Schlagwort: Wave Rock

Karies – Alice

Mit ihren ersten beiden Alben etablierten sich Karies im Nu als Fixstern am deutschsprachigen Post-Punk-Himmel. Die schroffe, leicht nihilistisch veranlagte Präsentation von „Seid umschlungen, Millionen“ und „Es geht sich aus“ ging im besten Sinne an die Substanz. Die musikgewordene Schwermut scheint nun aber verschwunden zu sein. Erneut von Max Rieger produziert, lässt „Alice“ neue Finesse und beinahe so etwas wie Verspieltheit erkennen.

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Mass Gothic – I’ve Tortured You Long Enough

Nach der Auflösung von Hooray For Earth fand Noel Heroux in Mass Gothic ein neues Betätigungsfeld und warf für das Debütalbum im Alleingang ein paar Ideen gegen die Wand. Der eponyme Auftakt gelang, doch nun bewegt sich das Projekt in eine ganz andere Richtung. Heroux holte seine Ehefrau Jessica Zambri an Bord und nannte die gemeinsame Platte „I’ve Tortured You Long Enough“. Das kann ja was werden.

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City Calm Down – Echoes In Blue

Während sich etablierte Acts wie Editors aktuell ein wenig gen musikalische Bedeutungslosigkeit zurückziehen, wirkt das Aufleben frischer, energischer Kräfte umso willkommener. Bestes Beispiel dafür sind City Calm Down aus dem australischen Melbourne. Das Quartett legt zwei Jahre nach seinem Debüt mit „Echoes In Blue“ stilvoll nach. Indie Pop/Rock trifft auf Wave-Klänge, trifft auf weite Keyboard-Flächen, trifft auf unverschämt eingängige Emotionalität. So etwas vermisste man zuletzt.

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Franz Ferdinand – Always Ascending

Linear? Gibt es bei Franz Ferdinand schon lange nicht mehr, und Stress hat sowieso keinen Platz. Abgesehen von FFS, dem gemeinsamen Projekt mit Sparks, hat das letzte reguläre Album der Schotten bereits viereinhalb Jahre auf dem Buckel. Gründungsmitglied Nick McCarthy ging von Bord, gleich zwei neue Musiker sind nun Teil der Band und hinter den Reglern sitzt dieses Mal Cassius-Mastermind Philippe Zdar. Entsprechend anders und doch vertraut präsentiert sich „Always Ascending“.

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Klez.e – November

„Desintegration“ – ein fantastischer Auftakt für ein bis dato bewegtes Musikjahr. Klez.e blickten zurück auf die Zeit vor dem Mauerfall samt Cure-Hommage und musikalischem Finetuning. Bei der anschließenden Tour wurden eng umrissene Album-Versionen zu ausladenden Jams und Band-Klassiker in neue Gewänder gekleidet. An insgesamt sechs Orten mitgeschnitten, zeigt das Doppel-Live-Album „November“ das Trio nun in bestechender Höchstform.

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Lea Porcelain – Hymns To The Night

Raus aus dem Club, rein in den Sommer: Seit geraumer Zeit arbeiten Julien Bracht und Markus Nikolaus an ihrem gemeinsamen Sound zwischen Dancefloor-Afterhour und 80s-Düsternis-Revival. Mit ihren bisherigen Kleinformaten sorgten Lea Porcelain für verdiente Aufmerksamkeit im Kleinen, doch jetzt geht es erst so richtig los. Als sympathische und grundehrliche Antithese zum Sommer entwickelt sich „Hymns To The Night“ zur Hitfabrik.

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Klez.e – Desintegration

Funkstille ist doof. Das haben – glücklicherweise – auch Klez.e endlich erkannt und präsentieren ihr erstes Album seit 2009 („Vom Feuer der Gaben“). Auf „Desintegration“ reisen sie zurück ins Jahr 1989, lassen für kurze Momente die Mauer wiederauferstehen und setzen sich gewissermaßen mit der Kindheit und Jugend von Mastermind Tobias Siebert im Osten Deutschlands auseinander. Mehr noch, 1989 war auch das Jahr, in dem das legendäre Cure-Album „Disintegration“ erschien.

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It’s Not Not – Fool The Wise

Drei Alben lang machten It’s Not Not nicht nur ihr spanische Heimat unsicher, sondern zelebrierten eine Reihe an Konzerten quer durch Europa. Nach dem 2007 erschienenen „Bound For The Shine“ und der dazugehörigen Tour folgte erst einmal eine ellenlange Auszeit, die nun endlich vorbei ist. Mit Neuzugang Eric Fuentes und einem Deal bei Arctic Rodeo geht es für die krude Mischung aus Punk, Wave Rock, Hardcore und zig weiteren kuriosen wie eingängigen musikalischen Ideen endlich in die nächste Runde: „Fool The Wise“ ist da.

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Drowners – On Desire

Der Sommer scharrt in den Startlöchern und auch die Musik passt sich der warmen Jahreszeit an. Luftig-leicht soll sie sein, etwas unbeschwert, zuweilen sogar tanzbar. All das und noch viel mehr trifft auf Drowners um den gebürtigen Waliser Matthew Hitt zu, der seit seinem Umzug nach New York Indie Rock mit New-Wave-Anteilen zelebriert. Das bereits zweite Studioalbum „On Desire“ sammelt zehn unterhaltsame Perlen, die allerdings nicht durchgehend fröhlich und locker anmuten.

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White Lung – Paradise

Kanadas Punk-Powerhouse White Lung hat keine Lust darauf, weiterhin auf der Stelle zu treten in einer Szene, die Weiterentwicklung nur selten verzeiht. Gerade als Songwriter ist das Trio gewachsen, jedes Album nimmt noch mehr Fahrt auf. Erhalten bleibt jedoch die ausgesuchte Kürze, mit der auch gängige Genre-Alben aus den Boxen schallen. „Paradise“ überschreitet nun immerhin die 28-Minuten-Marke und ist nach wie vor tief im Punk verwurzelt, bringt aber ebenso einen ordentlichen Wave- und Indie-Punch mit sich.

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