Kategorie: Singles & EPs

Ghostpoet – Liiines

In DJ, Produzent und ‚Worldwide‘-Radio-Moderator Gilles Peterson hat er bereits einen Fan und mittlerweile auch Labelboss gefunden, jetzt will Ghostpoet auch hierzulande angreifen. Das Debüt des Briten, „Peanut Butter Blues & Melancholy Jam“, wurde sogar für den prestigeträchtigen Mercury Prize nominiert und weiß irgendwo zwischen HipHop, Soul und Alternative-Klängen zu begeistern. „Liiines“ ist bereits die dritte Auskopplung aus Ghostpoets Erstlingswerk, gleichzeitig aber auch sein am ehesten zugänglicher und massentauglicher Release.

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Melanie C – Think About It

Vier lange Jahre dauerte die Auszeit des erfolgreichsten Ex-Spice-Girls, unter anderem aufgrund der Geburt ihrer ersten Tochter im Jahr 2009. Doch nun will es Melanie Chisholm (oder kurz Melanie C) wieder wissen: Mit „The Sea“ veröffentlicht sie am 2. September ein brandneues Album und die erste Single „Rock Me“ wurde gleich zur offiziellen ZDF-Hymne der Frauen-Fußballweltmeisterschaft ernannt. Pech nur, dass sich die deutschen Spielerinnen bekanntermaßen nicht mit Ruhm bekleckerten und im Viertelfinale die Segel streichen mussten, was auch der Chartperformance des Songs nicht gut tat. Die Nachfolgesingle „Think About It“ ist wieder auf sich allein gestellt, weiß aber mit einer hervorstechenden Eigendynamik zu überzeugen.

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Maroon 5 feat. Christina Aguilera – Moves Like Jagger

Ende August 2011 in Deutschland: Der Sommer – in Fachkreisen mittlerweile nur noch ‚Arschloch‘ genannt – präsentiert sich in seinen letzten Zügen von der halbwegs versöhnlichen Seite. Das Rennen um den alljährlichen Hit der Jahreszeit sollte eigentlich schon längst entschieden sein, wenn man an die Dauerbeschallung von „Mr. Saxobeat“ oder „Danza Kuduro“ denkt. Mit gehöriger Verspätung tauchen nun aber weitere Kandidaten auf, die man an dieser Stelle wohl eher nicht erwartet hätte: Die amerikanische Pop-Rock-Band Maroon 5 reicht mit dem fröhlichen Disco-Song „Moves Like Jagger“ ihren Beitrag ein – mit freundlicher Unterstützung von Popdiva Christina Aguilera.

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Y’akoto – Tamba EP

Deutschland hat eine neue Soulgröße gefunden. Die Deutsch-Ghanaerin Y’akoto singt im Gegensatz zu ihren Kolleginnen Cassandra Steen und Joy Denalane jedoch in englischer Sprache. So scheint sich die 23jährige in manchen Momenten an Lauryn Hill und Erykah Badu erinnern, spielt mit den afrikanischen Wurzeln ihres Vaters und der hanseatischen Unaufgeregtheit der Mutter. Ihr Debütalbum „Babyblues“ soll im Herbst erscheinen, und neben einer gewissen Leichtigkeit auch ernste Themen behandelt. Das gilt auch für die EP „Tamba“ mit gleich vier brandneuen Songs zum Einstand.

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Spank Rock – Energy

Mit beinahe beängstigender Coolness haben Spank Rock 2006 die Rap-Welt auf den Kopf gestellt. Ihr stark sexualisiertes Debütalbum „YoYoYoYoYo“ war vor allem musikalisch innovativ, durch die schrägen, leicht kaputten Produktionen von Alex Epton aka XXXChange unberechenbar, schräg und all over the place. Im Herbst soll der pragmatisch betitelte Nachfolger „Everything Is Boring And Everyone Is A Fucking Liar“ erscheinen, der nicht nur, das nicht nur Boys Noize weitestgehend produziert wurde, sondern auch auf dessen Label erscheint. Die Vorabsingle „Energy“ betont den neuen Deutschland-Bezug Spank Rocks durch ein ganz besonderes Sample.

