Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Max Jury – All I Want / Something In The Air

Des Moines, Iowa, das ist eigentlich Slipknot-Territorium. Vielleicht muss man künftig aber auch an Max Jury denken. Der 21jährige Singer/Songwriter ist noch ein Geheimtipp, könnte 2015 aber durchstarten und wird von der einschlägigen Fachpresse bereits entsprechend gefeiert. Sind solche Vorschusslorbeeren auch gerechtfertigt? Grund genug sich den beiden bisherigen EPs Jurys anzunehmen, die hierzulande auch digital erschienen sind: „All I Want: The Sonic Factory Sessions“ und „Something In The Air“, beide über Marathon Artists erhältlich.

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Gemma Ray – The Wheel

Ein Vokal entscheidet zwischen Metal-Legenden und Retro-Magie: Gemma Ray veröffentlichte im August mit „Milk For Motors“ ihr bislang bestes Album, eine mutige Reise durch Soul, Beat, Pop, Rock’n’Roll, Western und Blues unterstützt durch zahlreiche kreative Partner sowie das Deutsche Filmorchester Babelsberg. Im Februar und März des kommenden Jahres geht die gebürtige Britin auf Tour und wird an sieben Terminen auch ihrer Wahlheimat Deutschland einen Besuch abstatten. Mit im Gepäck hat sie sicherlich auch „The Wheel“, dem nun ein sehenswertes Video spendiert wurde.

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Jamie N Commons – Karma (Hardline)

Jamie N Commons ist eine der etwas unbekannteren Stimmen der Fußball-WM 2014. Gemeinsam mit den X Ambassadors hatte er mit „Jungle“ einen kleineren Hit, der in den verschiedensten Trailern und bei diversen anderen Veranstaltungen zu hören war und ist. Solo widmet sich der 26jährige Brite einer eklektischen Mischung aus Blues Rock, Soul und Pop mit gelegentlichem Crossover in die HipHop-Welt, der ihm einen Deal bei KIDinaKORNER, dem Label des Grammy-prämierten Produzenten Alex Da Kid, einbrachte. Seine neue Single „Karma (Hardline)“ ist nun sogar Titelsong des im März 2015 erscheinenden Videospiel-Blockbusters „Battlefield Hardline“.

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Terminal Sound System – Dust Songs

Längst ist Skye Klein seiner schäbigen Lagerhalle in Melbourne entwachsen und lässt sein Projekt Terminal Sound System von Album zum Album wachsen. Auch dieses Mal hat sich – im Vergleich zum im Vorjahr erschienenen „A Sun Spinning Backwards“ – einiges getan. Die durchaus an Amon Tobin erinnernden Soundscapes wurden umgeschichtet, Gesang und geloopte Gitarren stehen nun im Vordergrund. „Dust Songs“ konzentriert sich auf eine krude Mischung aus Drone, Ambient und Industrial für unruhige Geister.

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Jamie T – Rabbit Hole

Lange war er weg, plötzlich ist er wieder da: Nach der Veröffentlichung seines zweiten Albums „Kings & Queens“ plus dazugehörigem Tourzyklus tauchte Jamie T für gleich mehrere Jahre komplett unter. Im Sommer diesen Jahres, schließlich, beendete der Brite die lange Durststrecke mit dem deutlich erwachseneren Album „Carry On The Grudge“. Folk sowie Singer/Songwriter-Klänge stehen nun im Mittelpunkt, was aber keineswegs heißt, dass Treays die rauere, rockige Seite aufgegeben hätte. Zu „Rabbit Hole“ gibt es nun auch ein sehenswertes Video.

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Zen Zebra – Genesia

Gute Neuigkeiten aus dem Zen Zebra-Lager: Das Quintett aus Leipzig befindet sich aktuell im Studio, um einen Nachfolger zu ihrem bockstarken Debütalbum „awaystation“ aufzunehmen. Dem ersten Vernehmen nach gestaltet sich das neue Material „noch cineastischer, noch leidenschaftlicher, noch eingängiger“ – gute Vorzeichen für einen weiteren Leckerbissen zwischen Postcore, Prog und Alternative Rock. Ein erstes musikalisches Lebenszeichen gibt es schon jetzt in Form der Single „Genesia“, die es versteht zaghafte Hoffnungen zu nähren.

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She & Him – Classics

Als „New Girl“ Jess flimmert Zooey Deschanel regelmäßig durch das heimische Primetime-TV-Programm. Davon profitiert auch ihre Karriere als Musikerin. Gemeinsam mit M. Ward (u.a. Monsters Of Folk, Bright Eyes) veröffentlicht sie seit 2008 als She & Him regelmäßig Alben, die von Country über Pop bis hin zu Rock’n’Roll reichen. Nun ist das Duo, das seine Songs via E-Mail-Fernbeziehung erarbeitet – Deschanel schreibt, Ward arrangiert -, bei einem Major-Label angekommen. Auf „Classics“ covern sie verschiedene Swing-, Country- und Jazz-Standards, die einst Größen wie Frank Sinatra, Dusty Springfield, Aretha Franklin und Bing Crosby intonierten.

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Nervous Nellie – Where The Nightmare Gets In

Stolze drei Jahre arbeiteten Nervous Nellie an ihrem dritten Studioalbum. In minutiöser Kleinarbeit arrangierten die schwedischen Indie Pop/Rock-Veteranen einen – da ist diese Zahl schon wieder – Dreiteiler, der nach schrittweiser digitaler Veröffentlichung nun einen kompakten Albumrelease mit Bonus-Track erfährt. Man hört „When The Nightmare Gets In“ seine sehr eigenwillige, segmentierte Releaseform durchaus an, spürt aber dennoch die Idee eines kompakten, smarten Gesamtkunstwerks.

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Year Of The Goat – The Key And The Gate

Vor mittlerweile zwei Jahren veröffentlichten Year Of The Goat, entstanden aus dem Dunstkreis der aktuell inaktiven schwedischen Doom-Heroen Griftegård, ihr Debütalbum. Occult Rock erlebte rund um den Release von „Angels‘ Necropolis“ eine gewisse Renaissance, dennoch erarbeitete sich dieser Longplayer verdiente Medien-Präsenz und brachte dem Sextett nebst diversen Auszeichnungen auch einen Vertrag bei Napalm Records ein. Bis zu einem Nachfolger dürfte es wohl noch geraume Zeit dauern, als kleiner Happen für zwischendurch ist die EP „The Key And The Gate“ aber wunderbar geeignet.

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Sounds Of The 80s: Unique Covers Of Classic Hits

Compilations, Reunions, Chartshows, Disco-Abende – die 80er Jahre sind nicht totzukriegen. Ab und an ragt ein Release aus der uninspirierten Masse hervor und überrascht mit kreativen Ideen. „Sounds Of The 80s“ basiert auf der gleichnamigen Radioshow auf BBC Radio 2, dem wichtigsten Sender Großbritanniens, und lässt 37 Künstler auf zwei CDs Songs der Dekade covern. Der Clou daran: es handelt sich durch die Bank um bislang unveröffentlichtes Material. Nicht umsonst lautet der Beiname „Unique Covers Of Classic Hits“.

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