt keine Gefangenen – Punk, Post, Rock und Hardcore sind nur einige der Zutaten, von pointierten deutschen Texten und aller gebührender Wut begleitet. „Fuge“ bemüht den konsequenten Abriss und liefert 32 Minuten emotionale Atemlosigkeit, der man sich kaum entziehen kann.

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CAVA

CAVA – Powertrip

Macht und Kontrolle jenseits der Schadensbegrenzung: Während CAVA auf ihrem ersten Album noch vorrangig ihre Identität definieren wollten, geht es das Berliner Duo nun um Welten deutlicher an. Erstmals fand man sich in einem Studio wieder, was man auch hören sollte. Aber nicht zu sehr, denn der erste Mix ihres Zweitlings fiel zu poppig aus und verlangte förmlich nach mehr Punk-Drive. Zudem geht es auf „Powertrip“ um deutlich ernstere Themen, die gesellschaftliche Normen hinterfragen, offensiv mit Machtverhältnissen in Schieflage und feministischer Vorbildwirkung umgehen. Und das gelingt verdammt gut.

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Kaptain Kaizen

Kaptain Kaizen – Für 3 Minuten 11

Die Aufnahmen ihres neuen Albums brachten Kaptain Kaizen an die Grenzen. Sie fingen noch vor der Pandemie mit dem Nachfolger von „Alles und nichts“ an, scheiterten in dieser unwirklichen Zeit beinahe und konnten sich dennoch, trotz aller Widersprüche, behaupten. An der Intensität des Mannheimer Quartetts änderte sich freilich wenig, denn nach wie vor dominiert roher Punk mit Emo- und leichter Hardcore-Schlagseite, begleitet von pointierten deutschen Texten, die zwischen präziser Kritik und einem leichten Augenzwinkern pendeln. Und so strahlt auch „Für 3 Minuten 11“, benannt nach der durchschnittlichen Länge eines Popsongs, hell und düster zugleich.

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Mundane

Mundane – ULTRA SOUND

Die Heimatstadt melodischer Death Metal-Klänge kann auch ganz anders, wie man das eine oder andere Mal schon gehört hat. Als neueste Ausnahme bestätigen Mundane diese Regel und widmen sich angesagten 90s-Klängen zwischen Alternative Rock, Punk und Indie. Sie sind Teil der lokalen DIY- und Underground-Szene, ihr Ruf als exzellente Live-Band eilt ihnen voraus und machte sie auch jenseits der Landesgrenzen bekannt. Wie sich das für eine Do-It-Yourself-Band so geziemt, erscheint das erste Album komplett in Eigenregie. „ULTRA SOUND“ vereint massig Energie und Spielfreude mit durchaus nachdenklichen, ernsten Texten.

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