Kategorie: Alben

Filthy Friends

Filthy Friends – Emerald Valley

Bei den Namen hinter Filthy Friends denkt man unweigerlich an eine Supergroup. Klar, schließlich sind Corin Tucker (Sleater-Kinney) und Peter Buck (R.E.M.) nicht irgendwer. Ursprünglich tat man sich zusammen, um Bowie-Songs zu covern, später wurde eine Band – aktuell mit Mitgliedern von The Minus 5, Fastbacks und Bitchface – daraus. Der ruppige Alternative Rock mutet tatsächlich wie eine Art Schnittmenge zwischen den jüngeren Sleater-Kinney-Platten und den etwas ungeschliffeneren Anfängen von R.E.M. an, „Emerald Valley“ ist bereits das zweite Studioalbum.

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Myrath

Myrath – Shehili

Heavy Metal und Afrika, das bringen viele Europäer nach wie vor nicht zusammen. Tatsächlich hat die härtere Gitarrenmusik auf dem afrikanischen Kontinent immer noch einen gewissen Exotenbonus, doch seit einigen Jahren ändert sich daran gehörig etwas – nicht zuletzt aufgrund der stark zugenommenen Berichterstattung. Zu den aktuell bekanntesten Metalbands aus Afrika gehören Myrath aus Tunesien. Als reine Progressive Metal-Band gestartet, hat sich das Quintett auf „Tales Of The Sands“ (2011) und „Legacy“ (2016) schon früh dem leicht progressiv angehauchtem Folk Power-Metal zugewandt. Wobei die folkloristischen Einflüsse hauptsächlich orientalischer Natur sind bzw. sich aus der landestypischen Mezwed-Musik ableiten. Auf ihrem neuesten Album „Shehili“ perfektionieren die Tunesier nun ihren ohnehin absolut eigenständigen Sound.

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An Horse

An Horse – Modern Air

Nach mehreren Jahren im ununterbrochenen Tour-Album-Tour-Zyklus, von mehreren privaten Schicksalsschlägen begleitet, waren An Horse am Ende. Kate Cooper und Damon Cox verordneten sich eine künstlerische Pause und verließen ihre australische Heimat in Richtung Montreal bzw. New York. Stolze sechs Jahre sollte diese Auszeit dauern, in der man freundschaftlich verbunden blieb, dann ging alles ganz schnell. Ideen wurden hin- und hergeschickt, über Weihnachten ging es nach Brisbane, dann folgte der Feinschliff in Kanada und schon steht „Modern Air“ in den Startlöchern.

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Frank Carter & The Rattlesnakes

Frank Carter & The Rattlesnakes – End Of Suffering

Frank Carters musikalische Wurzeln verblassen mehr und mehr. Von Hardcore und bissigem Punk ist herzlich wenig zu hören, stattdessen setzt er gemeinsam mit seinen Rattlesnakes auf druckvollen bis hymnischen Rock mit packenden Hooks und einem Hauch von Rebellion. „End Of Suffering“, während der Londoner Hitzewelle von 2018 aufgenommen, versteht sich als Weckruf und erklärt euphorisch, dass man auch leben kann, ohne andauernd Scheiße fressen zu müssen. Mahlzeit.

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Trade Wind

Trade Wind – Certain Freedoms

Mehr musikalisches Notizbuch als Nebenprojekt, so oder so ähnlich lässt sich Trade Wind zusammenfassen. Die Band um Mitglieder von Stray To Your Path und Stick To Your Guns verarbeitet Ideen, die bei ihren jeweiligen Hauptbands kaum Platz hätten. Alternative Rock, ein wenig Post-Hardcore und weit offene Songstrukturen ließen bereits das Debüt „You Make Everything Disappear“ zu einer spannenden Grenzerfahrung reifen. „Certain Freedoms“ geht gefühlt gleich drei Schritte weiter.

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Afenginn

Afenginn – Klingra

Achtung: Der Release von „Klingra“ verschiebt sich leider auf den 11. Oktober! Das Edel-Label Tutl bietet der lebhaften Musikszene der Färöer Inseln eine wertvolle Bühne in aller musikalischen Vielfalt. Mehr und mehr Künstler schaffen es mittlerweile aufs europäische Festland mit ihrem magischen Sound. Auch Afenginn sind alles andere als gewöhnlich. Das Quartett um Kim Rafael Nyberg kommt aus allen Ecken Skandinaviens und verbindet Folk, Indie und Anleihen klassischer Musik zu einer emotionalen und doch hochpräzise arrangierten Reise durch die Höhen und Tiefen des Seins. „Klingra“ reißt auf besondere Weise mit.

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Kelly Finnigan

Kelly Finnigan – The Tales People Tell

Obwohl sie bereits seit über einem Jahrzehnt touren, bleiben die Monophonics zumindest hierzulande ein halbwegs unbeschriebenes Blatt. Die Band aus der Bay Area vermischt Soul und RnB mit Indie- und Psychedelic-Sounds – tanzbar, eingängig und irgendwie anders. Frontmann Kelly Finnigan versucht sich nun an einer Soloplatte und vertont sein dem Soul, HipHop und RnB gewidmetes Leben. „The Tales People Tell“ reißt im besten Sinne mit.

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Hembree

Hembree – House On Fire

Isaac Flynn aus Kansas ist ein begeisterter Musiker. Seitdem er eigene Songs schreibt, begeistert er auch andere. Der lockere Charme von Indie- und Pop/Rock-Sounds mit einer Prise Talking Heads im Mix wirkt vertraut, der Hit-Faktor ist hoch. Dass hinter den durchaus hibbeligen Arrangements so ernste Themen wie Unsicherheit und Unentschlossenheit behandelt werden, lässt sich bestenfalls auf den zweiten und dritten Blick erkennen. „House On Fire“ macht für ein Debütalbum viel richtig.

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van Kraut

van Kraut – Zäune aus Gold

Gute Musik muss keine Bäume ausreißen. Manchmal reicht die Reduktion aufs Wesentliche: Gesang, Schlagzeug und Gitarre, mehr braucht es nicht. Das Duo van Kraut aus Hamburg singt von Beklemmung, Elend und Leid, ohne in Selbstmitleid zu verfallen. Indie Rock, ein Hauch von Post Punk und dezentes Pop-Appeal begleiten „Zäune aus Gold“, den bereits zweiten Streich von Christoph Kohlhöfer und Tobias Noormann.

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The Yawpers

The Yawpers – Human Question

Dass sich hinter The Yawpers ein überwiegend stromloses Trio ohne Bassist verbirgt, hört man ihren Songs nicht an. Die Herren aus Denver im US-Bundesstaat Colorado zocken feisten, angepunkten Rock’n’Roll mit Garage- und Blues-Note, mit Schweiß und Herzblut dargeboten. Erinnerungen an die frühen The Black Keys, aber auch an PUP oder sogar die Urväter MC5 werden wach, wenn das Trio seine Roots-lastigen Songs anstimmt. „Human Question“ ist bereits ihr viertes Studioalbum.

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