Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Bloc Party – Hymns

Langsam aber sicher scheint bei Bloc Party, zumindest kurzfristig, Ruhe einzukehren. Die letzte Pause und folgende Reunion ging mit dem Verlust der prominenten Rhythmusabteilung um Matt Tong und Gordon Moakes einher. Die beiden verbliebenen Gründungsmitglieder Kele Okereke und Russell Lissack haben sich in der Zwischenzeit nicht nur junge Verstärkung geholt, sondern auch das erste Studioalbum seit dreieinhalb Jahren eingespielt. „Hymns“ setzt den elektronisch-synthetischen Weg der jüngeren Vergangenheit fort und erinnert stellenweise an Okerekes Solo-Aktivitäten.

Weiterlesen

The Sheepdogs – Future Nostalgia

Mit ihrem 2012 veröffentlichten, selbstbetitelten Album drangen The Sheepdogs in ihrer kanadischen Heimat in neue Sphären vor. Produziert von Patrick Carney (The Black Keys), schnellte die Platte auf Platz 1 in den nationalen Charts, gleich drei Singles sicherten sich die Pole Position in den Rock-Charts. Hierzulande ist der charmante Retro-Gitarren-Sound mit Easy-Listening-Attitüde noch eine Randerscheinung. Vielleicht ändert sich das mit dem mittlerweile fünften Werk „Future Nostalgia“.

Weiterlesen

Abu – Reset

Das Debütalbum vergessen, ausgeblendet und ganz anders an den eigenen Sound herangegangen: Genau das versucht Abu im Vorfeld seiner neuen Platte. Mit dem Einstand „Earn & Seed“ soll das neue Werk des Schweizers nicht zu tun haben, von bislang unerkundeten Wegen und Experimentierfreudigkeit ist die Rede. Tatsächlich passt „Reset“ als Titel wie die sprichwörtliche Faust aufs Auge und setzt smarte Alternative-Impulse mit Hang zu elektronischen Ausflügen.

Weiterlesen

Basement – Promise Everything

Es war wie verhext: Kaum hatten Basement 2012 mit „Colourmeinkindness“ einen ersten kreativen Gipfel erreicht, lösten sie sich auf, nur wenige Wochen nach Veröffentlichung. Umso überraschender kann die Reunion im vergangenen Jahr mit Tour und EP. Nun steht sogar ein ganzes Album in den Startlöchern. Auf „Promise Everything“ legen sie die energische Aggression der Anfangstage ein wenig ab und zeigen sich von ihrer songdienlichen Seite.

Weiterlesen

Hanne Kolstø – While We Still Have Light

Mit eindrucksvoller Beharrlichkeit und Hang zu experimentellem Eskapismus veröffentlicht Hanne Kolstø ihr nunmehr fünftes Studioalbum in ebenso vielen Jahren. Die durch Thelma & Clyde und Lo:Fi bekanntgewordene Musikerin setzt auf Popmusik, die weit über gängige Genre-Definitionen hinausgeht. Auf das gleichermaßen eigentümliche wie eingängige „Stillness And Panic“ folgt mit „While We Still Have Light“ eine weitere grundsympathische Gratwanderung.

Weiterlesen

Spidergawd – III

Längst mehr als ’nur‘ ein Motorpsycho-Nebenprojekt, konnten sich Spidergawd mittlerweile zu einem Fixstern am gediegenen Rocker-Himmel etablieren. Ihre Alben erscheinen fleißig im Jahresrhythmus und zeugen vom steten Drang nach Weiterentwicklung. Ließ das eponyme Debüt noch experimentelle Epen und folkige Magie zu, entwickelte sich „II“ mehr und mehr zum 70s-Rock-Rundumschlag mit deutlichem Fokus auf Songdienlichkeit. „III“ vertieft derlei Bestrebungen, steht musikalischem Freigeist aber weiterhin offen gegenüber.

Weiterlesen

Buika – Vivir Sin Miedo

In Spanien ein großer Star, hierzulande bislang eher eine Randnotiz – Concha Buika, die unter ihrem Nachnamen performt, vereint Flamenco, Jazz, Latin und Pop zu einem spektakulären Mix zwischen Tradition und Moderne. Für ihr neues Album „Vivir Sin Miedo“ wagt sie sich nun noch weiter hinaus und erweitert ihr klangliches Spektrum. Prominente Gäste, eine internationale Produktion und erstmals mehr englische and spanische Songs beweisen Mut zum Risiko.

Weiterlesen

NZCA Lines – Infinite Summer

Nach dem Debüt im Alleingang ist aus Michael Lovetts Soloprojekt NZCA Lines nunmehr ein Trio geworden, und das mit doppelter, prominenter weiblicher Begleitung. Der Londoner wird mittlerweile von Sarah Jones (Hot Chip) und Charlotte Hatherley (Bat For Lashes, Ash) unterstützt. Am blubbernden Electro-Pop-Sound mit pointierter Melancholie und Sci-Fi-Konzept hat sich jedoch wenig geändert. „Infinite Summer“ transportiert Lovetts persönliches Leben in eine ferne Zukunft, in der die Auslöschung der Erde kurz bevor steht.

Weiterlesen

Young Rival – Interior Light

Pünktlich zu Weihnachten gaben die (verbliebenen) Beatles ihren Katalog auf verschiedenen Streaming-Diensten frei und lösten prompt einen Sturm der Begeisterung aus. Der Sound der 60s und 70s erfreut sich nach wie vor größter Beliebtheit – und genau hier treten nun Young Rival auf den Plan. Das Trio aus dem kanadischen Hamilton vermengt Garage Rock mit Psychedelic Pop und erinnert damit an die British Invasion sowie Beach Boys-Smartness. Ihr neues Album „Interior Light“ sorgt für gute Laune.

Weiterlesen

Villagers – Where Have You Been All My Life?

Schon wieder ein neues Villagers-Album, nur neun Monate nach „Darling Arithmetic“? Ja und nein. Die Songs an sich, die es auf „Where Have You Been All My Life?“ geschafft haben, sind fast durchgehend bestens bekannt, stammen sie doch alle aus der Feder von Mastermind Conor O’Brien. Auf der letzten Tour wurden verschiedene Tracks in neuen, erweiterten, leicht umarrangierten Versionen präsentiert. Im Rahmen einer fieberhaften Ein-Tages-Session auf Band festgehalten, wurden diese Neubearbeitungen nun auch dem Armsessel-Publikum zugänglich gemacht.

Weiterlesen

Wir verwenden Cookies. Cool?