Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Ásgeir – King And Cross

International mögen sie sich großer Popularität erfreuen, doch im heimischen Island wurden Björk, Sigur Rós und wie sie alle heißen längst von einem 21jährigen aus der 40-Seelen-Gemeinde Laugarbakki abgehängt. Ásgeir Trausti Einarssons Debütalbum „Dyrd í dauðathogn“ besitzen in etwa 10% des Inselstaats, seine letzten drei Singles erreichten allesamt die Spitze der Charts. Gemeinsam mit Singer/Songwriter John Grant erarbeitete er eine englischsprachige Version seines Erstlings – ein Großteil der isländischen Texte stammen von Ásgeirs 72jährigem Vater -, die als „In The Silence“ am 30. September in Deutschland erscheinen wird. Vorab stellt sich der talentierte Youngster mit der Download-Single „King And Cross“ vor.

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NONONO – Pumpin Blood

Ein kräftiges ‚Nein‘ kann überzeugende Wirkung haben, dachten sich wohl NONONO, die sich mit ihrem Bandnamen gegen falsche Schubladen stemmen. Über gemeinsame Freunde lernten sich die Psychologiestudentin Stina Wappling und das Produzentenduo Astma & Rocwell (u.a. Icona Pop) kennen, sorgten mit einem ersten gemeinsamen Song für weißes Rauschen in der Blogosphäre und arbeiten seither an ihrem Debütalbum, das noch dieses Jahr erscheinen und packenden, wenngleich düsteren Schweden-Pop mit sich bringen soll. Mit „Pumpin Blood“ hat man einen potentiellen Hit am Start.

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Washed Out – Paracosm

Verführerisch verträumt und sympathisch mit sich selbst beschäftigt: Ernest Greene, das ist ein Name für einen Poeten, für einen Künstler. Dennoch versteckt sich der 30jähriger aus Perry, Georgia hinter dem Künstlernamen Washed Out und fabriziert im Alleingang verträumte Popmusik mit schwerem Synthi-Einschlag. Half sich sein Debütalbum „Within And Without“ vor zwei Jahren mit deutlich düsteren Klängen, die ein wenig an TripHop erinnerten, über die Runden, so punktet der Nachfolger „Paracosm“ mit einem deutlich wärmeren, kuschligeren Sound.

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Pinkunoizu – The Drop

In Dänemark trägt Lärm offensichtlich die Farbe Rosa. Die Musik von Pinkunoizu ist sicherlich vieles, bloß nicht orthodox. Nach dem Debüt „Free Time!“ nahm man erstmals gemeinsam in Kopenhagen auf und verbrachte einige Zeit in der Freistadt Christiana, um sich vom Geist dieser speziellen Kommune anstecken zu lassen. Herausgekommen ist ein verträumtes Stück Popmusik im XXL-Format, das auf den Namen „The Drop“ hört und Bezug auf als klangliche Erscheinungen wiederkehrende Tonschwankungen nimmt.

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Rampue – Let’s Be Kids Again

Mittlerweile scheint Rampue seine musikalische Bestimmung gefunden zu haben. Ausprobiert hat der Berliner schon alles Mögliche, jetzt ist er bei schmusigen House-Klängen mit Tiefgang gelandet. ‚Deep House‘ nennt man das, zuweilen auch ‚Romantic House‘. Was auch immer nun die akkurate Bezeichnung sein mag, die Musik spricht so und so für sich – und das ist auch gut so. „Let’s Be Kids Again“ heißt Rampues neue EP, zunächst nur auf Vinyl erhältlich, nun ebenso digital zu haben.

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Chakuza – Dieser eine Song EP

Die unheilige Allianz von HipHop und verhältnismäßig mainstreamigeren Genres geht weiter. Pandabär Cro ist mit seinem Raop-Sound regelmäßig Gast an der Spitze der Charts, Casper vertritt die emotionale, rockige Seite des Hybrid-Sounds und Clueso hat sowieso längst nichts mehr mit Rap zu tun. Nun drängt der gebürtige Linzer Chakuza darauf, in diese Phalanx einzubrechen. Mit Bushido hat er längst nichts mehr am Hut, die tiefe Stimme und die rauen, gut durchdachten Texte sind ihm jedoch geblieben. Lief es für sein aktuelles Album „Magnolia“ mit einer Top-5-Platzierung bereits gut, so bewegt sich die in EP-Form vorliegende Auskopplung „Dieser eine Song“ noch stärker in Richtung Indie-Rap.

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Retro Stefson – Qween

Längst weiß man, dass es sich in Island prima tanzen lässt. Obwohl Retro Stefson den World-Music-Anteil ihres internationalen Debüts „Kimbabwe“ mittlerweile ein wenig zurückgeschraubt haben, unterhält auch die aktuelle, eponyme Platte mit deutlich tanzbarerem, poppigen Material. Nach „Glow“ erscheint nun eine zweite Auskopplung, mit Sicherheit eine gute Wahl. Schließlich versteckt sich hinter dem gewohnt seltsam geschriebenen „Qween“ der beste Song des neuen Albums.

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The Flying Eyes – Lowlands

Nächster Anlauf, nächster Arschtritt. Als The Flying Eyes aus Baltimore 2007 ihre Karriere begannen, waren die vier Musiker gerade einmal volljährig geworden. Zwei Alben folgten seither, in denen man sich von Doors-Jubilaren zu einer vielschichtigen Rock-Band mit 60s- und 70s-Flair entwickelte. Damit nicht genug: Für die dritte Platte „Lowlands“, das Debüt bei den Feinschmeckern von Noisolution, erweiterten die US-Amerikaner ihren Sound ein weiteres Mal und wagen einen Kurzbesuch in der Wüste.

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Glitches – Only Time Will Tell

Ein Glitch, das wissen vor allem Zocker, ist eine Störung, ein kurzer Störungsimpuls, der etwas unbrechen und/oder durcheinander bringen kann. Wollen Glitches aus Whitechapel in East London somit bloß stören? Bestenfalls bringt das Trio die musikalische Gefühlswelt seiner Ersthörer durcheinander. In ihrem Glitches HQ – man lebt und musiziert gemeinsam – tummelten sich unter anderem bereits We Have Band und NZCA/Lines für Live-Sessions. Mit „Only Time Will Tell“ drängen die Briten nun auch auf den deutschen Markt.

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Babyshambles – Nothing Comes To Nothing

Pete Doherty will wieder musikalisch Schlagzeilen schreiben und reaktiviert dafür seine Babyshambles, die zuletzt 2007 ein Album veröffentlichten. In der Zwischenzeit verdingte sich Doherty mit Sologigs, einem Solo-Album, einer kleinen Libertines-Reunion und einem Gefängnis-Aufenthalt. Während der Brite aktuell im Kostümfilm „Confession“ in deutschen Kinos zu sehen ist, kündigt er für den 30. August die dritte Babyshambles-Platte „Sequel To The Prequel“ an. So kryptisch der Titel klingt, so klar ist die Aussage der ersten Single „Nothing Comes To Nothing“.

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