Kategorie: Singles & EPs

Juli – Du lügst so schön

Es war in der Tat eine ‚perfekte Welle‘, die da 2004 über Deutschland schwappte und reihenweise neue, unverbrauchte Acts wie die Gießener Pop-Rock-Band Juli brachte. Ihr ist es unter anderem maßgeblich zu verdanken, dass handgemachte, deutsche Musik im 21. Jahrhundert wieder salonfähig wurde. Nach einem Nr. 2- und einem Nr. 1-Album folgte 2010 der dritte Longplayer namens „In Love“, auf dem es deutlich elektronischer zuging, der mit Platz 4 jedoch ebenfalls höchst erfolgreich war. Die vierte Single-Auskopplung „Du lügst so schön“ setzt dagegen wieder bei Julis Wurzeln an – und kann mit reifen Lyrics, einer Menge Emotionen und einer gewissen Fragilität punkten.

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Casper – Michael X

Mit ausnahmsweise gerechtfertigtem Hype ins Rennen geschickt, explodierte Casper dieses Jahr förmlich in den Mainstream. Sein Album „XOXO“ hat es an die Spitze der Charts geschafft, die Single „So perfekt“ mit exklusiven B-Seiten bis auf die #14. Als Nachfolger kommt nun der vielleicht nachdenklichste, intensivste, am stärksten berührende Track – ohne B-Seiten, als simpler 1-Track-Download mit geringem Promo-Aufwand. Klingt komisch, ist aber so. Der Qualität von „Michael X“ kann diese etwas fragliche Release-Strategie freilich keinen Schaden zufügen.

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Bush – The Sound Of Winter

Skunk Anansie, Stone Temple Pilots und jetzt Bush – die 90er Jahre melden sich wieder zurück. Letzte Post-Grunge-Rocker um Gwen Stefani-Gatten Gavin Rossdale sind für Hits wie „Machinehead“, „Swallowed“ und „Letting The Cables Sleep“ verantwortlich, lösten sich 2002 auf und tauchten größtenteils unter. Einzig Rossdale war mit Institute und seiner Solokarriere einigermaßen im Rampenlicht geblieben. Gemeinsam mit Drummer Robin Goodridge, Stand-in Chris Traynor und Neu-Bassist Corey Britz melden sich die US-Amerikaner am 28. Oktober mit „The Sea Of Memories“ zurück. Wenn die Single „The Sound Of Winter“ ein Anhaltspunkt ist, könnte es sich um ein musikalisch lohnenswertes Comeback handeln.

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ZyniC – My Personal Kryptonite

ZyniC gehören neben Hurts und den Mirrors zu den vielversprechendsten Newcomern im Bereich des 80er-geprägten Synthiepops. Wobei es statt ‚gehören‘ eigentlich ‚gehört‘ heißen müsste, denn hinter dem Namen verbirgt sich keine Band im klassischen Sinne, sondern der Solokünstler H.P. Siemandel, welcher sich nicht nur für den ansprechenden Gesang, sondern auch für die Synthesizerklänge verantwortlich zeigt. Leider konnte ZyniC den kommerziellen Durchbruch im Gegensatz zu genannten britischen Bands bisher nicht erzielen – trotz einer superben Download-Debütsingle namens „Dreams In Black And White“, die aktuell als limitierte EP neu aufgelegt wird, und einem ebenso genialen Album namens „Fire Walk With Me“.

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When Saints Go Machine – Kelly

Dänemark, Land des elektronischen Wahnsinns. Was hier an Electro-Pop-, Dance- und Alternative-Varietäten die Runde macht, beeindruckt. Neben Ginger Ninja versuchen aktuell auch When Saints Go Machine über das Feinschmecker-Label !K7 Fuß zu fassen. Auf ihrer Debüt-EP „Fail Forever“ – das dazugehörige Album „Ten Makes A Face“ ist hierzulande nur via Import erhältlich – hat das Quartett aus Kopenhagen bereits seine Klasse angedeutet, auf „Konkylie“ vor drei Monaten die Erwartungen bestätigt. Mit „Kelly“ haben die Dänen nun auch einen potentiellen Single-Hit am Start.

