Autor: Walter Kraus

Ich bin, also denke ich.

Depeche Mode – Should Be Higher

Depeche Mode können veröffentlichen, was sie wollen – der Erfolg ist ihnen sicher. Das mittlerweile 13. Studioalbum „Delta Machine“, eine der stärksten Band-Platten des neuen Jahrtausends, schaffte es aus dem Stand an die Spitze der Charts und hält sich bereits seit einem halben Jahr in den Top 100. Nach zwei durchaus erfolgreichen Singles und einer viel umjubelten Tour veröffentlicht man – kurz bevor es in Richtung Nordamerika geht – die bereits dritte Auskopplung „Should Be Higher“.

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Caviare Days – Caviare Days

Zwei Schwedinnen gefangen in den 60s: Caviare Days haben nichts mit Dekadenz und dicken Klötzen zu tun. Hinter diesem protzigen Namen stecken die Schwestern Lina und Maja Westin aus Gävle, die 60s-Garage-Pop mit Psychedelia und einer Prise Rock mischen. Was auf dem beigelegten Bildmaterial ein wenig nach Hippietum aussieht, schlägt sich auch in der musikalischen Ästhetik der beiden nieder. Dabei verstehen sich die Westins als Designerinnen, Regisseurinnen und Schöpferinnen einer eigenen visuellen Welt, eines eigenen Universums. Jenseits des daraus resultierenden Diskurses über Schein und Sein geizt das Debütalbum „Caviare Days“ nicht mit seinen Reizen.

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Haim – Days Are Gone

Als Sieger des prestigeträchtigen „BBC Sound of 2013“-Polls hat man gewisse Erwartungen an Haim, auch wenn der direkte Vorgänger Michael Kiwanuka zumindest in Deutschland nie so richtig landen konnte. Die drei Haim-Schwestern Danielle, Alana und Este wollen dem bislang bestenfalls mittelmäßig abschneidenden Jahrgang nun doch noch Feuer unterm Hintern machen. Mit sympathischem Westcoast-Pop, ein wenig Rock, Fleetwood Mac-Charme und kauziger Experimentierfreudigkeit versucht das Debütalbum „Days Are Gone“ eine Punktlandung.

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Haerts – Hemiplegia

Majordeal für die erste Single, das klingt erst einmal nach gewaltigen Vorschusslorbeeren. Dabei agieren die New Yorker Haerts, bestehend aus Mitgliedern aus Deutschland, Großbritannien und den USA, noch vornehmlich in der Blogosphäre, backen kleine Brötchen und durften zuletzt für Washed Out eröffnen. Musikalisch bietet das Quintett sympathischen Synthi-Pop, mal betont entspannt, mal hibbelig nervös. Nach besagter Single – „Wings“ erschien im April – wird nun die dazugehörige EP „Hemiplegia“ nachgereicht.

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Kate Nash – Fri-End?

Nach zwei Alben mit Major-Unterstützung hat sich Kate Nash dazu entschlossen, kleinere Brötchen zu backen. „Girl Talk“ erschien im März nach einer Pledgemusic-Kampagne auf ihrem eigenen Label, verpasste in Großbritannien die Top 75 und schaffte es in Deutschland immerhin auf Platz 55. Einen wirklichen Single-Erfolg sucht man jedoch vergebens, was wohl mit daran liegt, dass die Nash vom Material auf „Made Of Bricks“ und „My Best Friend Is You“ mittlerweile weit entfernt ist. „Fri-End?“, die mittlerweile dritte Auskopplung ihres dritten Albums, hat mehr von Punk und Riot Grrrl als von „Foundations“.

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Torul – The Fall

Seit einigen Jahren unterwegs, ist Torul bislang eher Insidern bekannt. Das slowenische Trio um den namengebenden Songwriter und Produzent verdiente sich 2010 mit dem Album „Dark Matters“ und einem Sound am Scheideweg von düsterem Electro- bzw. Synth-Pop und EBM erste Meriten. Der Nachfolger „Tonight We Dream Fiercly“ erschien im Frühjahr und bringt nun eine weitere Auskopplung mit sich. „The Fall“ erscheint als limitierte EP in einer neuen Version sowie mit ausreichend Bonus-Material ausgestattet.

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Arliss Nancy – Wild American Runners

Arliss Nancy haben keine Zeit zu verlieren. Keine zwölf Monate nach der Veröffentlichung ihres zweiten Albums „Simple Machines“ steht bereits ein Nachfolger in den Startlöchern, wohl auch durch den steigenden Input von Bassist Kyle Oppold bedingt. Das Quintett aus Fort Collins, Colorado versteht sich auf klassischen, sehr amerikanischen Rock’n’Roll mit einer Prise Springsteen-Punk, wie man ihn unter anderem von The Gaslight Anthem kennt. Von der Popularität ihrer amerikanischen Landsleute mögen sie noch weit entfernt sein, „Wild American Runners“ ist jedoch ein mächtiger Schritt in die richtige Richtung.

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Luis Laserpower – Koordinaten

Ein Name wie ein Superheld, eine Band wie eine Post-Rap-Urgewalt. Luis Laserpower war zunächst Luis, ein Rapper und Beatboxer, der jahrelang solo durch die Lande zog und mittlerweile drei Mitstreiter gefunden hat. Gerappt wird nach wie vor, allerdings im Pop/Rock-Umfeld, was man so in etwa von OK KID oder den aktuellen Singer/Songwriter-Bemühungen von Casper kennt. Nach zahlreichen Support-Gigs für so unterschiedliche Künstler wie Deichkind, Juli, MIA. und Turbostaat ist man bereit für die Veröffentlichung des Debütalbums „Futura“ am 11. Oktober. Zuvor erscheint die zweite Auskopplung „Koordinaten“.

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Claptone feat. Jaw – No Eyes

Claptone ist ein verrückter Vogel; wie sonst soll man diese Person beschreiben, die sich hinter einer mysteriösen, goldenen Maske mit einem zum Horn gebogenen Schnabel verbirgt? In der Deep House-Szene legte Claptone eine Punktlandung hin mit der EP „She Loves You“ und dem DCC-Hit „Cream“. Für die neue Single „No Eyes“ – nomen est omen – lud die Goldmaske sich Jaw von der französischen Gruppe dOP für einen kleinen aber feinen Herbst-Jam ein.

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Ogris Debris – Something Good

Nach jahrelangem Experimentieren mit elektronischer Musik auf den heimischen Laptops traten Ogris Debris 2008 mit ihrem ersten Release in Erscheinung. Bis das österreichische Duo mit dem Nonsens-Namen um Gregor Ladenhauf und Daniel Kohlmeigner einen kleineren Durchbruch schaffen, dauerte es zwei Jahre. Dank „Miezekatze“, Gilles Peterson und FM4-Einsatz kannte man die beiden in Wien ansässigen Produzenten nunmehr rund um den Globus. National brachte dies immerhin eine Amadeus-Nominierung ein. Mittlerweile bei disko404 gelandet, erscheint nun mit „Something Good“ eine weitere Single.

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