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Marlon Roudette – New Age

Der Name Marlon Roudette wird wohl nur den wenigsten ein Begriff sein. Mit seinem Musikerkollegen Preteesh Hirji sorgte der 30-jährige Londoner 2005 als Mattafix und dem Überhit „Big City Life“ europaweit für Aufsehen. Als Stiefsohn der schwedischen HipHop-Künstlerin Neneh Cherry wurden ihm das musikalische Talent sowie Blues-, Jazz- und Reggae-Einflüsse quasi in die Wiege gelegt. Das Duo engagierte sich nebenbei auch ehrenamtlich und nahm 2006 den Charity-Song „Living Darfur“ auf, der die humanitäre Katastrophe des Darfur-Konflikts thematisierte. In diesem Jahr versucht sich Roudette nun an einer Solokarriere und legt mit „New Age“ einen melancholisch verträumten Popsong vor.

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Stereo MCs feat. Jamie Cullum – Boy

1992 haben die Stereo MCs mit ihrem Überalbum „Connected“ noch ein ganzes Genre revolutioniert, danach kam – von diversen Remix-Arbeiten abgesehen – lange nichts. Seit 2001 veröffentlicht das Trio wieder halbwegs regelmäßig Alben mit unterschiedlichem Erfolgs- und Qualitätsniveau. Wo sich „Emperor’s Nightingale“ einreihen wird, soll sich ab dem 26. August zeigen. Nimmt man die Vorabsingle „Boy“ jedoch als Gradmesser, könnten sich Rob Birch und Mannschaft endlich wieder auf Kurs befinden.

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ASP – Wechselbalg

Er durchflog einst die seelische Schwere, tanzte mit der Finsternis und kehrte doch immer wieder heim – denn es gab kein Entkommen. Der Flügelschlag des schwarzen Schmetterlings trug ASP bis ins helle Bühnenlicht. Ein Zyklus von fünf Alben war ihm beschert. Ihr viel(ge)schichtiges Liedgut prägte die Frankfurter Band nachhaltig in der Szene. Durchaus elektronisch, meist rockend oder vornehmlich akustisch. Wie in der anschließenden Interpretation der Krabat-Sage. So zurückhaltend wie überraschend, so eigen, so emotional und fantastisch. Doch: von vielen Gesichtern blieb nach diesem Frühjahr nur noch eins – der Split beider Gründungsmitglieder ließ Alexander Spreng zurück. Es folgte seine Verkündung einer dritten Gothic Novel, dem „Fremder-Zyklus“. Sehnlich erwartet, steht an ihrem Anbeginn eine Geburt. Jener des „Wechselbalg“.

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The Blackout Argument feat. Casper – Overweight Against Heart Attacks

Schluss, aus, vorbei: Mit dem angekündigten Ausstieg von Frontmann Raphael Schmid werden sich The Blackout Argument mit Jahresende auflösen. Um die Münchner ist es schade, haben sie es doch in den letzten Jahren geschafft, sich in das internationale Post-Hardcore-Spitzenfeld zu spielen. Zum Abschied gibt es neben einer Tour und einem noch nicht näher definierten Release die Download-Single „Overweight Against Heart Attacks“ vom aktuellen und wohl letzten Album „Detention“, prominenter Gastmusiker inklusive.

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M83 – Midnight City

Seit mittlerweile zehn Jahren verzaubert der Franzose Anthony Gonzalez als M83 mit seiner Electro- / Dream-Pop-Melange Musikfans und Musiker gleichermaßen. So betourte er sein letztes Album „Saturdays = Youth“ (2008) unter anderem im Vorprogramm der Killers, Kings Of Leon und Depeche Mode, dazu hat er sich einen Namen als Remixer für Daft Punk, Bloc Party und Placebo gemacht. Am 14. Oktober erscheint mit „Hurry Up, We’re Dreaming“ gleich ein Doppelalbum, dessen Titel programmatischer kaum sein könnte. „Midnight City“ als erste Vorabsingle verspricht bereits einiges.

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