Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Eurovision Song Contest 2009: Von Märchen und Kosmonauten

Europa ist geeint unter dem Stern eines norwegischen Violinisten mit weißrussischen Wurzeln. Milchbubi Alexander Rybak beweist mit „Fairytale“ nicht nur, dass „Lemon Tree“ auch 2009 noch funktioniert, sondern dass man den Kontinent einen kann. Gerüchten zufolge soll er demnächst EU-Botschafter seiner Heimat werden. So weit, so unüberraschend. Bereits seit Wochen haben Buchmacher keine Wetten mehr auf Rybak angenommen, so deutlich war seine Favoritenrolle. Dafür hatte der 54. Eurovision Song Contest einige faustdicke Überraschungen in petto, womit nicht die gewaltsam aufgelöste Homosexuellen-Demo gemeint ist. Scheinbar funktioniert die neue Voting-Form – eine Kombination aus Publikums-Voting und Fachjury. Zumindest kann man angesichts des Resultats nicht mehr von einer reinen osteuropäischen Nachbarschaftshilfe sprechen, auch wenn der eine oder andere traditionelle Zwölfer nicht fehlen durfte.

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Manic Street Preachers – Journal For Plague Lovers

Große Diskussionen rund um das neue Album der Manic Street Preachers. So viel Wind, wie um „Journal For Plague Lovers“ aktuell gemacht wird, gab es um die drei Briten seit mehr als einem Jahrzehnt nicht mehr. Nachdem der 1995 verschwundene Gitarrist Richey James Edwards offiziell für tot erklärt wurde, haben die drei Manics ein altes Notizbüchlein mit Gedichten, Prosa und kleineren Notizen des intellektuellen Bandschattens gefunden und als textliche Basis für eben jenes „Journal For Plague Lovers“ ernannt. Die Albini-Produktion soll im Geist von Nirvanas „In Utero“ agieren und damit ein wenig an „The Holy Bible“, das letzte gemeinsame Album mit Edwards, erinnern.

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Marmaduke Duke – Duke Pandemonium

Neues von The Atomsphere und The Dragon. Die beiden Musiker von blaublütigem Geschlecht haben die Geschichte ihres Groß-Groß-Großonkels, dem Duke, entdeckt, und vertonen diese in Form einer Trilogie. Hinter dieser herrlich abgedrehten Maskerade stecken Simon Neil von Biffy Clyro und JP Reid von Sucioperro, die mit dem zweiten Teil „Duke Pandemonium“ den Funk für sich entdeckt haben.

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Empire Of The Sun – We Are The People

Sommerlich-glammiger Electro-Pop scheint seit Hot Chip und vor allem MGMT wieder in Mode zu sein. Neben Passion Pit diktiert das australische Duo Empire Of The Sun 2009 das Tempi in diesem Feld. Luke Steele (The Sleepy Jackson) und Nick Littlemore (Elton John, The Killers) konnten mit ihrem Debütalbum „Walking On A Dream“ und der gleichnamigen Single einen Überraschungserfolg landen. „We Are The People“ will daran natürlich anknüpfen.

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Oceana – Love Supply

Musik wurde Oceana praktisch in die Wiege gelehnt. Die Tochter einer deutschen Modedesignerin und eines Musikers und DJs aus Martinique hat ihren Karrierestart neben ihrem Eigenantrieb vor allem der Legende Maceo Parker zu verdanken, der sie seit Jahren immer wieder auf die Bühne holt. Außerdem kann man sie auch im Background auf dem Boundzound-Debütalbum hören. Die eigene Solokarriere startet mit „Love Supply“.

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Eminem – We Made You

Das Alphamännchen des US-Rap-Business ist wieder da. Eminem war zuletzt eher als Produzent, Pillenschleuder und Dauerverschieber in den Nachrichten. Am 18. Mai soll nun „Relapse“, das erste Studioalbum nach fünf Jahren weltweit auf den Markt kommen, sogar ein zweiter Teil soll noch 2009 erscheinen. Bis es allerdings so weit ist, gibt es mit „We Made You“ die erste reguläre Single nach dem eher mauen Streettrack „Crack A Bottle“.

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Heaven & Hell – The Devil You Know

Als Black Sabbath 1979 ihren legendären Sänger Ozzy Osbourne feuerten, stand die Zukunft der Metal-Vorreiter auf der Kippe. Wer würde die Fußstapfen des Madman füllen? Nachfolger war ein gewisser Ronnie James Dio (Ex-Rainbow), mit dem insgesamt drei Alben (zuletzt „Dehumanizer“ 1992) aufgenommen wurden. Seit 2006 macht das Lineup, ergänzt um Tony Iommi, Geezer Butler und Vinny Appice, wieder gemeinsame Sache. Den drei neuen Songs auf der Compilation „The Dio Years“ sowie einer Live-Platte folgt nun das Studioalbum „The Devil You Know“ – 17 Jahre nach „Dehumanizer“ und unter dem Bandnamen Heaven & Hell, um Verwechslungen mit dem wieder vereinten Original-Sabbath-Lineup zu vermeiden.

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The Ting Tings – Shut Up And Let Me Go

Jules De Marino (Schlagzeug, Gesang) und Katie White (Gesang, Gitarre, Bass Drum) sind keine Unbekannten mehr. In der Party-Szene Manchesters haben sie sich als The Ting Tings einen Namen gemacht. Mittlerweile ist man mit dem Debütalbum „We Started Nothing“ und Hymnen wie „Great DJ“ und „That’s Not My Name“ international bekannt. Das ursprünglich bereits als B-Seite veröffentlichte „Shut Up And Let Me Go“ wird nun als eigene Single nachgereicht.

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Alesha Dixon – The Boy Does Nothing

Ob „All I Want“ oder „Scandalous“ – die großen UK-Hits der Urban-Girlgroup Mis-Teeq kennt man auch hierzulande. Zwar hat sich das Trio 2005 aufgelöst, doch mit Alesha Dixon konnte zumindest eine der Damen eine erfolgreiche Solokarriere starten. Mit zwei Singles in den Top 5 und zahlreichen Fernsehauftritten hat sie Großbritannien mittlerweile im Sturm erobert. Ihre Single „The Boy Does Nothing“ kommt mit ordentlicher Verzögerung nun auch nach Deutschland.

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