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Evanescence – What You Want

Mit Comebacks ist es ja immer so eine Sache. Je länger ein Künstler bzw. eine Band von der Bildfläche verschwunden war, umso geringer ist meist die Chance, wieder an alte Erfolge anknüpfen zu können. Im Fall der amerikanischen Alternative- und Dark-Metal-Band Evanescence liegen ganze vier Jahre zwischen der letzten Single „Good Enough“ und dem Neuanlauf in diesem Herbst. Mit ihrem selbstbetitelten Album will die mittlerweile fünfköpfige Combo um Sängerin Amy Lee nach ihrem Nr. 1-Longplayer „The Open Door“ aus dem Jahr 2006 wieder in die hohen Chartsphären eindringen. Vorbote ist der energisch-experimentelle Song „What You Want“, mit dem sich die Band von einer ganz neuen Seite zeigt.

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Example – Changed The Way You Kiss Me

Electro und Rap harmonieren hervorragend miteinander – so weit, so unspektakulär. Während man sich gerade in den USA europäischen DJs bedient, kocht Großbritannien ein eigenes Süppchen. Example hatte sich mit „Kickstarts“ erfolglos an einem Einstieg in die deutschen Singlecharts versucht, war in seiner britischen Heimat jedoch in den Top 10. Die brandneue Single „Changed The Way You Kiss Me“ hat es hingegen sogar an die Spitze geschafft – Grund genug, den Song nun auch hierzulande zu veröffentlichen; erstmals mit einem Majorlabel im Hintergrund.

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Bosse feat. Anna Loos – Frankfurt Oder

Den Reifungsprozess eines Künstlers über Jahre hinweg mitzuverfolgen, ist eine gängige, faszinierende Angelegenheit. Viel zu selten bekommt man jedoch als Außenstehender bzw. Konsument mit, wie sich ein Song entwickelt. Ausnahme: „Frankfurt Oder“. Als Axel Bosse den Song 2006 erstmals auf seinem zweiten Album „Guten Morgen Spinner“ veröffentlichte, handelte es sich noch um eine spärlich instrumentiertes Liebeslied, das 2011 auf seinem Top 20-Erfolg „Wartesaal“ zu einem Duett mit Anna Loos von Silly wurde. Für den Single-Release – die mittlerweile dritte Auskopplung aus besagtem Album – wurde der Song von Moritz Enders (Donots, Revolverheld, Blackmail) abermals neu abgemischt.

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Thomas Petersen vs. Mega ‚Lo Mania feat. Franca Morgano – Without Your Love

Thomas Petersen hat sich inzwischen zu einer festen Größe innerhalb der Dance-Szene entwickelt. Von seinem musikalischen Kurs ist er dabei innerhalb der letzten Jahre kein Stückchen abgewichen. Noch immer steht sein Name für melodischen flächenbetonten Hardtrance im Stil der Produktionen vor etwa 10 Jahren. Dennoch wird seine neuen Single für die eine oder andere Überraschung sorgen, da an „Without Your Love“ zwei bekannte Gesichter mitwirken. Sängerin Franca Morgana dürfte den meisten noch als Sängerin von Magic Affair (Omen 3) bekannt vorkommen. Hinter Mega ‚Lo Mania verbirgt sich Nils Ruzicka, welcher auch bei anderen Dance-Projekten wie Plug’n’Play und Revil O. den Ton angab.

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SuperHeavy – Miracle Worker

Mit Superlativen soll man vorsichtig umgehen. Aber warum eigentlich? Denn SuperHeavy tragen einen solchen bereits im Namen – und das zu Recht. Eine Formation aus Schwergewichten der internationalen Musik hat sich hier versammelt. So trommelten Mick Jagger (Rolling Stones) und David Stewart (Eurythmics) das britische Soul-Stimmwunder Joss Stone, Reggae Sänger Damian Marley, den jüngsten Sohn vom berühmten Bob, sowie A.R. Rahman, Filmmusikkomponist von „Slumdog Millionaire“, zusammen. Scheint spontan und ist total verschieden hinsichtlich ihrer musikalischen Heimat. Herausgekommen ist dennoch ein Album, das „Miracle Worker“ vorausschickt. Klingt viel versprechend, aber kann man hier wirklich das Potential ausschöpfen?

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